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Slowakei startet großes Förderprogramm für Erneuerbare Energien

Bratislava (11.9.2015) - Eine Akkreditierung in der Slowakei eröffnet deutschen Unternehmen eine Chance von einem neuen Förderporgramm zu profitieren. Das Land zur Nutzung von erneuerbaren Energiequellen in Wohngebäuden an. Hausbesitzer bekommen bis zu 50 Prozent Zuschuss für die Installation von Ökoenergie. Für Hersteller von entsprechender Technologie ist es wichtig, sich zuvor bei der staatlichen Umweltagentur SIEA registrieren lassen.

Bis 2020 stehen 115 Millionen Euro zur Verfügung. Wer Solaranlagen, Biomassekessel, Wärmepumpen oder kleine Windräder installiert, bekommt bis zur Hälfte der Investitionen erstattet. Auch der Einbau von Stromspeichern wird bezuschusst.

Anbieter von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen warten seit Jahren auf Impulse in der Slowakei. Nun ist es endlich soweit. Ab Herbst 2015 will die slowakische Regierung Hausbesitzer stärker zum ökologischen Umbau ihrer Energieversorgung animieren.

Grünes Licht für grüne Energie

Das "Zelena domacnostiam" genannte Projekt (auf Deutsch etwa "Grünes Licht für die Haushalte") sieht in einer ersten Phase Fördermittel von 45 Millionen Euro vor. Damit könnten bis zu 15.000 Anlagen finanziert werden. Bis 2020 sollen im Rahmen dieses Vorhabens 115 Millionen Euro an Hauseigentümer verteilt werden. Davon kommen 100 Millionen Euro aus dem EU-Operationsprogramm "Umweltqualität", der Rest fließt aus dem Staatshaushalt.

Es ist ausdrücklich vorgesehen, die Strom- und Wärmeerzeugung nur für den Eigenbedarf zu unterstützen. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz soll nicht subventioniert werden. Gefördert werden Photovoltaikmodule und Windturbinen mit einer Leistung bis 10 kW sowie Sonnenkollektoren, Biomassekessel und Wärmepumpen. Neben den Anlagen zur Energieerzeugung sind auch die Kosten für Montagearbeiten und Elektroinstallation, Tragekonstruktionen, Wechselrichter oder Strom- und Warmwasserspeicher förderfähig.

Herstellen müssen sich akkreditieren

Hersteller von entsprechender Technologie müssen sich bei der Slowakischen Innovations- und Energieagentur SIEA vorab akkreditieren lassen, um als Lieferanten ins Geschäft zu kommen. Die Behörde prüft, ob die Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen den technischen Anforderungen entsprechen. So müssen die Sonnenkollektoren zum Beispiel über das "Solar Keymark"-Zertifikat verfügen. Biomasseheizkessel dürfen nicht für die Verfeuerung von fossilen Brennstoffen geeignet sein und sollen bestimmte Emissionsgrenzwerte einhalten.

Voraussetzung für die Akkreditierung als Technologielieferant ist ein Firmensitz in der Slowakei oder in einem anderen EU-Mitgliedsstaat sowie ein Vertrag mit der Energieagentur SIEA. Die Installation der Anlage muss durch qualifizierte Spezialisten erfolgen, die eine entsprechende Zulassung für solche Arbeiten haben (geregelt in § 13a, Gesetz 309/2009).
 

Hausbesitzer bekommen einen Gutschein für das Projekt

Die Zuschüsse werden in Form eines Vouchers vergeben und können in Einzelfällen bis zur Hälfte der Gesamtinvestition abdecken. Der Wert des Vouchers bemisst sich nach der gewählten Energieerzeugungsquelle und der Anlagenkapazität.

Haushalte können aus der Liste der akkreditierten Hersteller einen Anbieter auswählen und diesen direkt mit dem Gutschein bezahlen. Das Unternehmen reicht diesen dann bei der Energieagentur SIEA ein und beantragt eine Erstattung. Das verringert den bürokratischen Aufwand für die Haushalte, verlagert ihn aber auf die Produzenten der Energieerzeugungsanlagen.

Der Akkreditierungsprozess für die Unternehmen läuft bereits, ab Herbst sollen die ersten Voucher vergeben werden. Die slowakische Regierung erhofft sich von dem Programm eine schnellere Umrüstung der oftmals noch mit fossilen Brennstoffen befeuerten Wohngebäude auf ökologische Energieversorgung. Die Förderquoten sind nach Berechnungen der Tageszeitung Pravda so lukrativ, dass sich die Anschaffung einer Solaranlage bereits nach sechs Jahren amortisieren würde.

Hier gelangen Sie zur kompletten Meldung inklusive Tabelle mit den einzelnen Förderquoten.

Kontaktanschrift:

Slovenska inovacna a energeticka agentura
(Slowakische Innovations- und Energieagentur (SIEA)
Bajkalska 27, 827 99 Bratislava 27
Tel.: 00421/915 49 60 44 (für Registrierungen von Technologie)

E-Mail: zelenadomacnostiam@siea.gov.sk
Internet: http://zelenadomacnostiam.sk

(Quelle: GTAI)