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Bayerns Wirtschaftsminister reist nach Moskau

Nürnberg (25. Juli 2007) - Bayerns Wirtschaftsminister reist mit 70-köpfiger Wirtschaftsdelegation nach Moskau / Huber: "Bayern technologische Lokomotive für Zusammenarbeit mit Russland"

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber bricht heute zu einer dreitägigen Delegationsreise in die russische Hauptstadt Moskau auf. Begleitet wird er von einer über 70-köpfigen hochrangigen Wirtschaftsdelegation. „Während der kommenden ´10. Bayerischen Wirtschaftstage` wird Moskau wieder ganz im Zeichen Bayerns stehen“, freute sich Huber vor der Abreise. „Ich erwarte von den politischen Gesprächen und den intensiven Begegnungen zwischen den Wirtschaftsvertretern beider Seiten wieder gute Verhandlungsergebnisse für die bayerische Wirtschaft.“

Nach den Besuchen in Bayern von Präsident Putin im Oktober 2006 und Februar 2007 gelte es, die dort gesetzten Impulse zügig weiterzuverfolgen und in konkrete Projekte umzusetzen. „Präsident Putin hat Bayern als technologische Lokomotive für die Zusammenarbeit Russland-Deutschland bezeichnet. Diese Rolle wollen wir auch künftig mit der Kompetenz unser Wirtschaft und Wissenschaft ausfüllen“, so Huber weiter.

Wirtschaftsminister Huber wird in Moskau mit verschiedenen Fachministern der Russischen Förderation und der Region Moskau sowie Spitzenvertretern der Wirtschaft zusammentreffen. Huber möchte in den politischen Gesprächen die Rahmenbedingungen der bayerisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen weiter verbessern und bayerisch-russische Gemeinschaftsprojekte vorantreiben.

Gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber trifft Huber Moskaus Oberbürgermeister Jury Luschkow und den Gouverneur des Moskauer Gebiets, Boris Gromow. Daneben steht für den Wirtschaftsminister unter anderem der Besuch im russischen Luftfahrtkontrollzentrum ZUP im Vordergrund. Huber: „Im Bereich Luft- und Raumfahrt zeigt sich besonders gut, wie erfolgreich bayerische Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit russischen Partnern an hochkomplexen und innovativen Themen arbeiten.“

Mit dem Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik und dem bayerischen Mittelständler Kayser-Threde wird Huber am 5. Juli eine neue Experimentalsequenz auf der Internationalen Raumstation ISS starten und ein Live-Gespräch mit den russischen Kosmonauten führen. Vertieft werden die Themen wie zum Beispiel gemeinsame Projekte auf der ISS und Kooperationen im Bereich Plasma-Medizin beim Gespräch mit dem Wissenschaftsminister der Russischen Föderation, Andrej Fursenko.

Direkte Kontakte mit Partnern aus Stadt und Region Moskau können die bayerischen Delegationsteilnehmer bei Round-Table-Gesprächen der ‚Bayerischen Wirtschaftstage’ knüpfen. Hier stehen mit IT-Technologien für e-Government, Bau und Infrastruktur, Energie- und Umwelt, Gesundheitswesen, Beschaffungspolitik für Krankenhäuser, Verkehrsleitsystemen sowie Luft- und Raumfahrt ausgewiesene High-Tech-Branchen im Mittelpunkt. Dass die BayernLB am Abend des 5. Juli eine neue Repräsentanz in Moskau eröffnet, freut Huber außerordentlich: „Das ist für die Projekte der bayerischen Unternehmen gerade im russischen Markt wichtig, wo Bankenfinanzierungen immer noch ein schwieriges Thema sind.“

Von 2000 bis 2006 ist der bilaterale Warenaustausch um das 3,5-fache auf 8,4 Mrd. € angestiegen. Die Russische Föderation  – und dort insbesondere der Moskauer Raum – ist der bedeutendste Handelspartner Bayerns in Osteuropa. Die bayerischen Importe aus Russland sind 2006 gegenüber dem Vorjahr um 65% auf 5,7 Mrd. € gestiegen. Das entspricht 18,8% der gesamtdeutschen Einfuhr aus Russland. Die Exporte bayerischer Produkte nach Russland sind 2006 um 26% auf 2,7 Mrd. € angewachsen. Im 1. Quartal 2007 konnte Bayern mit seinen Lieferungen nochmals um 29,5% zulegen (726 Mio. €). Mehr als die Hälfte der deutschen Großinvestoren in Russland kommt aus Bayern.