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Dynamische Entwicklung der bayerischen Exporte

Nürnberg (13. August 2007) - Die Exporte bayerischer Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen Ländern und Staaten äußerst dynamisch entwickelt.

Dies bestätigt das ifo-Institut der bayerischen Wirtschaft in einer kürzlich erschienen Studie zur "Exportentwicklung und Exportpotenziale der bayerischen Außenwirtschaft". „Die Entwicklung bestätigt, dass wir mit unserer Außenwirtschaftsförderung auf einem sehr guten Weg sind. Auf diesen Lorbeeren wollen wir uns aber nicht ausruhen. Die neue ifo-Studie zeigt zahlreiche Ansatzpunkte für weitere Exportchancen auf. Wir werden alles tun, um diese Potenziale insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen noch stärker zu nutzen“, kündigt Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber an.

Besondere Ansatzpunkte sieht Huber für junge Unternehmen, die erstmalig im Export starten, für unternehmensnahe Dienstleister und für technologieorientierte Exporteure. Durch konkrete Maßnahmen wie das neue Erstausstellerpaket der Messen München und Nürnberg, das Export-Einsteigerprogramm ‚Go International’ des Außenwirtschaftszentrums Bayern und die überproportionale Berücksichtigung bei Delegationsreisen und bayerischen Auslandsmessebeteiligungen würden diese Zielgruppen zukünftig beim Gang ins Ausland noch intensiver unterstützt.

Das im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums erstellte ifo-Gutachten unterstreicht, dass Europa nach wie vor der wichtigste Wirtschaftsraum für den bayerischen Außenhandel ist. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bieten mit einem Anteil von über 60 % an den bayerischen Ausfuhren nach Einschätzung des ifo-Instituts auch weiterhin viel Potenzial. „Die bayerischen Auslandsrepräsentanzen in Osteuropa, die zuletzt um Büros in Polen, Kroatien und Tschechien erweitert wurden, bieten eine hervorragende Unterstützung bei der Erschließung der außerordentlich dynamischen Märkte in Osteuropa“, so Huber.

Wichtigster Partner Bayerns in Osteuropa ist weiterhin Russland. Nach der ifo-Studie belegt Russland Platz 2 der attraktivsten Zielländer für bayerische Exporte. Huber: „Um diesen großen und dynamischen Markt noch weiter zu erschließen, setzen wir unsere enge Partnerschaft mit der Region Moskau konsequent fort und vertiefen die Zusammenarbeit mit St. Petersburg, Swerdlowsk, Nishnji Novgorod und weiteren interessanten russischen Regionen“.

Auf Platz 1 und 3 der attraktivsten Zielländer für bayerische Exporte liegen laut ifo-Studie China und Indien. Sie gehören zu den wachstumsstärksten Ländern der Welt und stehen deshalb im Mittelpunkt der Anstrengungen in Asien. Daneben bieten auch die zehn ASEAN-Staaten als große und dynamische Wachstumsregion noch viel Potenzial für eine weitere Ausweitung des Handels. „Durch Intensivierung der bayerischen Messebeteiligungen und Delegationsreisen in diese Region unterstützen wir unsere Unternehmen bei der Erschließung des asiatischen Marktes“, betont Huber.

In der MENA-Region liegt der Fokus auf den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nach der ifo-Studie zu den zehn attraktivsten Ländern für bayerische Exporte zählen. „In diesen Ländern spielt der persönliche Kontakt eine besondere Rolle. Ich werde daher die guten Beziehungen zu Scheich Yousef Omair Bin Yousef von Abu Dhabi und weiteren wichtigen Entscheidungsträgern der Region weiterhin intensiv pflegen“, erklärt Huber.

Bayerns Exporte haben 2006 gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 141,3 Milliarden Euro zugelegt. Die bayerische Exportwirtschaft stellte damit zum dreizehnten Mal hintereinander einen neuen Ausfuhrrekord auf. Die Einfuhren nach Bayern sind um 17,2 Prozent auf 115,9 Milliarden Euro gestiegen. Damit belief sich der Ausfuhrüberschuss im letzten Jahr auf 25,4 Milliarden Euro.