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Bulgarien: Großes Potential für bayerische Unternehmen

München/Sofia (27. November 2007) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann reist heute Abend zu einem eintägigen Besuch in die bulgarische Hauptstadt Sofia.

Schwerpunkt der Reise ist der Ausbau der bayerisch-bulgarischen Wirtschaftsbeziehungen. 'Bulgarien wird als Handelspartner für den Freistaat immer wichtiger. Der bulgarische Markt entwickelt sich besonders in der Bauwirtschaft, der IT-Branche und der Umwelttechnologie hervorragend. Den kompetenten bayerischen Unternehmen bieten sich in diesen und vielen weiteren Bereichen große Chancen', betonte Sackmann vor seinem Abflug.

Höhepunkt der Reise ist morgen die Verleihung des Preises der Bayerischen Repräsentanz in Bulgarien. Mit der Auszeichnung werden das bulgarische Unternehmen Multiprocessor Systems Ltd. und Steca Elektronik Bulgaria EOOD, ein Tochterunternehmen der Steca GmbH aus Memmingen, für ihren herausragenden Beitrag zu den bilateralen Handelsbeziehungen gewürdigt. Sackmann: 'Die beiden Unternehmen zeigen mit ihrem vorbildhaften Engagement exemplarisch, dass enge bilaterale Wirtschaftsbeziehungen beiden Seiten viele Vorteile bieten. Ich hoffe, dass sie zahlreiche Nachahmer finden werden.'

Neben der Preisverleihung stehen politische Gespräche auf der Agenda. Staatssekretär Sackmann wird bei seinem Besuch in Sofia unter anderem mit dem Stellvertretenden bulgarischen Wirtschafts- und Energieminister Yavor Koyumdjiev sowie dem Bürgermeister der Stadt Sofia, Boyko Borissov, zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Konsultationen steht der weitere Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen nach dem zum 1. Januar 2007 erfolgten EU-Beitritts Bulgariens. Weiteres wichtiges Thema wird die zukünftige Zusammenarbeit im Energie- und Umwelttechnologiebereich sowie bei Infrastrukturprojekten sein.

Das Handelsvolumen bayerischer Unternehmen mit Bulgarien belief sich im Jahr 2006 auf 605 Millionen Euro, wobei auf die bayerischen Ausfuhren 312 Mio. € entfielen. Dabei stellten Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse die Hauptexportgüter Bayerns dar. Im ersten Halbjahr 2007 stiegen die bayerischen Exporte weiter kräftig um über 31 % auf knapp 167 Mio. €.

Die Firma Multiprocessor Systems Ltd. ist ein Vorzeigeunternehmen der erfolgreichen bulgarischen High-Tech-Branche. Der 1990 gegründete Hersteller von Informationssystemen hat 120 Mitarbeiter in Sofia. Die Firma erhielt als erstes bulgarisches Unternehmen das CMMI-Zertifikat für besondere Qualität bei Produktentwicklungsprozessen. Multiprocessor Systems Ltd. ist ein langjähriger Aussteller auf der Messe 'Systems' in München und wurde 2007 von der Siemens AG zum sechsten Mal in Folge zum Lieferanten des Jahres gekürt.

Die 2005 gegründete Firma Steca Elektronik Bulgaria EOOD steht für innovative Technologien im Sektor Solartechnik. Sie ist eine Tochter des 1976 gegründeten bayerischen Mittelständlers Steca GmbH aus Memmingen. Steca hat in Saedinenie bei Plovdiv 5 Mio. € investiert und über 83 Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig konnten durch das Bulgarien-Engagement der Firma zahlreiche Arbeitsplätze in Bayern neu geschaffen und erhalten werden. So hat die Steca GmbH nach Eröffnung des bulgarischen Werkes in Memmingen ein neues Werk eröffnet und seitdem 20 neue Mitarbeiter in Schwaben eingestellt.