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Markenpiraterie - Unternehmen oft schlecht geschützt

Nürnberg (19. Juli 2007) - Unternehmen könnten sich deutlich besser gegen die Fälschung ihrer Produkte schützen.

Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine gemeinsame Umfrage von Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) unter 3300 Unternehmen. Die meisten von ihnen sind in Asien, vor allem China, aktiv, ein geringerer Teil lässt dort nur fertigen oder betreibt zumindest Handel mit dem Land.

Betroffen von Markenpiraterie sind nach dieser Erhebung alle Branchen und nicht etwa nur die technologielastigen, wie Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau oder auch die Bauindustrie. Dennoch wird das Instrumentarium zum Schutz geistigen Eigentums von der Mehrzahl der deutschen Unternehmen laut Umfrage bei weitem nicht ausgeschöpft. Das trifft vor allem auf kleinere Unternehmen zu. Allerdings nutzen auch größere Unternehmen oft nicht alle gegebenen Möglichkeiten. So wird vielfach schon die Anmeldung der entsprechenden Schutzrechte versäumt. Selbst Unternehmen, die schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, melden Ihre Schutzrechte (vor allem Patente, Marken, Geschmacksmuster) zu rund 50 Prozent nicht in China an. Die Folge: Gegen die unbefugte Benutzung z. B. einer Marke können dann vor Ort keine gerichtlichen oder behördlichen Schritte unternommen werden.

Als Gründe für die Untätigkeit vieler Unternehmen beim Schutz geistigen Eigentums macht die Studie in erster Linie ein eklatantes Informationsdefizit aus. Kosten und Dauer des Verfahrens sind weitere Hindernisse. Darüber hinaus scheint die Meinung weit verbreitet, dass solche Anmeldungen doch nichts nutzen.