Aktuelles > Niederlande erleichtern Markteinstieg für deutsche Dienstleister

Hinweis:
Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Niederlande erleichtern Markteinstieg für deutsche Dienstleister

Nürnberg (18. Juli 2007) - Gesetz über Niederlassungsvoraussetzungen wird abgeschafft. Deutsche Unternehmen, die Dienstleistungen in den Niederlanden erbringen wollen, haben es künftig leichter.

Zum 1. Juli 2007 wird das Gesetz über die Niederlassungsvoraussetzungen bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten (Vetingswet bedrijven) abgeschafft. Damit entfällt auch die bisher erforderliche Ausnahmegenehmigung (Ontheffing). Sie setzte für bestimmte in den Niederlanden erbrachte Dienstleistungen einen Fachnachweis sowie die Meldung bei der Kamer van Koophandel Rotterdam voraus.

Deutsche Unternehmen müssen diese Genehmigung künftig nicht mehr beantragen. „Allerdings gibt es Sonderregeln, über die sich betroffene Unternehmen vorab informieren sollten“, sagt die Rechtsexpertin der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK), Friederike Juncker. So bleibe etwa die steuerliche Registrierungspflicht im Baugewerbe bestehen.

Unternehmen, die bereits eine Anfrage an die Rotterdamer Kamer van Koophandel oder an die DNHK gerichtet haben, sollten mit der angesprochenen Handelskammer Kontakt aufnehmen. Unternehmen können entscheiden, ob sie das Verfahren abschließen oder aufgrund der neuen Gesetzgebung zum 1. Juli 2007 verfallen lassen möchten.

Mit der Gesetzesänderung reagieren die Niederlande auf europäische Vorgaben. „Wie sich die Entscheidung auf die weitere fachliche Absicherung der so genannten gefahrgeneigten Berufe in Bereichen wie Gas, Elektro und Kälte auswirken wird, ist noch unklar“, so Juncker.