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Forschung, Entwicklung und Innovation

Zum 1. Januar 2014 ist das neue europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon 2020, gestartet. Seine Laufzeit beträgt sieben Jahre und es verfügt über ein Budget von rund 80 Milliarden Euro. Es ersetzt das 7. Forschungsrahmenprogramm und integriert darüber hinaus weitere EU-Förderinstrumente, u.a. ist auch das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) Bestandteil. Des Weiteren zeichnet es sich durch zahlreiche Neuerungen in strategischer, inhaltlicher und administrativer Hinsicht aus.

Ziel:
Horizon 2020 ist Teil der Europa-2020-Strategie. Es vereint erstmals Forschung & Innovation. Durch intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum möchte es Europa im internationalen Wettbewerb nach vorne bringen und dazu beitragen, wirtschaftliche Krisen zu überwinden. Zudem soll es den Arbeitsmarkt ankurbeln. Um dies zu erreichen, deckt ein spezifisches Programm – Horizon 2020 – die gesamte Innovationskette ab, von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung. Darüber hinaus setzt es im Vergleich zum 7. Forschungsrahmenprogramm viele Vereinfachungen um, etwa ein einheitliches Regelwerk und in der Regel einen einheitlichen Fördersatz.

Horizon 2020 für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Attraktiver als noch das 7. Forschungsrahmenprogramm präsentiert sich Horizon 2020 für KMU. Sie gelten als Innovationsmotor in der EU, schaffen Arbeitsplätze und stellen sicher, dass Forschungsergebnisse schnell in marktfähige Produkte bzw. neue Dienstleistungen überführt werden und somit den europäischen Bürgern zugutekommen. Deshalb nehmen sie unter dem neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation eine Sonderstellung ein:

In den Säulen 2 und 3 sind insgesamt 20 Prozent der Fördermittel für KMU vorgesehen; sieben Prozent sind dabei in einer spezifischen Förderschiene verankert, welche ausschließlich KMU offen steht. Generell ist in europäischen Forschungskonsortien die Einbindung von KMU meist unerlässlich. Hierbei muss es sich aber um Unternehmen handeln, die im Rahmen eines Konsortiums international, langfristig und mit einer strukturierten Zielsetzung arbeiten, nicht um KMU, die kurzfristig ein neues Produkt einführen möchten.

Horizon 2020 kennt bei forschungsorientierten Aktivitäten hinsichtlich des Fördersatzes
keinen Unterschied mehr zwischen Hochschulen und Unternehmen: die direkten Kosten
werden hier zu 100 Prozent übernommen.
An ausschließlich hochinnovative KMU richtet sich ein neues Förderinstrument – das
„SME Instrument“. Es gliedert sich in drei Förderphasen. Die erste Phase unterstützt
Machbarkeitsstudien. Die zweite fördert Forschung und Entwicklung sowie
Demonstrationsvorhaben und Aktivitäten zur Markteinführung. Die dritte Phase schließt
die Vermarktung des Produkts ein.

Eine weitere Neuerung unter Horizon 2020 ist, dass die Europäische Kommission auch einen besseren Zugang zu Risikokapital für hochinnovative KMU ermöglicht. Die Europäische Investitionsbank sowie der Europäische Investitionsfonds bieten entsprechende Kredite an. Für die Abwicklung arbeiten die beiden Institutionen mit Partnern in den jeweiligen Ländern zusammen. In Bayern sind dies beispielsweise die Bayerische Landesbank oder die LfA Förderbank Bayern.

Weitere Informationen finden Sie im Facsheet Horizon 2020 der Bayerischen Forschungsallianz.

Zum Horizon-Portal gelangen Sie hier.

Ihre Ansprechpartner für Horizon 2020 in Bayern sind die Bayerische Forschungsallianz und Bayern Innovativ.