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Südkorea steigt zum zweitwichtigsten Abnehmer deutscher Waren in Asien auf

Bonn (26.8.2015) - Die deutschen Ausfuhren nach Asien wuchsen im 1. Halbjahr 2015 um 5,7 Prozent auf 81,7 Milliarden Euro. Besonders stark stiegen die Exporte nach Südkorea, Indien, Taiwan und Australien.

Die Kfz-Industrie konnte sinkende Lieferungen in die VR China durch höhere Exporte nach Südkorea ausgleichen und ihre Ausfuhren nach Asien/Pazifik insgesamt erhöhen. Im Maschinenbau sanken die Exporte; der Absatz deutscher Maschinen stieg vor allem in Indien. Starke Zuwächse gab es bei Arznei-, Nahrungsmitteln und Getränken.

Die deutschen Ausfuhren nach Asien/Pazifik wuchsen im 1. Halbjahr 2015 auf Eurobasis um 5,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Stark gestiegene Exporte nach Südkorea, Indien, Taiwan, in die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN und nach Australien kompensierten ein nur schwaches Wachstum der Exporte nach China und Japan. Dennoch blieb die Zunahme der Ausfuhren in die Region hinter dem Zuwachs der gesamten deutschen Ausfuhren von 6,9 Prozent zurück.

Interessant ist, dass Südkorea erstmals mehr deutsche Waren kaufte als das wirtschaftlich deutlich größere Japan. Das Land rückte damit auf Rang zwei der Abnehmer deutscher Waren in Asien direkt hinter der VR China vor. Seit Mitte 2011 wenden die EU und Südkorea im bilateralen Handel ein Freihandelsabkommen an. Die meisten Waren können zollfrei gehandelt werden. Hauptgrund für die deutlich gestiegenen Ausfuhren ist der florierende Absatz deutscher Pkw in Südkorea. Im 1. Halbjahr 2015 rückte das Land auf Rang 17 der Abnehmer deutscher Waren vor und lag damit nur einen Platz hinter Russland.

In Dollar sinken die deutschen Ausfuhren nach Asien/Pazifik

In US-Dollar gerechnet gaben die Ausfuhren nach Asien/Pazifik allerdings um 14 Prozent nach. Auch die Exporte nach Südkorea und Indien gingen auf dieser Basis zurück. Unter den größeren Abnehmerländern wuchsen die Ausfuhren in Dollar lediglich in die Philippinen.

Die Ergebnisse fielen in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich aus. Die deutschen Ausfuhren in der chemischen Industrie stiegen in fast alle Länder Asiens. Besonders stark legten dabei die Exporte von Arzneimitteln zu, insbesondere nach China. Im Maschinenbau gab es Zuwächse bei den Ausfuhren vor allem nach Indien und Südkorea. Die Kfz-Branche konnte sinkende Lieferungen nach China und Japan durch höhere Lieferungen nach Südkorea, Australien und Taiwan ausgleichen und ihre Ausfuhren nach Asien/Pazifik insgesamt erhöhen.

Medizintechnik-, Nahrungsmittel- und Luftfahrzeugexporte mit starkem Zuwachs

In der Elektronik zogen die Ausfuhren in die ASEAN-Länder kräftig an. In der Elektrotechnik stiegen vor allem die Exporte nach Indien, Hongkong, Thailand und Taiwan. In der Elektrotechnik und Elektronik wuchsen auch die Ausfuhren in die VR China.

Die Exporte von Luftfahrzeugen nach Asien/Pazifik stiegen um 21,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 2,6 Milliarden Euro. Die wichtigsten Abnehmer waren die VR China mit 1,6 Milliarden Euro, die Philippinen mit 345 Millionen Euro und Taiwan mit 217 Miollionen Euro.

Starke Zuwächse verzeichneten deutsche Exporteure nach Asien/Pazifik in den größeren Branchen wie der Medizintechnik und bei Nahrungs- und Genussmitteln mit Zunahmen um jeweils mehr als 18 Prozent auf 1,7 Milliarden beziehungsweise 1,6 Milliarden Euro. Der Wert der Lieferungen von Nahrungsmitteln in die VR China stieg im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um etwa 50 Prozent.

(Quelle: GTAI)