Bayerns Exporteure im Aufwind

München (16.09.2013) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sieht die exportorientierte bayerische Industrie bestens gerüstet. „Die neuen Außenhandelszahlen belegen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der weiß-blauen Unternehmen in einem schwierigen Umfeld.

Trotz anhaltender Eurokrise und nachlassender Dynamik in den Schwellenländern wurden im 1. Halbjahr 2013 dank guter Nachfrage aus den USA 1,3 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Es zahlt sich wieder einmal aus, dass Bayerns Exporteure in aller Welt breit aufgestellt sind“, betont Zeil. Auch die Importe legten um 1,4 Prozent zu. „Während deutschlandweit die Ex- und Importe noch rückläufig waren, war der bayerische Außenhandel zuletzt bereits wieder im Aufwind. Bayern erweist sich damit einmal mehr als ein solider Stabilitätsanker in Europa“, so der Wirtschaftsminister.Positiv stimmt auch, dass die Unternehmer in den kommenden Monaten mit weiteren Impulsen im Exportgeschäft rechnen und ihre Produktion entsprechend ausweiten wollen. „Ein neuer Außenhandelsrekord 2013 kommt in Reichweite. Auf diesem Weg werden wir den Unternehmen mit unserer bewährten Außenwirtschaftsförderung weiter zur Seite stehen, um ihnen neue Tore in alle Welt zu öffnen. Die globalen Außenhandelsbeziehungen Bayerns sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand im Freistaat. Dafür müssen wir den Firmen weiterhin gute Standortbedingungen bieten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Die erreichten Erfolge dürfen wir nicht durch Steuererhöhungsorgien, wie von Rot-Grün geplant, aufs Spiel setzen“, ist Zeil überzeugt.Die USA, China und das benachbarte Österreich bleiben laut den vorläufigen Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung die wichtigsten Exportmärkte für den Freistaat. Insbesondere die Ausfuhren in die USA haben mit einem Wachstum von 5,2 Prozent maßgeblich zur positiven Halbjahresbilanz beigetragen. „Erfreulich ist, dass nun auch die Ausfuhren in die europäischen Nachbarländer wieder zugenommen haben. So stiegen die Exporte in die Eurozone im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent. All das trägt zur anziehenden konjunkturellen Dynamik im Freistaat bei“, erklärt der Minister.Die bayerischen Ausfuhren wurden im 1. Halbjahr 2013 unverändert durch den Export von Fahrzeugen angeführt, der knapp ein Drittel der Ausfuhren des Freistaats ausmacht. Die bayerischen Hersteller konnten dabei mittlerweile den schwierigen Jahresstart überkompensieren (Wachstum +2,8 Prozent). An Bedeutung gewonnen haben zudem die Ausfuhren chemischer Erzeugnisse (+12,2 Prozent). Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren Bayerns im 1. Halbjahr 2013 auf 83,5 Milliarden Euro. Die Einfuhren erreichten einen Wert von 73,5 Milliarden Euro.Laut der aktuellen Umfrage des ifo-Instituts zur konjunkturellen Entwicklung in Bayern (ifo-Konjunkturtest Bayern August 2013) überwiegen zudem die positiven Exporterwartungen für die kommenden Monate (Saldenwert +12,1 Punkte). Die Produktionspläne unter den befragten Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes drehten im August klar in den expansiven Bereich (Saldenwert +5).