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Brexit: Bayerische Wirtschaft: Schneller Abschluss der Brexit-Verhandlungen

München (19.06.2018) - Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) fordert einen schnellen Abschluss der Brexit-Verhandlungen, um die anhaltende Unsicherheit im Großbritannien-Geschäft zu beenden.

Für viele bayerische Unternehmen seien die Auswirkungen des Brexit völlig unklar, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. Dies gaben 42 Prozent der Betriebe in einer BIHK-Umfrage an. Nur ein Viertel geht davon aus, nicht vom Brexit betroffen zu sein. Ein weiteres Viertel hat sich noch gar nicht mit dem Brexit befasst. Nur 11 Prozent der Firmen betrachten sich als gut auf die Brexit-Folgen vorbereitet. "Wir befürchten, dass vielen Betrieben die Tragweite des britischen EU-Austritts noch nicht bewusst ist", sagt Sasse. Der BIHK-Präsident weist darauf hin, dass mit einem harten Brexit umfangreiche zollrechtliche Vorschriften für den Warenverkehr zum Zuge kommen können, mit denen viele kleine und mittlere Unternehmen bislang überhaupt keine Erfahrungen haben. "Seitdem Großbritannien Ende März 2017 seinen EU-Austritt erklärt hat,  sind die Wirtschaftsbeziehungen zu Bayerns aktuell viertwichtigstem Exportmarkt bereits spürbar eingebrochen", beklagt der BIHK-Präsident. 2017 exportierten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 13,9 Milliarden Euro nach Großbritannien, ein Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sasse weist in Brüssel auf Sorgen der Unternehmer hin

Auf der Veranstaltung "Next Stop Brexit – Kann sich die Wirtschaft auf den Brexit vorbereiten?" heute Abend in der Bayerischen Vertretung in Brüssel wird der BIHK die Sorgen der bayerische Unternehmen überbringen und den Stand der Brexit-Verhandlungen mit Vertretern der EU-Kommission und aus dem EU-Parlament besprechen.

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