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Mehr Chancen für deutsche Handwerker in Osteuropa

Nürnberg (18. Oktober 2007) - In Osteuropa, und insbesondere in Polen, befindet sich die Bauwirtschaft im Aufwind. Gute Geschäftschancen bieten sich für deutsche Unternehmen beim Eintritt in die dortigen Märkte.

Die Tatsache, dass die EM 2012 in Polen und der Ukraine stattfinden wird, führt zu einem Anstieg der Investitionen im Land. Die deutlichsten Zuwächse findet man in den Bereichen der Umweltschutz-, Infrastruktur-, und Industrieprojekte. Bei Renovierungen sind vor allem sanitäre Einrichtungen und Heiztechnik gefragt. Auch in den kommenden Jahren erwarten Experten Zuwächse von etwa 8 Prozent pro Jahr. Vor allem Hoch-, Tief- und Wasserbauprojekte sollen weiter boomen.

Das Problem, mit dem die polnische Baubranche zu kämpfen hat, ist, dass nach dem EU-Beitritt viele Facharbeiter nach Großbritannien oder in die Benelux-Länder abgewandert sind. Der Arbeitgeberverband in Warschau schätzt, dass deshalb allein Im Baugewerbe 200 000 Fachkräfte fehlen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Dies führt dazu, dass die einheimischen Unternehmen ihre Preise stark anheben. Für deutsche Handwerker bringt dies zusätzliche Chancen auf dem polnischen Markt. Immer mehr Aufträge werden an deutsche Firmen vergeben. Sie können nunmehr nicht nur mit der hohen Qualität punkten, sie sind oft sogar billiger als die polnischen Kollegen.

Die Handwerkskammern haben sich frühzeitig auf die Osterweiterung der EU vorbereitet und unterstützen die Betriebe gerne beim Einstieg in die ausländischen Märkte. Die Außenwirtschaftsberatungen bieten länderspezifisches Know-how und helfen beim Gang über die Grenzen. Auf der europäischen Handwerkskonferenz im April in Stuttgart haben sich das europäische Handwerk und die EU-Kommission außerdem darauf verständigt, die Rahmenbedingungen für grenzüberschreitendes Arbeiten zu verbessern.