Erfolgsgeschichte des Monats

Erfolg made in Niederbayern, Teil 2: Hiller und Scheuchl


Passau (17.03.2016) - Vier Unternehmer aus Niederbayern äußern sich im Folgenden über ihre weltweiten Tätigkeiten, aber auch Schwierigkeiten bei der internationalen Geschäftstätigkeit. Die Firmen Hiller GmbH und Scheuchl beschließen diese Miniserie.

Hiller GmbH: „Made in Germany“ steht für hohe Qualität

Vilsbiburg. - Seit mehr als 45 Jahren entwickelt und fertigt die Hiller GmbH Dekantierzentrifugen und Komplettanlagen. Eine Zentrifuge ist eine sehr vielseitig einsetzbare Maschine für eine hoch-effiziente Abscheidung von Feststoffen bei gleichzeitiger Trennung der flüssigen Phasen. Typische Einsatzgebiete der Hiller Dekantierzentrifugen sind die Umwelttechnik, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Abwasserklärung, Gewinnung und Verarbeitung von Mineralöl, Gas und regenerativer Energie sowie im Bereich des Tunnel- und Bergbaus und der Prozess- und Pharmaindustrie.

Der Exportanteil des Unternehmens lag 2015 bei 65 Prozent, wobei Europa derzeit der wichtigste Exportmarkt ist. Darüber hinaus sind vor allem die Märkte in Süd- und Nordamerika, in denen Hiller eigene Niederlassungen unterhält, von großer Bedeutung. Auch Südafrika ist gerade für spezifische Anwendungen ein bedeutender Markt. Schwierigkeiten beim Exportgeschäft ergeben sich vor allem durch langsame Zollabwicklungen, welche insbesondere das Servicegeschäft in Südamerika erschweren. Die Zollabwicklung zwischen den einzelnen südamerikanischen Ländern, ist ebenso ein Problem. Auch das Russlandgeschäft ist durch das Embargo stark beeinträchtigt. Die Hiller GmbH ist einer der Marktführer in petrochemischen Anwendungen (wie Bohren nach Öl und Gas, Slopölanwendungen, etc.). Der niedrige Ölpreis hat in diesem Marktsegment das Investitionsvolumen beträchtlich reduziert. Zudem senkt der niedrige Ölpreis auch Investitionen in regenerative Energiegewinnung, die für das Unternehmen auch ein wichtiger Absatzmarkt ist. Die Prognose, der Ölpreis würde über Jahre auf niedrigem Niveau bleiben, erhöhte die Notwendigkeit für den bayerischen Maschinenbauer, schnell neue Märkte zu erschließen.

Programmen zur Förderung der Außenwirtschaft. Aktuell gibt es beispielsweise ein Projekt, gemeinsam mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) zur Erschließung weiterer Märkte in Lateinamerika. Von der Politik wünscht sich Hiller vor allem den Abbau von Handelsbarrieren. Der bayerische Dekanterhersteller sieht auch die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ nach wie vor als Zeichen für hohe Qualität, das bei vielen Anwendungen (vor allem für Sonderausführungen) immer noch sehr gefragt ist. Bei sogenannten „Commodity“ Anwendungen ist, gemäß Hillers Erfahrungen, diese Bezeichnung nicht mehr so relevant. Hier zählt häufig hauptsächlich der Preis.

>> weiter

R. Scheuchl GmbH – Verfahrenstechnik: China wichtigster Exportmarkt

Ortenburg. - Die R. Scheuchl GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das international in den Bereichen Gießereitechnik, Verfahrenstechnik und Energietechnik kundenspezifische Lösungen entwickelt, plant und realisiert. Von der individuellen Beratung über die Konstruktionsphase bis hin zur fertigen Montage und Inbetriebnahme vor Ort sowie einem intensiven After-Sales-Service bietet das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern alle Leistungen aus einer Hand. Dabei bilden Ingenieurskompetenz und Fertigungs-Knowhow seit jeher eine enge Symbiose.

Derzeit zählt China mit einer Quote direkter Exporte von ca. 20 % zu den wichtigsten Exportmärkten des Unternehmens. Darüber hinaus wird ein Anteil in die Slowakei, nach Österreich, Italien, Spanien, Japan, Korea, Südafrika, Marokko und in die USA exportiert. Die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ hat dabei einen hohen Stellenwert. Unsere Kunden assoziieren damit hervorragende Ingenieursleistungen und eine hohe Qualität, die unsere hochwertigen Maschinen widerspiegeln. Langjährige Erfahrung, ständige Weiterentwicklung und Qualitätsstandards auf oberstem Niveau bewahren uns allerdings auch nicht vor Barrieren und Hemmnissen wie beispielsweise landesspezifischen Gesetzen und Normen oder lokal unterschiedlichen Kulturen und Gepflogenheiten. Hohe Transportkosten und regional variierende Anforderungen an die Produkte in Hinsicht auf Automatisierungsgrad und Komplexität stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Um unser Unternehmen und unsere Umsätze im Ausland noch weiter zu fördern, nutzen wir die Programme der Auslandshandelskammer.

>> weiter