Erfolgreich durch das Enterprise Europe Network

Bayreuth (Mai 2017) - Das Enterprise Europe Network ist das größten Beratungsnetzwerk für kleine und mittlere Unternehmen. In Bayern gibt es zehn bayerische Partner, die daran teilhaben. Was das Netzwerk überhaupt ist und wie es arbeitet, erfahren Sie hier:

Zwei-Jahres-Bilanz: Bayern ist top

Die IHK für Oberfranken Bayreuth unterstützt gemeinsam mit neun weiteren bayerischen Partnern bayerische Unternehmen dabei, den EU-Binnenmarkt zu nutzen, um ihre Innovationskraft zu stärken und den Weg auf internationale Märkte zu finden. Dafür arbeiten sie in einem lebendigen Netzwerk mit den unterschiedlichsten Partnern aus mehr als 50 Ländern zusammen. Allein in den letzten beiden Jahren 2015/16

  • informierte sich 6600 Teilnehmer informierten sich in mehr als 180 Veranstaltungen über den EU-Binnenmarkt,
  • mehr als 2500 Unternehmen nutzten die intensive Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte, der Erweiterung ihres Innovationspotenzials oder bei der Antragstellung in EU-Förderprogrammen,
  • 122 Unternehmen wurden motiviert, sich an Konsultationen und Panels zum Abbau bürokratischer Hürden im EU-Binnenmarkt zu beteiligen,
  •  nahezu 300 Unternehmen führten mehr als 1200 b2b-Gespräche auf 55 organisierten Kooperationstreffen und Delegationsbesuchen.
  •  mehr als 60 Projektmitarbeiter in Bayern arbeiteten dafür als „one-stop-shop" in einem Konsortium eng zusammen.

Die Informationsveranstaltungen sind das  A und O der Beratungsarbeit. Beispiel gefällig? Lesen Sie hier über den Infotag Schweiz in der IHK Bayreuth:

„Bau- und Montageleistungen in der EU/Schweiz“ – Erfolgreicher Infotag in Bamberg

Immer häufiger sind Montage- und andere Dienstleistungen Bestandteil von Lieferverträgen mit internationalen Kunden. Für Unternehmen, die solche Leistungen, auch kurzfristige, erbringen, ist eine gute Vorbereitung wichtig.  Denn selbst in der EU sind  unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Die EU-Entsenderichtlinie wird in den einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich umgesetzt. Das betrifft Meldepflichten ebenso wie zu erbringende Nachweise. Und für die Schweiz als Drittland gelten besondere, kantonal unterschiedliche, Bestimmungen für Mindestlohn, Meldepflichten und Kautionen. Verstöße werden mit hohen Bußgeldern oder Maßnahmen wie Ausschluss von Vergabeverfahren geahndet.

Um interessierte Unternehmer zu informieren, führten die IHK für Oberfranken Bayreuth, die IHK Schwaben und die Bayern Handwerk International GmbH (BHI) als bayerische Partner im Enterprise Europe Network gemeinsam den Infotag „Bau- und Montageleistungen in der EU/Schweiz“ durch.

Mitarbeiterenetsendung in der EU

In kurzen Workshops erhielten die Teilnehmer die wichtigsten Informationen zu den Regelungen für die Erbringung von Dienstleistungen in Frankreich, Österreich, Spanien, Tschechien sowie der Schweiz  und ergänzend allgemein zu steuer- und arbeitsrechtlichen Aspekten einer Entsendung. 

Dieses neue Veranstaltungs-Angebot nutzen viele Unternehmer auch zu individuellen Beratungsgesprächen mit den Experten Karin Mai und Günter Wagner von BHI, Elke Hehl von der IHK Schwaben und Rechtsanwältin Christina Neugirg von KPMG.  Und ein reger Erfahrungsaustausch half einigen Teilnehmern, pragmatische Lösungen für ihre Vorhaben zu finden.

Ähnliche Infotage für Großbritannien, BeNeLux und weitere EU-Mitgliedstaaten sind geplant.

Die bayerischen Partner im Enterprise Europe Network setzen sich über ihren kurzen Draht nach Brüssel bei der EU-Kommission intensiv für Erleichterungen im Dienstleistungsexport ein.