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Fokus auf... Slowenien

Lubljana - Seit der Unabhängigkeit von Ex- Jugoslawien hat sich Slowenien ständig weiterentwickelt und als ehemaliger wirtschaftlicher Motor Jugoslawiens das Niveau der anderen EU Mitgliedsländer in Rekordtempo erreicht.

Fokus auf... Slowenien

Seit dem Beitritt zur EU hat sich Slowenien zu einem wirtschaftlich sehr dynamischen und erfolgreichen Land entwickelt. Slowenien ist nicht nur aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage ein attraktiver Standort-

Auch die geografische Lage mit dem Adria-Hafen in Koper, den Nachbarländern Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien verschafft Slowenien günstige Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu den EU-Mitgliedsstaaten und insbesondere den Ländern Südosteuropas.

Slowenien besitzt eine gute Verkehrsinfrastruktur mit einem Autobahnnetz, Zug- und Busverbindungen besonders in den größeren Städten und dem internationalen Flughafen in der Nähe von Ljubljana und zwei kleineren in Maribor und Portorož.

Der Hafen in Koper ermöglicht Slowenien über die Adria Überseeverbindungen in die ganze Welt.  

Wie beurteilen Deutsche Unternehmen in Slowenien den Markt?

Um die Unternehmenslage der deutschen Firmen vor Ort einschätzen zu können, führte die Deutsch- Slowenische Industrie und Handelskammer eine jährliche Konjunkturumfrage bei den deutschen Unternehmen in Slowenien durch.

Die deutschen Unternehmen in Slowenien haben in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten und Handelsmargen verzeichnen können. Für das Jahr 2008 bewerten die befragten deutschen Unternehmen in Slowenien die Lage in ihren Unternehmen weiterhin durchaus positiv. Der Ausblick in die Zukunft ist aber durch die wirtschafts- und Finanzkrise getrübt.

Auch im Jahr 2008 investierten deutsche Unternehmen in Slowenien.

Insbesondere die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind in auch in naher Zukunft interessant für deutsche Investoren. Interessierten deutschen Unternehmen aus diesem Bereich stehen in diesem Jahr zwei AHK-Geschäftsreiseprogramme nach Slowenien zur Verfügung.(Informationen bei der AHK Slowenien) Zunehmend stark ist in Slowenien nach wie vor der Dienstleistungssektor. Von der Krise weitgehend verschont geblieben ist auch die Pharmaindustrie. Dieser Bereich birgt weiterhin Potential in sich.

Gegenwärtige Wirtschaftslage zufrieden stellend

Die Ergebnisse der Umfrage geben einen Überblick über die Stimmung der Unternehmen im Land sowie über die Beurteilung des Wirtschafts- und Investitionsstandorts.

Die gegenwärtige Wirtschaftlage in Slowenien wurde immerhin von 63% der Befragten mit befriedigend bewertet. 34% bewerten die aktuelle Wirtschaftslage allerdings mit schlecht. Eine gute Wirtschaftslage in Slowenien sehen 3%.

Die Prognose für das Jahr 2009 fällt bei den deutschen Unternehmen, die in Slowenien tätig sind, getrübt durch die möglichen Auswirkungen der Krise schlecht aus (93%). Nur  7% gehen von einer unveränderten Lage aus.

Trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Prognosen geben 41% der befragten deutschen Unternehmen in Slowenien an, dass sich ihre Geschäftslage im kommenden Jahr nicht verschlechtern wird. Allerdings gehen 59% von einer Verschlechterung im kommenden Jahr aus.

Große Zufriedenheit mit der politischen Stabilität

Die Zufriedenheit der Befragten mit der politischen Stabilität Sloweniens ist  indes deutlich besser: 86% der Befragten halten sie für mittelmäßig bis sehr gut.

Wichtige Aspekte, die bereits in den Umfragen der vergangenen Jahre kritisch bewertet wurden, sind nach wie vor die Zugänglichkeit zu staatlichen und EU-Fördermitteln. Nach wie vor besteht hier Handlungsbedarf. Eine ähnliche Bewertung erfährt die Zufriedenheit mit dem Faktor Rechtssicherheit. Nur 7% der Befragten sind zufrieden!

Deutsche Unternehmen fordern besseres Krisenmanagement

Die deutschen Unternehmen in Slowenien wünschen sich konkrete Maßnahmen zur Bewältigung der Krise. 59% sprechen sich für eine staatliche Investitionsförderung aus.

Weitere 55% der Unternehmen würden den Zugang zu verbilligten Krediten begrüßen. Eine verbesserte Unterstützung durch die Regierung bei der Arbeitszeitreduzierung (45%) und flexiblere Arbeitszeiten (41%) erwartet der Großteil der befragten Unternehmen. Immerhin 31% wünschen sich mehr Exportfördermittel und Unterstützung bei Messebeteiligungen im Ausland (24%).

Chancen durch die Krise?

Trotz der negativen Zukunftsaussichten und der wirtschaftlichen Probleme die die Unternehmen durch die Krise befürchten sehen immerhin 28% auch Chancen durch die Krise.

48% können sich eventuell vorstellen, dass sich durch die gegenwärtige Lage auch Chancen ergeben!

Slowenien immer noch TOP Standort für deutsche Unternehmen

Im Vergleich zu anderen Standorten erhält Slowenien noch immer Bestnoten. Aber auch Bosnien Herzegowina, Tschechien werden als attraktive Standorte gesehen. Während die Slowakei im Ranking auf Platz 6 rutscht, stieg der Standort Serbien in der Gunst auf Platz 8.

Die Deutsch-Slowenische Industrie und Handelskammer ist erster Ansprechpartner für deutsche Unternehmen die den Markteintritt in Slowenien suchen. Weitere Informationen finden Sie unter www.dihk.si

(Autor: Simon Pöpperl, Marketing und Kommunikation,  Deutsch - Slowenische Industrie und Handelskammer, Kontakt: simon.poepperl@ahkslo.si)

Adressen:

  • Deutsch-Slowenische AHK, Poljanski nasip 6, 1000 Ljubljana, Slowenien, Tel.: +386 1 252 88 60, Fax: +386 1 252 88 69,  E-Mail: ahk@ahkslo.si, www.dihk.si
  • Repräsentanz des HAFEN KOPER: Konrad-Zuse-Platz 1, 81829 München, Tel.: 089/45108879, Fax: 089/4510887920, Mail: muenchen.office@luka-kp.si, www.luka-kp.si
  • Generalkonsulat der Republik Slowenien: Lindwurmstraße 14, 80337 München, Postfach 15 08 29, 80045 München, Telefon: (0 89) 5 43 9819, Telefax: (0 89)5 43 94 83, Mail: kmu@gov.si, Öffnungszeiten: Mo. 09.00 - 12.00; Mi. 09.00 - 12.30 und 15.00 - 17.00 Uhr; Fr. 09.00 - 12.00 Uhr.
  • Slovensko-Bavarski gospodarski klub, Garmischer Str. 4-6, 80339 München, Telefon 089/75 99 87 90, Fax 089/75 94 01 71, info@sbw-club.com

Publikationen:

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