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Neue EU-Kampagne zu gefährlichen Substanzen

Nürnberg (01.03.2018) - Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) ist die Agentur der Europäischen Union, die für Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zuständig ist.

Die Agentur liefert damit einen wesentlichen Beitrag zum strategischen Rahmen der Europäischen Kommission für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 2014-2020, sowie zu anderen einschlägigen Programmen der EU. Mit ausgewählten Kampagnen werden wichtige Themen des Arbeitsschutzes aufgegriffen um besonders die kleinen und mittleren Betriebe für die vielfältigen Bereiche des Arbeitsschutzes zu sensibilisieren.

Für die Jahre 2018 und 2019 hat die europäische Agentur die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“ ausgerufen. Gefahrstoffe stellen nach wie vor ein großes Problem für Sicherheit und Gesundheit von Millionen von Arbeitnehmern in Europa dar. So haben viele Arbeitnehmer häufiger Kontakt mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz als sie denken. Auch das Ausmaß der Exposition und die damit verbundenen Risiken werden oft unterschätzt oder einfach ignoriert.

Gefährliche Substanzen bei der Arbeit können nicht nur eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen und Krankheiten verursachen, sondern stellen auch erhebliche Sicherheitsrisiken dar.

Bewusstsein soll geschärft werden

Mit der Kampagne 2018 - 2019 sollen das Bewusstsein für die von gefährlichen Substanzen ausgehenden Gefährdungen geschärft und die Risikoprävention verbessert werden. Die Kampagne hat folgende Schwerpunkte:

  • Sensibilisierung für die Bedeutung der Prävention gegenüber Risiken, die von gefährlichen Stoffen ausgehen
  • Förderung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Information über praktische Instrumente und Austausch von „best practise“ Beispielen um gefährliche Stoffe am Arbeitsplatz zu ersetzen oder zu beseitigen und die Einhaltung der Hierarchisierung von vorgeschriebenen Präventionsmaßnahmen zu gewährleisten
  • Sensibilisierung für die Risiken, die mit der Exposition gegenüber Karzinogenen am Arbeitsplatz verbunden sind, insbesondere eine stärkere Fokussierung auf Beschäftigte mit besonderen Bedürfnissen und höherer Gefährdung
  • Verbesserung der Kenntnisse über den geltenden Rechtsrahmen zum Arbeitnehmerschutz

Die europaweite Kampagne beginnt am 24. April 2018. Als offizielle deutscher Vertreter der EU - OSHA in Deutschland fungiert seit dem Jahre 2015 die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die BAuA forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, berät die Politik und stellt umfangreiche Publikationen zum Thema auf ihrer Internetseite bereit.

Quelle: TÜV Rheinland Consulting GmbH