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Bayerische Exporte vor neuem Rekordhoch

München (02. Januar 2008) - Der vierzehnte Exportrekord der bayerischen Wirtschaft in Folge ist so gut wie in trockenen Tüchern.

In der Endabrechnung des Jahres 2007 dürften die Ausfuhren Bayerns erstmals die Marke von 150 Milliarden Euro knacken. ''Made in Bavaria'' steht auf den Weltmärkten so hoch im Kurs wie nie zuvor', freut sich Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller über die jüngsten Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik.

Nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Müller bleibt die bayerische Exportwirtschaft auch im nächsten Jahr auf Wachstumskurs. Der starke Euro bremse zwar etwas. Auch dürfte die Weltwirtschaft nicht mehr ganz so kräftig expandieren wie bisher. Die Auslandsnachfrage in der Industrie sei aber unverändert lebhaft, die Exporterwartungen der Unternehmen bleibe laut dem ifo Konjunkturtest Bayern weiter aufwärtsgerichtet. 'Dank einer breiten, technologisch anspruchsvollen Produktpalette besitzt die bayerische Wirtschaft auch in Zukunft hervorragende Chancen auf den Weltmärkten', so die Ministerin.
Von Januar bis September 2007 hat die bayerische Wirtschaft bereits Waren im Wert von 113,9 Milliarden Euro exportiert. Das waren 9,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die bayerische Industrie erwirtschaftet inzwischen jeden zweiten Euro im Ausland. Die Einfuhren nach Bayern erhöhten sich in den ersten neun Monaten um 8,5 Prozent auf 91 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Ausfuhrüberschuss von 22,9 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren in das weltweit wichtigste Abnehmerland bayerischer Waren, die USA, nahmen allerdings nur noch um 0,2 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro zu. Hier haben die schwächere US-Konjunktur und der starke Euro bereits erste Spuren hinterlassen.

Der geringe Exportanstieg in Richtung USA konnte jedoch durch überdurchschnittliche Exporterfolge bei den europäischen Partnerländern kompensiert werden. Die starke Präsenz der bayerischen Wirtschaft auf allen wichtigen Weltmärkten macht sie robust gegen konjunkturelle Schwankungen einzelner Abnehmerländer. So legten die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union um 11 Prozent auf 71,1 Milliarden Euro zu. Das entspricht einem Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren von 62,4 Prozent.

Auf Platz zwei und drei der wichtigsten bayerischen Abnehmerländer rangierten unverändert Österreich und Italien. Während die Ausfuhren in die Alpenrepublik erneut kräftig um 12,3 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro (Anteil 8,6 Prozent) expandierten, nahmen die Exporte nach Italien aufgrund der dort anhaltend schwachen konjunkturellen Entwicklung um lediglich 4 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro (Anteil 8,3 Prozent) zu. Die Ausfuhren nach Großbritannien erhöhten sich wiederum stark um 15,3 Prozent auf 9,2 Milli-arden Euro. Auch die Exporte nach Frankreich stiegen um beachtliche 8,2 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.

Die Lieferungen in die neuen EU-Mitgliedsländer haben erneut überdurchschnittlich zugelegt. So stiegen die Ausfuhren nach Polen um 22,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Exporte in die Tschechische Republik erhöhten sich um 15 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Dynamisch entwickelten sich auch die Ausfuhren nach Ungarn mit einem Anstieg um 8,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Am stärksten wachsen nach wie vor die Ausfuhren Bayerns nach Russland, die von Januar bis September um 42,9 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro stiegen. Bayerische Unternehmen profitieren stark vom Investitionsboom in der Russischen Föderation.

Der Handel mit den Ländern Asiens entwickelte sich ebenfalls positiv: Die Ausfuhren in diese Region stiegen um 7,5 Prozent auf 14 Milliarden Euro. Der Anteil Asiens an der bayerischen Ausfuhr belief sich auf 12,3 Prozent. Wichtigste Ursachen für die erfreuliche Entwicklung waren deutliche Zuwächse bei den Exporten nach China, die im bisherigen Jahresverlauf um 14,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zulegten. Auch die Ausfuhren nach Indien wuchsen um 6,3 Prozent auf 806 Millionen Euro. Der Absatz nach Japan ging demgegenüber um 2 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zurück.