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In Italien sind Werkzeugmaschinen gefragt

Nürnberg (22. Oktober 2007) - Die Werkzeugmaschinenindustrie in Italien läuft weiter auf Hochtouren. Deutschland hat im laufenden Jahr seine Position als wichtigster ausländischer Lieferant verstärkt.

Der Auftragsindex war im Jahr 2006 dank der günstigen Absatzentwicklung bei den wichtigsten Abnehmerbranchen, der Fahrzeug-, Elektrohausgeräte- und Energiebranche, aber auch der Luftfahrtindustrie der höchste seit sechs Jahren.

Der italienische Bedarf soll bei Werkzeugmaschinen im Jahr 2007 um 17,8 Prozent auf 4,16 Mrd. Euro zunehmen. Dies liegt daran, dass die für die Nachfrage bedeutendsten Bereiche, wie etwa die Fahrzeugindustrie und die Elektrohausgerätebranche, derzeit Hochkonjunktur haben und vermehrt in Maschinen investieren. Weitere Impulse kommen vom Energiesektor, wo vor allem kräftig in erneuerbare Energien investiert wird. Der Auftragsbestand am italienischen Werkzeugmaschinenmarkt lag zu Jahresende 2006 auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2000.

Im Moment werden etwa 37 Prozent des Bedarfs an Werkzeugmaschinen über Importe gedeckt. Insbesondere im Bereich von Hochleistungserzeugnissen, wie z.B. High-Tech-Laser-Maschinen, ist die Nachfrage nach ausländischen Produkten groß. Mit einem Anteil von 27 Prozent an den gesamten Importen Italiens nehmen deutsche Hersteller hierbei klar die führende Lieferposition ein. Neben der hohen Qualität der Produkte erwartet die italienische Industrie vor allem auch flexible Problemlösungsalternativen.

Die Produktionsstruktur am italienischen Werkzeugmaschinenmarkt ist mit 400 Herstellerunternehmen stark zersplittert. Kleinfirmen mit bis zu 50 Mitarbeitern dominieren die Unternehmensstruktur. Dadurch wird es immer schwieriger, den Herausforderungen der globalen Märkte gerecht zu werden. Um auf den Exportmärkten bestehen zu können, müssen Italiens Werkzeugmaschinenhersteller ihr Angebot im hohen Technologiesegment ausbauen. Dies erfordert Investitionen in Forschung und Entwicklung. Aber gerade diese Investitionen sind bei kleineren Firmen aus finanziellen Gründen ein Problem. Dasselbe gilt für Investitionen in Marketing und Kundenservice, wo Italien noch der deutschen Konkurrenz nachhinkt.

Deutschland bleibt auch 2007 der wichtigste Lieferant für den italienischen Markt. In den ersten fünf Monaten sind die Werkzeugmaschinenimporte aus Deutschland um 33 Prozent auf 128 Mio. Euro gestiegen. Sie wuchsen damit stärker als die durchschnittlichen Brancheneinfuhren, die um 28 Prozent auf 501,7 Mio. Euro zunahmen. Deutschland konnte damit seinen Vorsprung gegenüber Japan (78 Mio. Euro) und der Schweiz (50 Mio. Euro) als zweit- und drittwichtigster Lieferant für den italienischen Werkzeugmaschinenmarkt ausbauen.

Wichtige Werkzeugmaschinenmessen, die in nächster Zeit stattfinden, sind die Biennale per Meccatronica (BIMEC) vom 14. bis 17. November 2007 in Mailand und die BIMEC in Bari vom 21. bis 28. Februar 2008 sowie die alle zwei Jahre stattfindende BIMU in Mailand vom 3. bis 7. Oktober 2008.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auch beim italienischen Fachverband der Werkzeugmaschinen- und Roboterbauer UCIMU erhältlich. Kontakt: Associazione Macchine Utensile, Robot ed Automazione; Tel. 0039 02/26 25-51, Fax: -52 14, E-Mail: ucimu@ucimu.it, Internet: www.ucimu.it