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Exportbericht Indien

Kompletter Exportbericht zum Download (PDF) - Stand Oktober 2011

Inhalt:

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN
AUSSENHANDEL MIT DEUTSCHLAND
AUSSENHANDEL MIT BAYERN
INFORMATIONEN ZUR GESCHÄFTSABWICKLUNG UND MARKTBEARBEITUNG

  • e-trade-center (www.e-trade-center.com)
  • Normen
  • Liefer-, Leistungs- und Zahlungsbedingungen
  • Zahlungskonditionen
  • Bank- und Finanzwesen
  • Verkehr, Transport, Logistik

STEUERN UND ZOLL

  • Steuern und Abgaben
  • Zoll und Außenhandelsregime
  • Behandlung nicht abgenommener Waren

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

  • Handelsrecht und gewerbliche Bestimmungen
  • Firmengründung
  • Patent-, Marken- & Musterrecht
  • Lizenzvergabe
  • Eigentum und Forderungen
  • Vertretungsvergabe
  • Arbeits- & Sozialrecht
  • Schiedsgerichtsbarkeit

DEUTSCH-INDISCHE HANDELSKAMMER
LINKS
ERGÄNZENDE AUSKÜNFTE

Auszüge:

WIRTSCHAFTSINFORMATIONEN

- Kurze Charakteristik
Seit 1991 wurden tiefgreifende Wirtschaftsreformen durchgeführt, die wesentliche Vereinfachungen und Liberalisierungen der Industrie- und Außenhandelspolitik, im Besonderen bei den Bestimmungen für Joint Ventures und Technologietransfers, bewirkt haben. Die indische Rupie ist jedoch weiterhin nur für Handelstransaktionen konvertibel. Indien ist ein Schwellenland, in dem 17 % des Bruttoinlandproduktes von der Landwirtschaft erwirtschaftet wird, von der noch immer ca. 60 % der Bevölkerung leben. Indien erzeugt aber auch Computer, hochtechnische Maschinen und Anlagen, Flugzeuge und militärische Ausrüstungen (Industrie: 19 % des BIP, Dienstleistungen: 64 % des BIP).
Das indische Wirtschafts- und Finanzjahr läuft jeweils vom 1. April bis zum 31.März.

- Wirtschaftslage und Perspektiven
Die indische Wirtschaft lief in den Jahren 2003-2008 auf Hochtouren und wurde durch die weltweite Wirtschaftskrise 2009 in ihrem Wachstum zwar gebremst, aber keineswegs aufgehalten. Der Wirtschaftsboom ist von einer starken Inlandsnachfrage und einer zunehmenden Investitionstätigkeit getragen; die verarbeitende Industrie und der Dienstleistungssektor sind die treibenden Sektoren. Das Ende März abgelaufene WJ (10/11) zeigt ein Wachstum von 8,8% und Experten rechnen damit, dass sich das Wirtschaftswachstum im laufenden WJ 2011/12 aufgrund des hohen Zinsniveaus und der starken Inflation auf 8% einpendelt. Der für die indische Volkswirtschaft sehr bedeutende Landwirtschaftssektor bleibt deutlich hinter der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zurück. Durch ein breites Entschuldungsprogramm für Bauern und diversifizierte Düngemittelsubventionen wird im Rahmen des neuen Budgets versucht, dem Agrarsektor einen Wachstumsimpuls zu geben.

AUSSENHANDEL MIT DEUTSCHLAND
Deutschland ist Indiens wichtigster Handelspartner innerhalb der EU und steht als Lieferant sowie als Abnehmer indischer Waren weltweit an 8. Stelle. Seit Beginn der indischen Reformpolitik 1991 hat das bilaterale Handelsvolumen rasant zugenommen. Angesichts der erheblichen Wachstumschancen wird eine Steigerung des Handelsvolumens auf 20 Mrd. Euro Ende 2012 angestrebt.

Unser Handelsüberschuss von ca. 3 Mrd. € zeugt von hoher indischer Nachfrage insbesondere nach deutschen Investitionsgütern (Maschinen), die etwa 1/3 am Gesamtexport nach Indien  ausmachen, und Kraftfahrzeugen. Bedeutsame Warengruppen im bilateralen Handel sind auch chemische und elektrotechnische sowie feinmechanische und optische Erzeugnisse. Kräftige Steigerungsraten sind bei Luftfahrzeugen, Nahrungsmitteln, Kraftfahrzeugen, Maschinen, Elektrotechnik sowie Optik zu verzeichnen.
Der Schwerpunkt indischer Exporte nach Deutschland lag im Textilbereich, gefolgt von chemischem Erzeugnissen, Lederwaren, Nahrungsmitteln, Eisen und Eisenwaren sowie Fahrzeugen.

