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Fokus auf... Namibia

Nürnberg - Namibia - politisch und wirtschaftlich stabil

Fokus auf... Namibia

Namibia, seit 1990 unabhängig und damit der jüngste der afrikanischen Staaten, hat sich überraschend schnell zu einem politisch und wirtschaftlich stabilen Land gemausert. Es präsentiert sich nicht nur als beliebtes Fernreiseziel sondern in zunehmendem Maße auch als attraktiver Investitionsstandort.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs seit 1998 um durchschnittlich rund 4 Prozent im Jahr. Der Internationale Währungsfonds rechnet auch für 2007 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent. Bei einem Bevölkerungs-wachstum von 1,4 Prozent bedeutet dies einen leichten, aber beständigen Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens, welches derzeit bei cirka 3.300 US-Dollar liegt. 

Der Bergbau ist stärkster Pfeiler der namibischen Wirtschaft und trägt über die Hälfte zum Exportvolumen des Landes bei. Dank seiner großen Diamanten- und Uranerz-Vorkommnisse zählt Namibia zu den 20 führenden Bergbau-Nationen weltweit. Zukunftsweisend ist auch das Kudu Gas Field im Atlantik, in welchem eine derart große Menge an Erdgas eingeschlossen ist, dass Namibia künftig wohl einen Großteil seines Energiebedarfs selbst decken kann.

Namibia ist eines der fünf bedeutendsten Fischerei-Länder der Welt, Fischfang und Fischverarbeitung stellen den zweitwichtigsten Wirtschaftsfaktor des Landes dar. Mit Hilfe ausländischer Investoren will Namibia diesen Sektor noch deutlich ausbauen.

Der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Das Land setzt hierbei nicht auf den Massentourismus, sondern auf Urlauber, die qualitativ hochwertigen und ökologisch verträglichen Urlaub suchen. Da das Land auch bislang weniger frequentierte Regionen für den Tourismus erschließen möchte, bieten sich Investoren zahlreiche Möglichkeiten bei Bau und Einrichtung anspruchsvoller Lodges oder landestypischer Gästefarmen.

Der Sektor mit den meisten Beschäftigten ist die Landwirtschaft. Der Viehzucht und insbesondere der Straußenzucht, kommt eine besondere Bedeutung für den Export zu. Wachsend ist aber auch der Exportanteil des Ackerbaus, beispielsweise von Tafeltrauben und Datteln aus dem Süden des Landes.

Landestypische Produktionszweige im Bereich des Handwerks sind die Lederindustrie sowie die Schmuckherstellung. Seit 1993 existiert mit der Namibia Chamber of Craft (NCC) eine Handwerkskammer im Land. Im Rahmen eines losen Austauschs zwischen der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der NCC haben in der Vergangenheit unter anderem gegenseitige Delegationsbesuche stattgefunden.

Seit 1995 ist im Land eine so genannte „Export Processing Zone“ eingerichtet, in welcher Firmen mit Ausnahme der Lohnsteuer von sämtlichen Steuern und Gebühren befreit sind. Unter den bislang rund 50 Unternehmen, die diesen günstigen Fertigungsstandort gewählt haben, sind auch mehrere deutsche Firmen vertreten.

(Text: Stephanie Scholl, HWK München und Oberbayern)

Kontakte:

  • Honoralkonsul der Republik Namibia, 80333 München, Augustenstraße 9, Tel.: 089-52 38 91 01, Fax: 089-52 38 91 02, Öffnungszeiten: Di. & Do. 10.00 - 13.00 Uhr und Mi. 10.00 - 12.00, E-mail:
    hkbayern@namiba-botschaft.de
     

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