„Ich habe großes Vertrauen in das Auslandsgeschäft“

Feucht (19.09.2011) - Die LWF Lang GmbH setzt auf wachsende Geschäfte im Ausland.

 Maschinenbauermeister Walter Lang führt auf seiner Referenzliste namhafte internationale Firmen. Das Unternehmen LWF Lang GmbH mit Sitz in Feucht bei Nürnberg wagte 1999 den Einstieg in das Auslandsgeschäft. „Seit dem Jahr 2000 sind wir auf dem chinesischen Markt tätig. Das lief damals über Siemens“, sagt Lang und listet die Länder auf, in denen er mit seinen Produkten den Einstieg in das Auslandsgeschäft fand. Den Marktzugang zur Schweiz erschloss er sich über das Internet. Zu den Märkten in Kroatien und Portugal verhalf ihm Siemens. Das Projekt „Brücke über Europa“ des Bundeswirtschaftsministeriums bescherte ihm Russland als neuen Geschäftspartner. Über die Exportfördergesellschaft des bayerischen Handwerks, Bayern Handwerk International (BHI), fasste er in Österreich Fuß. Die Zusammenarbeit mit BHI sei sehr gut gewesen und die Beratung der Gesellschaft werde er auch künftig in Anspruch nehmen, fügt er hinzu. Weil er mittlerweile über reichlich Erfahrung verfügt, hält er auch mal selbst Vorträge über Auslandsgeschäfte.

 
Die LWF Lang GmbH beschäftigt 35 Mitarbeiter und ist seit 25 Jahren auf dem Markt. Das Leistungsspektrum im Bereich Lohnfertigung umfasst Drehen, Fräsen, Schweißen, Vorrichtungsbau, Maschinenbau und Serienfertigung. Als Hersteller von Lebkuchen– und Backwarenmaschinen hat sich Lang vor allem in Nürnberg, der traditionsreichen Lebkuchenstadt, einen Namen gemacht. „Mit unseren Lebkuchenmaschinen sind wir die einzigen Hersteller auf der ganzen Welt“, so der Meister. Auch Österreich und die Schweiz konnte er neben Nürnberg als Abnehmer für seine Lebkuchenmaschinen gewinnen. Russland hat Interesse an seiner Florentinermaschine signalisiert.
 
Langs Aktivitäten im Ausland konzentrieren sich auf das Energiegeschäft. Seine Kunden sind die Großindustrie. Er stellt für Betriebe in China Profile für Transformatoren her und beliefert die chinesischen Zughersteller im Zugstangenbereich mit Sonderanfertigungen aus antimagnetischem hochfesten Edelstahl. “Das sind Firmen mit teilweise 80.000 Beschäftigten. Da arbeiten schon an der Pforte so viele Leute wie ich in meinem ganzen Betrieb beschäftigt habe“, erzählt er. Sprachbarrieren überbrücken vorzügliche Dolmetscher.  In Österreich ist er bei dem Zulieferer Magna für die Autoindustrie unterwegs. In Kroatien beliefert der Mittelfranke Transformatorenhersteller.  Auch in Indien sind Sonderanfertigungen der bayerischen Firma für Lokomotiven und Transformatoren gefragt.
 
Schlechte Erfahrungen habe er im Auslandsgeschäft nie gemacht. „Ich habe durch meine langjährige Erfahrung großes Vertrauen in das Auslandsgeschäft gewonnnen,“ bekräftigt er. Sprachbarrieren ließen sich durch Dolmetscher lösen und die gemeinsame Währung im Euroraum mache vieles leichter. Auch das Auslandsgeschäft lebe vielfach von der Mundpropaganda. Bei 16 bis 17 Prozent liege der Umsatz, den er im Ausland zurzeit tätigt.  Die 20-Prozentmarke will man bald erreichen. Großer Vorteil im Ausland sei, dass man branchenunabhängiger agieren könne. Im Ausland könne man sich immer wieder neue Märkte erschließen, neue Nischen besetzen, ist Walter Lang überzeugt.
 
 
(Bildunterschrift: Maschinenbauermeister Walter Lang posiert in seiner Fertigungshalle vor einem Schweißbearbeitungsteil. Text und Foto: Gerhard Heegen, HWKNO und BHI)