Wirtschaftspolitik
Die Wirtschaftspolitik Indiens ist eine gelenkte Volkswirtschaft. Aus der sozialistischen Prägung (1947-91) datiert noch das Konzept der Fünfjahrespläne (dzt. 11. Fünfjahresplan, 2008-2012), die Betonung der Schwerindustrie, der Arbeitnehmerschutz sowie der schwerwiegende staatliche Einfluss. Seit 1991 kam es zu einer Liberalisierung (Außenhandel, Bankensektor, Auslandsinvestitionen,…). Die derzeitigen Bemühungen der Regierung um Premierminister Manmohan Singh (von 92-97 bereits Finanzminister) drehen sich um die Eindämmung des Budgetdefizits, das Drosseln der Inflation sowie einer Steuerreform. Dies neben den sozialen Zielen, wie Bildung und Arbeit für alle.

Empfohlene Vertriebswege
Die enorme Anzahl und weite Streuung der Kunden in Indien, machen den Vertrieb zu einer großen Herausforderung. Während 70 % der Bevölkerung auf dem Land leben und obwohl der kaufkräftige Mittelstand hauptsächlich in den urbanen Zentren zu finden ist, gewinnen durch das rasche Wachstum in den letzten Jahren kleinere ländliche Gebiete mehr und mehr an Bedeutung.

Hochwertige Güter
Bei hochwertigen Gütern mit geringen Stückzahlen ist der Vertriebsweg in Indien ähnlich wie in anderen Ländern, die Distribution kann durch ein gut trainiertes Sales-Personal von einer Vertriebsniederlassung aus erfolgen - es sollte nur berücksichtigt werden, dass mitunter lange Reisezeiten anfallen, da die wirtschaftlichen Zentren in Indien weit auseinander liegen. Produkte werden entweder direkt an den Endkonsumenten verkauft, oder an spezialisierte Händler.

Massenprodukte
Derzeit gibt es in Indien geschätzte zwölf Millionen Einzelhandelsunternehmen, in der Regel Familienbetriebe. Bei Massenprodukten wird in Indien daher in der Regel auf ein dreistufiges Vertriebssystem gesetzt. Der Produzent liefert an große Lagerhalter, sog. Redistribution Stockists (RS). Diese beliefern Großhändler, die dann die Ware an die unzähligen Einzelhändler weiterverteilen.
Zur Veranschaulichung: Ein Produzent aus dem Fast Moving Consumer Goods-Sektor, der sein Produkt in ganz Indien verkaufen will, beliefert rund 60 Redistribution Stockists, diese verkaufen das Produkt an je 100 bis 450 Großhändler, welche das Produkt an bis zu 750.000 Einzelhändler weiterverkaufen.

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Kurze Charakteristik
Das indische Rechtssystem beruht weitgehend auf angelsächsischen Wurzeln und die Gesetze selbst entsprechen durchwegs dem westlichen Standard. Allerdings ist die Beilegung von Streitigkeiten auf gerichtlichem Weg überaus langwierig und mit sehr hohen Kosten verbunden. In Verträge sollte daher auf jeden Fall eine Schiedsgerichtsklausel aufgenommen werden. Im Streitfall ist eine Lösung auf dem Vergleichswege meist billiger.

Devisenrecht
Das Devisenrecht richtet sich nach dem Foreign Exchange Management Act (FEMA), 1999. Die indische Rupie ist nur für Handelstransaktionen frei konvertierbar. Die Ein- und Ausfuhr indischer Rupiennoten und -münzen ist grundsätzlich verboten. Der Import ausländischer Zahlungsmittel ist unbeschränkt möglich, muss jedoch, falls der Betrag USD 10.000 übersteigt, deklariert werden. Valuta dürfen nur bei staatlich autorisierten Stellen umgetauscht werden.

Kompletter Exportbericht zum Download (PDF) - Stand Oktober 2011


Stand: Februar 2011

Grundlage dieser Broschüre ist der AWO-Länderreport Frankreich, der freundlicherweise von AUSTRIAN TRADE zur Verfügung gestellt wurde. AUSTRIAN TRADE ist die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich.
Die Überarbeitung erfolgte durch das AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUM BAYERN (AWZ).

Herausgeber, Medieninhaber (Verleger) und Hersteller: AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) Wiedner Hauptstraße 63, Postfach 150, 1045 Wien,
Redaktion: AWO-Publikationen, Telefon: 05 90 900-4321, 4214, Telefax: 05 90 900-255,
E-Mail: awo.publikationen@wko.at, Internet: http://wko.at/awo
Die Unterlage zu dieser Veröffentlichung stellte das zuständige AußenwirtschaftsCenter zur Verfügung.
Hinweis: Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit werden geschlechtsspezifische Bezeichnungen nur in ihrer männlichenForm angeführt.
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