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Vergütungsstudie zur Slowakei

Nürnberg (25. Oktober 2007) - Die gemeinsame Vergütungsstudie der Deutsch- Slowakischen IHK (DSIHK) und der Managementberatung Kienbaum, die erstmalig erscheint, liefert aktuelle Daten und Informationen zur Vergütungsstruktur in der Slowakei.

Hierzu wurden im Zeitraum Juli/August diesen Jahres überwiegend deutsche, aber auch andere ausländische Firmen in der Slowakei befragt. Insgesamt beteiligten sich an der Untersuchung 41 Unternehmen verschiedener Größen, Branchen und Regionen. So flossen Angaben zu Löhnen und Gehältern von über 6.100 Positionen in die Auswertung mit ein.

Laut Untersuchung bemängeln deutsche und andere ausländische Investoren in der Slowakei vor allem die Verfügbarkeit von Fachkräften. So bewerten 62 Prozent der befragten Unternehmen das lokale Angebot an qualifizierten Arbeitskräften als „ungenügend“, lediglich fünf Prozent geben diesbezüglich ein positives Urteil ab. Der Studie zufolge wird sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt sogar noch weiter verschärfen. 76 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten für das kommende Jahr eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften.

Ursache für diese Entwicklung ist der nicht abreißende Zustrom von ausländischen Investoren in die zentral gelegene Slowakische Republik sowie der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung. Der damit verbundene Nachfragesog nach gut ausgebildeten Arbeitskräften treibt das Lohn- und Gehaltsniveau entsprechend in die Höhe. Dies belegt auch die Vergütungsstudie der DSIHK und Kienbaum. So lagen die Löhne und Gehälter bei den befragten Firmen während des Untersuchungszeitraums um durchschnittlich 8,6 Prozent
über dem Vorjahresniveau. Im Landesdurchschnitt jedoch sind die Gehälter in derselben Periode nur um 6,7 Prozent gestiegen. Deutsche und andere ausländische Unternehmen haben also ihren Mitarbeitern deutlich stärkere Gehaltserhöhungen gewährt als slowakische Firmen.

Immer mehr an Bedeutung gewinnen in diesem Zusammenhang variable Lohnanteile und Zusatzleistungen, die inzwischen ein wichtiges Instrument der Vergütungspolitik darstellen. Für 83 Prozent aller in der Untersuchung erfassten Positionen ist eine variable Vergütung vorgesehen. Die Erfolgsbeteiligung umfasst im Durchschnitt 24 Prozent der Gesamtbezüge bei Geschäftsführern, 16 bei Führungskräften sowie 17 Prozent bei Fachkräften. In 69 Prozent der Fälle ist die Erfolgsbeteiligung von Führungskräften vertraglich zwingend
vorgeschrieben. Auch betriebliche Zusatzleistungen sind unter leitenden Angestellten stark verbreitet. So etwa steht 93 Prozent der Geschäftsführer und 68 Prozent der Führungskräfte ein Firmenwagen zur Verfügung.

Die Vergütungsstudie enthält neben detaillierten Gehaltsdaten für 25 verschiedene Positionen – vom Geschäftsführer bis zum einfachen Arbeiter – einen Gehaltsvergleich mit Tschechien und Ungarn sowie eine Übersicht über den Arbeitsmarkt in der Slowakei. Sie kann zum Preis von 600 Euro (450 Euro für Mitglieder) bei der DSIHK bestellt werden.

Kontakt/Bestellung:

Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer
Markus Halt, Tel.: +421-2-2065 5544
Námestie SNP 13, SK-811 06 Bratislava, E-Mail: halt@dsihk.sk
Internet: www.dsihk.sk