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Exportmeister Tschechien - Exporteure beunruhigt drohende Aufwertung der Krone

Nürnberg (19. Juli 2007) - Tschechien gehört schon seit 2005 zu den Exportmeistern in Europa. Auch dieses Jahr exportiert das kleine Land an der Moldau mehr als es einführt.

Tschechien profitiert derzeit vor allem vom Aufschwung seiner größten Kunden, Deutschland und Slowakei. Die neuesten Zahlen zu Folge stieg das Außenhandelsbilanzdefizit bis Mai dieses Jahres auf 1,58 Mrd. Euro. Das ist mehr als doppelt soviel als bis Mai des Vorjahres.

Verantwortlich für die positiven Exportzahlen sind u.a. Unternehmen wie VW-Tochter Škoda Auto, Unipetrol (rohölverarbeitende Industrie) oder auch Panasonic (Fernsehgeräte), deren Produkte weltweiten Absatz finden.

Allerdings beeinflussen auch erhöhte Export- und gesunkene Importpreise dieses Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr musste im April 2007 auf Grund der milden Witterung etwa 40% weniger Erdgas eingekauft werden, auch beim Erdöl fiel die Bilanz positiv aus.

Diese Entwicklung wird sich auch auf den Wechselkurs Tschechische Krone-Euro auswirken, der von Bankfachleuten zum Jahresende mit 27,50 CZK zu 1 Euro eingeschätzt wird. Für die tschechischen Exporteure Grund genug, von der Politik die möglichst rasche Einführung des Euros anzumahnen. Denn neben dem Wechselkursrisiko verschlechtern auch die hohen Lohnabschlüsse die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.