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Ukraine steigt in das Forschungsprogramm Horizont 2020 ein

Berlin/Kiew (7.4.2015) - Forscher und Unternehmen aus der Ukraine können sich von nun an in vollem Umfang an dem EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 beteiligen.

Forschungskommissar Carlos Moedas und der ukrainische Bildungsminister Serhiy Kvit haben in Kiew ein Abkommen zur Assoziierung der Ukraine mit Horizont 2020 unterzeichnet. "Nunmehr hat die Ukraine Zugang zum gesamten Spektrum der Tätigkeiten, die im Rahmen von Horizont 2020 finanziert werden", sagte Moedas. "Das wird dabei helfen, ihre Wirtschaft anzukurbeln. Ich hoffe, dass die Ukraine diese Chancen optimal ausschöpfen wird."

Horizont 2020 ist das erste EU-Programm, zu dessen Teilnahme sich die Ukraine seit Beginn der vorläufigen Anwendung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine entschieden hat. Das Abkommen eröffnet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für ukrainische Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen von der Grundlagenforschung bis hin zu marktnahen Tätigkeiten. So hat die Ukraine beispielsweise nun die Möglichkeit, Finanzhilfen des Europäischen Forschungsrats (EFR) in Anspruch zu nehmen, finanzielle Unterstützung für innovative KMU zu beantragen, von der Unterstützung für wissenschaftliche Spitzenleistungen und anderen Forschungsstrategien zu profitieren und sich an den Führungsstrukturen des Programms zu beteiligen.

Forschung und Innovation
Mit einem Budget von nahezu 80 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014-2020 ist Horizont 2020 das größte multinationale Programm für Forschung und Innovation. Bei seinem Vorgänger, dem 7. Rahmenprogramm, gehörte die Ukraine – mit insgesamt 274 erfolgreichen Beteiligungen an 207 Vorschlägen – zu den zehn am stärksten vertretenen Drittländern. Die wichtigsten fünf Bereiche mit Beteiligung aus der Ukraine waren: Umwelt (einschließlich Klimawandel); Verkehr (einschließlich Luftfahrt); Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien; Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie sowie Raumfahrt.

Das unterzeichnete Abkommen muss noch vom ukrainischen Parlament ratifiziert werden, bevor es in Kraft tritt, aber bereits jetzt können sich ukrainische juristische Personen an allen Maßnahmen von Horizont 2020, die aus dem Haushalt 2015 finanziert werden, beteiligen, da die Assoziierung für die Jahre 2015-2020 gilt. Die Ukraine hat außerdem die Assoziierung mit dem Euratom-Programm für Forschung und Ausbildung beantragt, doch die Verhandlungen müssen gesondert geführt werden.
Weitere Informationen zu den mit Horizont 2020 assoziierte Länder finden Sie hier, zur Forschungs- und Innovationskooperation EU-Ukraine hier.

(Quelle: EU)