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Informationen zum internationalen Kaufvertrag

München (21. Januar 2008) - Die Grundlage jedes Außenhandelsgeschäft ist ein Vertrag. Da das Vertragsangebot und die Annahme im Ausland oft unterschiedlichen Prinzipien folgen, ...

ist besonders bei grenzüberschreitenden Geschäften eine sorgfältige Abfassung des Kaufvertrages unerlässlich.

In vielen Fällen weichen die Regelungen des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches von dem vorhandenen Regelwerk anderer Staaten deutlich ab. Ein internationaler Kaufvertrag sollte deshalb die Rechte und Pflichten beider Geschäftspartner möglichst präzise festlegen.

Wichtig ist auch, eine geeignete Sprache für das Geschäft zugrunde zu legen. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, Englisch als Vertragssprache zu wählen. Allerdings kann die Anwendung einer Fremdsprache zulasten des deutschen Unternehmers gehen, wenn er sich beispielsweise auf die Vertragsverhandlungen und -abschlüsse in einer Fremdsprache einlässt und sich dabei in der Bedeutung und Konsequenz einzelner rechtlicher relevanter Begriffe irrt.

Ein komplexes Problem stellt der Vertragsabschluss an sich dar. So ist beispielsweise nach ausländischem Recht bei widersprüchlichen Aussagen der Geschäftspartner das zuletzt gesagte verbindlich. Dies ist jedoch im deutschen Recht undenkbar, da es entweder eine klare Einigung oder gar keinen Vertrag gibt. Dies gilt auch für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese werden nicht zwangsläufig als Teil eines Vertrages angesehen.

Zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage der Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer die beiden Merkblätter „Vom Exportangebot zum Kaufvertrag“ und „Exportverträge kalkulieren und finanzieren“.

(Quelle: Aussenwirtschaft 10/2007)