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Malta und Zypern treten der Euro-Zone bei

Brüssel (11. Juni 2007) - Nach Slowenien treten zum 1. Januar 2008 zwei weitere Länder aus der Beitrittsrunde des Jahres 2004 dem Euro-Raum bei. 

Damit erweitert sich die Zahl der Mitgliedsstaaten mit dem Euro als Zahlungsmittel auf 15 Länder.

Nachdem zum 1. Januar diesen Jahres bereits Slowenien den Euro erfolgreich eingeführt hat, gab die EU-Kommission grünes Licht dafür, dass Malta und Zypern zum 1. Januar 2008 folgen können. Die endgültige Entscheidung wird zwar erst Mitte Juni auf dem nächsten EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs getroffen, doch man geht von einem einstimmig positiven Ergebnis aus, so dass der Euro-Raum ab dem kommendem Jahr insgesamt 15 Mitglieder haben wird. Beide Mittelmeerinseln erfüllten die EU-Bedingungen zu Inflation, Zinsen, Neuverschuldung, Staatsverschuldung und Währungsstabilität, erklärten Kommission und Europäische Zentralbank (EZB). Dennoch fordert die EZB beide Länder zu einer Verringerung ihrer Schulden sowie zu Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt auf.

Von der Gemeinschaftswährung erhoffen sich die beiden Länder mehr Tourismus und Auslandsinvestitionen. In der geteilten Insel Zypern wird der Euro allerdings nur im kleineren, griechischsprachigen Teil eingeführt.

Von den übrigen neuen Mitgliedsländern hat derzeit die Slowakei die besten Chancen, ab 2009 der Währungsunion beizutreten. Polen, Ungarn und Tschechien, die großen neuen Mitgliedsstaaten, müssen wegen ihrer hohen Defizite noch länger auf einen Beitritt warten.