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Umsatzsteuer

Wer als Unternehmer Waren innerhalb des EU-Gemeinschaftsgebietes importieren oder exportieren muss, muss zusätzlich zur Steuernummer eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) beantragen.

Die USt-IdNr. ist eine eigenständige Nummer, die Unternehmerinnen und Unternehmern zusätzlich zur Steuernummer erteilt wird. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergibt die USt-IdNr. auf Antrag (§ 27a UStG).

Nähere Informationen finden Sie hier.

Umsatzsteuer-Umrechnungskurs

Werte in fremder Währung sind zur Berechnung der Steuer und der abziehbaren Vorsteuerbeträge auf Euro umzurechnen. Die hierzu geltenden Durchschnittskurse gibt das Bundesministerium der Finanzen jeden Monat öffentlich bekannt. Nebenstehend können Sie die Kurse abrufen. Die IHK für München und Oberbayern gilt einen Überblick über die Umsatzsteuer-Umrechnungskurse.

Weitere Informationen über:

Vorsteuervergütung durch ausländische Staaten

Sie oder Ihre Mitarbeiter haben im Rahmen von Geschäftstätigkeiten z.B: in einem EU Mitgliedsstaat oder in einem Drittland getankt, übernachtet oder Maut bezahlt? Dann sollten Sie sich auf den Seiten des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) über die Vorsteuervergütung an deutsche Unternehmer durch ausländische Staaten informieren.
 
Beantragungsverfahren (EU)
Die Anträge auf Vorsteuervergütung sind elektronisch über das BZSt-Online-Portal einzureichen. Papieranträge sind nicht zulässig. Das BZSt prüft, ob der Antragsteller im beantragten Vergütungszeitraum zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und ob ihm die im Antrag angegebene Steuernummer/Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zugeordnet ist. Das BZSt entscheidet dann innerhalb von 15 Tagen über die Weiterleitung des Antrags an den Erstattungsstaat, also den Staat, in dem die Umsatzsteuer vom Unternehmer gezahlt wurde.
Grundsätzliche Informationen und Besonderheiten im Verfahren, die bei der Antragstellung in den anderen EU-Mitgliedstaaten zu beachten sind, finden Sie in der sogenannten „Präferenzliste“. Hier wird gelistet, ob elektronische Kopien der Originalrechnungen erforderlich sind, wie hoch die Grenzwerte in nationaler Währung sind etc. Die Liste finden Sie auf dieser BZSt.-Seite.
 
Beantragungsverfahren (Drittland)

Inländische Unternehmer, die im Drittland Lieferungen oder sonstige Leistungen beziehen, können die Erstattung der ihnen in Rechnung gestellten Vorsteuern dort direkt beantragen. Die für die Antragstellung erforderlichen Formulare, soweit diese dem BZSt bekannt sind, finden Sie auf dieser BZSt-Seite.


Umsatzsteuerlichen Bestimmungen beim Internet-Versandhandel

Eine steuerfreie Ausfuhrlieferung nach § 6 Abs. 3a Umsatzsteuergesetz gilt nur für Lieferungen, die der Abnehmer im persönlichen Reiseverkehr ausführt. Dies setzt regelmäßig ein Geschäft über den Ladentisch voraus, wobei allein der Abnehmer die Beförderung des Liefergegenstands übernimmt.
Für Fälle des Internet-Versandhandels kommt nach aktueller Auslegung keine Steuerbefreiung in Betracht, da es sich insbesondere um keine Einkaufsfahrt handelt (Abnehmer bestellt die Ware regelmäßig vom Drittland aus und hat sie auch bereits dort gekauft).
Allenfalls kommt unter den allgemeinen Voraussetzungen und bei Vorliegen der erforderlichen beleg- und buchmäßigen Nachweise die Steuerbefreiung für Ausfuhrlieferungen in Versendungsfällen nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 Umsatzsteuergesetz in Betracht.