Fokus auf... Bavaria goes Gulf

München (Juni/Juli 2014) - Die Länder des Golfkooperationsrates (GCC) bleiben weiterhin und seit mehreren Jahren in Folge ein sehr bedeutender Absatzmarkt für deutsche Exporte. Auch in 2013 nahm der GCC Rang 3 auf der Hitliste des außereuropäischen Exportgeschäftes ein.

Die deutschen Exporte in diesen Raum erzielten in 2013 ein Absatzvolumen von 23 Mrd. Euro und damit verzeichneten sie einen Anstieg von 6% gegenüber 2012.

Dabei gingen die meisten Exporte mit 9,94 Mrd. Euro in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), dem traditionellen Spitzenreiter in den Reihen der GCC Länder. Nicht nur der „Arabische Frühling“ hat sich positiv auf den Tourismus in Dubai niedergeschlagen, auch die Weltausstellung, die in 2020 von Dubai ausgerichtet wird, haben dem Invesititonsklima und neuen Projekten rund um den Transport-, und ebenfalls dem Immobiliensektor neue Impulse geliefert. In Abu Dhabi, dem finanzkräftigsten Emirat finden sich neben den konventionellen, energieintensiven Industriezweigen rund um die Gas- und Ölförderung auch namhafte Kulturprojekte (u.a. der Bau des Guggenheim Museums und dem Louvre) wieder. Basierend auf einer hervorragend geografischen, logistischen Lage profitiert Abu Dhabi von einem aufsteigenden Industriezweig, der Luftfracht.

Nicht zu vernachlässigen sind die Boom-Länder wie Katar, Oman und Kuwait, die den deutschen Unternehmen sehr gute Marktchancen gerade im Hinblick auf die amibitionierten Diversifizierungsspläne in diesen Staaten bieten. Langfristig unabhängiger von den Öl- und Gaseinnahmen zu werden, stellt ein wesentliches Ziel dar und verbalisiert sich in den verschiedenen offiziellen Visionen der einzelnen GCC Mitglieder (z.B. Vision 2030 in Katar). Die Marktpotentiale sind noch lange nicht erschöpft, dennoch ist der Marktzugang nicht immer leicht und transparent. Um deutschen Unternehmen einen besseren Zugang durch eine qualifizierte Beratung zu diesen Märkten zu gewähren, hat die Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK) mit Sitz in den VAE und ihren Repräsentanzbüros in Katar und Oman und der Vertretung in Kuwait ein deutsches Verbindungsbüro in der IHK für München und Oberbayern etabliert. Das Büro „Gulf Project Partner e.V.“ dient zur Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern der unteren Golfregion und bietet eine umfangreiche Palette an Dienstleistungen, u.a. interessante Informationsveranstaltungen, Seminare und Workshops für deutsche mittelständische Unternehmen an.

Auch die Industrie- und Handelskammern in Bayern haben die Wichtigkeit des Marktes in der Golfregion erkannt und zur Intensivierung der Geschäftsbeziehungen im Frühjahr 2014 in Kooperation mit Gulf Project Partner e.V. eine Initiative namens „Bavaria goes Gulf“ ins Leben gerufen. Diese Inititative unterstützt bayerische Unternehmen mit gebündelten Fachveranstaltungen und Unternehmerreisen zu der unteren Golfregion. Der Fokus liegt dabei auf aktuellen und gleichzeitig relevanten Sektoren für Bayern, wie z.B. Logistik, Umwelttechnologien und Transport.

Kontakt: Gulf Project Partner e.V. Yasmin Fürstmann c/o IHK für München und Oberbayern, Balanstr. 55-59, 81541 München, Tel: 089-45668700 Yasmin.fuerstmann@gulfprojectpartner.com www.gulfprojectpartner.com

 

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