Erfolgsgeschichte des Monats

Schmerzfrei ohne OP: Detensor macht's möglich


Röthenbach a.d. Pegnitz (04.05.2015) Neun von zehn Deutschen klagen regelmäßig über Rückenschmerzen. MKV-Detensor aus Mittelfranken hat dem Rückenleiden den Kampf angesagt. Das Unternehmen vertreibt weltweit spezielle Therapiematratzen und -matten.

Die Geschichte von Detensor beginnt im Jahre 1978. Kurt L. Kienlein entwickelt in Zusammenarbeit mit Peter Forster die sogenannte Detensor-Methode gegen Rückenschmerzen. Grundlage ist die Entlastung und Streckung des Rückgrats, um mangelnder Versorgung der Bandscheibe mit Flüssigkeit entgegenzuwirken. 1985 gründet er das Unternehmen Detensor in Röthenbach a.d. Pegnitz und startet die Produktion von Matratzen und Matten, den sogenannten "Liegeorthesen". 2008 übergibt er seiner Tochter Manuela Kienlein das fünfköpfige Familienunternehmen. Heute vertreibt Detensor seine Produkte unter anderem in ganz Europa, den USA und Russland.

Mit einer Beschwerde fing alles an

Schon in den 80ern wagt Kurt Kienlein den Sprung ins Ausland. "Das ist eigentlich eine recht lustige Geschichte", berichtet seine Tochter. "Es gab damals eine IHK-Ausschreibung für ein Projekt in Russland. Mein Vater erfuhr davon in dem IHK-Magazin, das im August erschien. Die Anmeldung für das Projekt war jedoch schon seit Juni abgelaufen. Er rief also bei der IHK an und beschwerte sich. Und so kam es, dass Detensor nach Russland ging." Es folgte die Teilnahme an zahlreichen bayerischen Gemeinschaftsständen auf ausländischen Messen sowie mehrere Unternehmerreisen. Auch eine IHK-Beratung gab es.

Reine Mundpropaganda

Laut eigenen Angaben kommen inzwischen 70 Prozent der Einnahmen aus dem Ausland. Viele Interessenten reisen zum Probeliegen extra nach Röthenbach, darunter sogar einmal ein arabischer Scheich. "Mein Vater hatte sein Augenmerk stets auf das Auslandgeschäft gerichtet, ich versuche seit 2008 verstärkt den deutschen Markt zu erobern", so die fränkische Unternehmerin. "Manchmal kämpfe ich dabei gegen Windmühlen", sagt sie. Aufgrund des deutschen Heilmittelwerbegesetzes sei Detensor werbetechnisch extrem eingeschränkt. Potentielle Neukunden würden daher primär durch Empfehlungen angelockt.

Vor allem in Russland erfolgreich

Einen besonderen Erfolg feiert Detensor in Russland. So befinden sich die speziell konstruierten Matratzen in 2.500 russischen Sanatorien und 300 Schulen. "Außerdem hatte bisher jeder russische Präsident einen Bürostuhl von uns!", erzählt Kienlein stolz. Das russische Erdgasförderunternehmen Gazprom orderte ebenfalls die speziellen Bürostühle für seine Mitarbeiter und gab dabei fast 7.000 Euro aus. "In Russland sind die Menschen einfach viel offener für alternative Heilmethoden", so Kienlein. Spitzenabnehmer war bis vor ein paar Jahren aber die Ukraine. "Seit der Ukraine-Krise ist der Markt für uns jedoch komplett zusammengebrochen. Da merkt man, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf ein Land zu fixieren." In den Raumfahrtzentren Houston/USA und Baikonur/Russland verwenden Astronauten die Liegeorthesen nach der Landung als Antigravitationstherapie. Die Detensor-Produkte werden außerdem weltweit im Bereich der Onkologie, Pulmologie und Sportmedizin eingesetzt.

Studie bestätigt Heilwirkung

Die Wirksamkeit der Detensor-Heilmethode wurde in einer Studie mit tausend Hochleistungssportlern nachgewiesen. So wurde durch das einstündige Liegen auf der Spezialmatte eine deutliche Schmerzlinderung und Verbesserung des Bandscheibenstoffwechsels festgestellt. "Ich freue mich immer, wenn ich von einem Kunden höre, wie er dank der Matratze wieder mehr Lebensfreude hat", so Kienlein. "Ich erinnere mich da zum Beispiel an eine ältere Dame mit Gehwagen. Mit ihren 96 Jahren war sie zwar geistig noch fit, sie lief jedoch vollkommen nach vorne gebeugt. Nach drei Monaten mit der Detensor-Matratze konnte sie auf den Gehwagen verzichten."

Ratschläge für's Auslandsgeschäft

Was rät Manuela Kienlein nun anderen Kleinunternehmen, die ins Ausland gehen wollen? "Man sollte unbedingt der Sprache mächtig sein, sich Kontakte vor Ort sichern und die Rechtslage kennen", sagt sie. "Außerdem würde ich nie wieder Akkreditive annehmen. Damit habe ich nur schlechte Erfahrung gemacht. Wir lassen uns per Vorkasse bezahlen und nehmen den Artikel notfalls zurück."

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