EU-Förderung für smarte Netzwerktechnologie

München (05.09.2016) - Mit der Smartwatch am Handgelenk ins selbstfahrende Auto steigen, während zuhause das Sicherheitssystem die Überwachungskameras justiert – unsere Welt wird immer vernetzter. Auch die produzierende Industrie ist schon seit einiger Zeit dabei, das Potenzial dieses sogenannten „Internet der Dinge“ auszuschöpfen.

Doch die zunehmende Vernetzung stellt Hard- und Software vor zahlreiche Herausforderungen. Eine neue, innovative Routing-Technologie der Münchner InnoRoute GmbH soll schon bald im B2B-Bereich zum Einsatz kommen. Für die Vorbereitung der Markteinführung erhielt das Unternehmen Fördermittel der Europäischen Kommission. Bei der Beantragung der Förderung holte InnoRoute mit der Bayerischen Forschungsallianz professionelle Unterstützung ins Boot.

Routing bezeichnet das Übermitteln von Informationspaketen in einem Netzwerk. Konventionelle Router bewerten die Informationen, die sie übermitteln, nicht, sondern leiten sie unbesehen zur weiteren Verarbeitung an kleinere Verteiler (Switches) weiter. Doch in einer Welt, in der viele smarte Objekte miteinander kommunizieren, funktioniert dieses System nicht mehr – gefragt sind intelligente Entscheidungen auch auf Router-Ebene.

Die von InnoRoute entwickelte Technologie erlaubt genau das. Für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie erhielt das Unternehmen 2015 über einen Zeitraum von sechs Monaten 50.000 Euro von der Europäischen Kommission. Die Förderung für dieses Vorhaben unter dem Projektnamen „TrustNode“ wurde im EU-Programm „KMU-Instrument Phase 1“ vergeben und umfasste schwerpunktmäßig die Erstellung eines Businessplans sowie die Durchführung der zugrundeliegenden Analysen.

Beeindruckt vom Enterprise Europe Network-Partner BayFOR

Das „KMU-Instrument“-Programm erlaubt das Einreichen von Projektanträgen zu festgelegten Stichtagen, im Regelfall zwei pro Jahr. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die der EU-Definition für KMU entsprechen, das heißt Firmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. Euro beläuft. Das Interesse ist sehr groß, weswegen professionelle Unterstützung bei der Erstellung des Antrags ratsam ist. InnoRoute fand diese Unterstützung im Enterprise Europe Network bei der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR), deren Schwerpunkt im Rahmen des bayerischen EEN-Netzwerkes auf der EU-Forschungs- und Innovationsförderung für KMU liegt. Sie hilft bayerischen Unternehmern unter anderem dabei, internationale Projektpartner zu finden. Umgekehrt unterstützt sie diese auch, wenn sie Anschluss an ein bestehendes europäisches Konsortium suchen. InnoRoute-Geschäftsführer Andreas Foglar: „Die Experten der BayFOR beeindruckten mich sowohl durch die profunde Sachkompetenz in Sachen Netzwerke und Internet als auch durch die Kenntnis der Prozesse des KMU-Instrument-Programms der EU. Auch dank ihrer Unterstützung konnten wir den Zuschlag für das Phase-1-Projekt erhalten.“

Stichpunkte zum Unternehmen:
Die InnoRoute GmbH wurde 2010 gegründet mit dem Ziel innovative Lösungen für Internet Infrastruktur auf den Markt zu bringen. Die Firma hat heute 10 Mitarbeiter und erzielt Einnahmen durch Lizensierungen, Geräteverkäufe und Consulting Dienstleistung. www.innoroute.de