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DIHK-Bilanz nach einem Jahr Trump

Berlin (22.01.2018) - Ein Jahr Donald Trump als US-Präsident. Die von ihm ausgegebene Maxime 'America first' und ihre Folgen für die deutsche Wirtschaft kommentiert Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Schweitzer: "Das erste Jahr der Trump-Regierung hinterlässt bei den deutschen Unternehmen gemischte Gefühle. Die transatlantischen Beziehungen sind für unsere Wirtschaft von zentraler Bedeutung, auch 2017 liegen die USA an erster Stelle der deutschen Exportmärkte.

Verunsicherung

Aber gerade in der Handelspolitik dominiert das Prinzip 'America first'. Die Töne, die aus Washington zur Weiterentwicklung der WTO und zur Nafta sowie zu unseren Exportüberschüssen kommen, verunsichern daher die international agierende deutsche Wirtschaft.

Strengere Visa-Vorgaben belasten schon heute etliche Unternehmen in den USA. Unklar ist noch immer, wann es zur dringend notwendigen Modernisierung der dortigen Infrastruktur kommt – und wie ein solches Infrastrukturprogramm finanziert werden soll. Der Finanzierungsspielraum hierfür dürfte durch die jüngste, groß angelegte Steuerreform eher kleiner werden.

Die steuerliche Belastung auch der deutschen Unternehmen vor Ort wird durch diese Reform allerdings unter dem Strich spürbar sinken. Nicht zuletzt deswegen erwartet die deutsche Wirtschaft auch 2018 eine positive Entwicklung ihrer US-Geschäfte – wie eine aktuelle Umfrage der deutschen Handelskammern in den Staaten zeigt."