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Exportbericht Frankreich

Kompletter Exportbericht zum Download (PDF) - Stand Februar 2011

Inhalt:

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
WIRTSCHAFT IM ÜBERBLICK
AUSSENHANDEL
AUSSENHANDEL MIT DEUTSCHLAND
AUSSENHANDEL MIT BAYERN
GESCHÄFTSABWICKLUNG UND MARKTBEARBEITUNG

  • e-trade-center (www.e-trade-center.com)
  • Liefer-, Leistungs- und Zahlungsbedingungen
  • Bank- und Finanzwesen
  • Wichtigste Geschäftsbanken
  • Verkehr, Transport, Logistik

INFORMATIONEN ZUM ZOLL- UND AUSSENHANDEL

  • Steuern und Abgaben
  • Zoll und Außenhandelsregime

RECHTSINFORMATIONEN

  • Handelsrecht und gewerbliche Bestimmungen
  • Firmengründung
  • Patent-, Marken- & Musterrecht
  • Lizenzvergabe
  • Eigentum und Forderungen
  • Vertretungsvergabe
  • Arbeits- & Sozialrecht
  • Schiedsgerichtsbarkeit

INFORMATIONEN FÜR GESCHÄFTSREISEN
REISETIPPS
LINKS
WEITERE INFORMATIONEN UND VERÖFFENTLICHUNGEN

Auszüge:

WIRTSCHAFT IM ÜBERBLICK
Frankreich zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsmächten der Welt. Es rangiert in der Liste des IMF 2009 auf Platz 5 weltweit. Beim BIP pro Kopf liegt es an 41. Stelle. Obschon es auch in der Landwirtschaft zu den Großmächten Europas gehört, trägt dieser Sektor nur 1,8% zum BIP bei, der Anteil der Industrie beläuft sich auf 19,3% und der Dienstleistungssektor trägt 78,9% zum BIP bei (CIA Factbook 2009).

Aufgrund der traditionell tragenden Rolle der Inlandsnachfrage musste Frankreichs Wirtschaft in den Rezessionsjahren 2008 und 2009 weniger leiden. Erwähnenswert ist hierbei, dass auch die Millionen ausländischer Touristen, die Frankreich jedes Jahr besuchen - 74 Mio. Touristen pro Jahr - einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Steigerung des privaten Konsums leisten.

Auch die geringe Bedeutung der exportorientierten Investitionsgüterindustrie verschonte Frankreichs Wirtschaft vor einem zu starken Rückfall. Gleichzeitig bedeutet dies im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten, die von der wiederauflebenden Auslandsnachfrage stark profitieren, ein langsameres Wachstum in Frankreich.

Bei der Betrachtung der BIP-Verwendung fällt im Vergleich zu anderen Ländern aber der relativ hohe Anteil an Bruttoanlageinvestitionen (20,2%) auf; der private Verbrauch liegt bei 56,7%; der öffentliche Verbrauch bei 23,1%.

Automobilindustrie
2009 wurden in Frankreich fast 2,27 Millionen Pkw verkauft, die höchsten Absatzzahlen seit 1990. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der französische Automobilmarkt eine Steigerung um 10,7% verzeichnen. Des Weiteren konnten die französischen Hersteller (Peugeot, Citroën und Renault) mit einem Marktanteil von 54% ihren Binnenmarkt zurückerobern. Diese Zahlen wurden hauptsächlich dank eines absatzstarken zweiten Halbjahres erreicht, und können zweifellos der Verschrottungsprämie und einer sich langsam erholenden Wirtschaftslage zugeschrieben werden.
Kleinwagen und energiesparende Modelle kamen 2009 auf einen Marktanteil von 57%. Zwei Jahre zuvor waren es lediglich 45%. Alle anderen Fahrzeugtypen hatten jedoch Rückgänge zu verzeichnen, wie zum Beispiel die untere Mittelklasse (VW Golf, Renault Mégane, etc.), deren Verkaufszahlen um 1,4% zurückgingen.
Obwohl die Prämie auch in diesem Jahr weitergezahlt wird, auch wenn sie um 300 EUR auf 700 EUR gekürzt wurde, werden dieses Rekordergebnis wohl kaum zu wiederholen sein. In den nächsten zwei bis drei Monaten rechnen die Hersteller – aufgrund der wegen der angekündigten Prämienreduktion vorgezogenen Bestellungen von Ende 2009 - zwar noch mit einer vollen Auslastung ihrer Kapazitäten, der französische Markt wird jedoch danach die Nachwirkungen dieser vorgezogenen Bestellungen zu spüren bekommen. Laut Schätzungen wird die Anzahl an verkauften Pkw 2 Millionen nicht überschreiten, was einem Rückgang von 10% entspräche.

