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Zoll - wichtige Neuerungen für Auslandsgeschäfte

Nürnberg (06. August 2007) - Der Zoll weitet seine Sicherheitsvorkehrungen immer mehr aus. Unternehmen mit Auslandsaktivitäten müssen bald eine Reihe neuer Regelungen beachten.

Seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001 entwickelt sich der Zoll immer mehr zu einem Instrument der Sicherheitsüberprüfung. Die Weltzollorganisation (WZO) hat mit ihrem „Framework of Standards to Secure and Facilitate Global Trade“ neue Rahmenbedingungen für ein effektives Risikomanagement bei den Zollverwaltungen geschaffen. Auch die EU hat ihren Europäischen Zollkodex bereits angepasst. So gelten demnächst eine Reihe neuer Regelungen im internationalen Warenhandel:

'Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter':

Zollrechtlich tätige, in der EU ansässige Unternehmen können ab kommendem Jahr freiwillig den Status „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“ (ZWB, bzw. Authorised Economic Operator AEO) beantragen. Das Unternehmen führt dann freiwillige Sicherheitsmaßnahmen ein und erhält im Gegenzug Vergünstigungen und Vereinfachungen, wie beispielsweise erleichterte Zollverfahren für alle an der Lieferkette beteiligten Unternehmen.

Elektronisches Zollverfahren:

Ab 1. Juli 2009 müssen alle Ausfuhr-Anmeldungen über das elektronische Zollverfahren “ATLAS-Ausfuhr“ abgegeben werden, eine Papieranmeldung wird ab dann nicht mehr möglich sein. Softwarepakete für ATLAS werden in unterschiedlichen Preisklassen angeboten.

Vorab-Anmeldungen:

Ab 1. Juli 2009 ist jede einzelne Einfuhr und Ausfuhr vorab beim Zoll in elektronischer Form anzumelden. Damit soll sowohl beim Import als auch beim Export eine Risikoanalyse für die Ware möglich sein, bevor sie die EU-Außengrenze erreicht hat.