Chemische Industrie
Unter dem allgemein morosen Wirtschaftsklima hat auch die franz. Chemieindustrie 2009 sehr gelitten, ganz besonders die von der Automobil- und Bauindustrie abhängigen Sektoren. Die Chemieproduktion ist 2009 um 9,7% geschrumpft, das ist der stärkste Rückgang seit 20 Jahren.
Trotzdem bleibt die chemische Industrie einer der tragenden Bereiche der Volkswirtschaft. Sie hat 2008 mit 18,5 Mrd. EUR zum BIP beigetragen und erhält 182 140 direkte Arbeitsplätze. Sie war 2009 der wichtigste Exportposten mit 13,4% der Industrieproduktion. Mit einem Handelsbilanzüberschuss von 5,1 Mrd. EUR nimmt sie hinter der Luftfahrt- und Pharmaindustrie den dritten Platz ein.

AUSSENHANDEL
- Wichtigste Einfuhrwaren
Die wichtigsten französischen Importpositionen sind Brennstoffe, Raffinerieprodukte, Automobile, Pharmazeutika, medizinische Apparate, Uhren und chemische Produkte.
- Wichtigste Ausfuhrwaren
Die wichtigsten französischen Exportprodukte sind Flugzeuge und Produkte der Raumfahrt, gefolgt von Pharmazeutika, Lebensmitteln, Fahrzeugen, Parfums, Raffinerieprodukten, Autoersatzteilen und Schmuck.

AUSSENHANDEL MIT DEUTSCHLAND
- Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Deutschland blieb 2009 wichtigster Handelspartner Frankreichs. Frankreich ist Nummer eins bei deutschen Ausfuhren und liegt bei den Einfuhren nach Deutschland an dritter Stelle. Das französische Defizit im bilateralen Handel sank 2009 auf rund 27 Milliarden Euro.
Jeder sechste ausländische Tourist in Frankreich ist Deutscher. Entgegen dem europäischen Trend ist die Zahl deutscher Touristen in Frankreich 2009 weiter gestiegen. Schätzungsweise 150.000 Deutsche leben dauerhaft in Frankreich. Auch der bilaterale Fluss von Investitionen ist auf hohem Niveau stabil. Das Interesse an bilateralem Austausch und Zusammenarbeit ist auch daran zu erkennen, dass es eine Vielzahl von gemeinsamen Aktivitäten und Netzwerken in wirtschaftsrelevanten Bereichen gibt. Frankreich wird Partnerland der Hannover Messe vom 04.-08.04.2011 sein.

Wirtschaftspolitik
Frankreichs Wirtschaftspolitik ist in erster Linie auf Investitionen in die produzierende Industrie und die Infrastruktur sowie in moderne Zukunftstechnologien und weniger auf die Ankurbelung des Konsums ausgerichtet. Dennoch wird Frankreichs Wirtschaft von einer hohen nationalen Nachfrage getragen. Sie ist weniger von der Auslandsnachfrage abhängig.
Die Bemühungen der französischen Regierung richten sich daher vordringlich auf die Konsolidierung der französischen Wirtschaft. Die französische Strategie der Rezessionsbekämpfung hat einen beachtlichen Anstieg der Staatsverschuldung mit sich gebracht, die die Regierung in den nächsten Jahren rasch abbauen möchte, wobei Sie auf einen Abbau von unzähligen Steuernischen und teilweise auf – versteckte – Steuererhöhungen setzt.
Einsparungen bei den staatlichen Ausgaben und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft sollen in den Vordergrund gestellt werden. Das Ziel des in den Maastricht Kriterien vorgesehenen maximalen Budgetdefizits von 3% soll bereits 2013 wieder erreicht werden.

RECHTSINFORMATIONEN
- Kurze Charakteristik
Das französische Recht basiert im Wesentlichen auf dem Code Napoléon. Das französische Gerichtswesen ist ähnlich dem deutschen organisiert. Für alle Handelssachen einschließlich Konkursverfahren ist das mit Laienrichtern besetzte Handelsgericht (Tribunal de Commerce) zuständig. Es ist empfehlenswert, in Rechtsfragen die AHK Frankreich zu kontaktieren, die nötigenfalls die Verbindung mit deutschsprachigen Anwaltskanzleien herstellen kann.

Kompletter Exportbericht zum Download (PDF) - Stand Februar 2011


Stand: Februar 2011

Grundlage dieser Broschüre ist der AWO-Länderreport Frankreich, der freundlicherweise von AUSTRIAN TRADE zur Verfügung gestellt wurde. AUSTRIAN TRADE ist die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich.
Die Überarbeitung erfolgte durch das AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUM BAYERN (AWZ).

Herausgeber, Medieninhaber (Verleger) und Hersteller: AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)
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Die Unterlage zu dieser Veröffentlichung stellte das zuständige AußenwirtschaftCenter zur Verfügung.
Hinweis: Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit werden geschlechtsspezifische Bezeichnungen nur in ihrer männlichen Form angeführt.
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