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Polen: Delegationsreise mit Ministerin Aigner

München/Warschau (4.3.2015) - Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wird vom 8. bis 10. Juli mit einer Wirtschaftsdelegation nach Warschau und Breslau in Polen reisen. Die Delegationsreise richtet sich vor allem an Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder bayerischer Unternehmen aus den Branchen: Umwelttechnik, Energietechnik, Logistik, IKT-Dienstleistungen und Chemie.

Ziel der Reise ist es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen durch Gespräche mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern zu intensivieren. Mögliche Projekte und Kooperationsfelder sollen ausgelotet werden. Unter anderem sind Informationsveranstaltungen zu den jeweiligen Standorten sowie Branchen-Roundtables und Kontaktgespräche mit polnischen Unternehmen geplant.

Die polnische Wirtschaft glänzt 2014 mit einem stolzen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von
3,3 Prozent. Auch für die kommenden zwei Jahre erwarten Experten Wachstumsraten im Bereich von über 3 Prozent. Mit einem bayerisch-polnischen Handelsvolumen von circa 4,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2014 ist Polen nach der Tschechischen Republik der wichtigste Handelspartner Bayerns unter den neuen EU-Mitgliedsstaaten und der zehntwichtigste Handelspartner weltweit.
 

Mit 38,5 Millionen Einwohnern (2013) und einem pro Kopf-Einkommen von bis zu 10.100 Euro (2013) hat sich Polen zu einer der führenden Wirtschaftsnationen in Mittel- und Osteuropa entwickelt und stellt mittlerweile einen interessanten Absatzmarkt und Investitionsstandort mit einer konsumfreudigen Bevölkerung dar. Auch nach zehn Jahren EU-Mitgliedschaft hat Polen großen Nachholbedarf vor allem in den Bereichen Umwelttechnologie und Energieeffizienz, Intralogistik sowie Bahntechnik. Als einem der größten Empfänger der nächsten EU-Fördermittelperiode 2014 bis 2020 stehen Polen alleine im Rahmen des operationellen Programms „Infrastruktur und Umwelt“ über 9 Milliarden Euro für den Umweltschutz
zur Verfügung. Zu den Hauptzielen der Finanzierung zählt die Abfallentsorgung.


Währenddessen konzentrieren sich die polnischen Energieeffizienzbemühungen vor allem auf die Bereiche Thermoisolierung und Energiesparbeleuchtung. Zudem bietet die polnische Chemiebranche gute Geschäftsmöglichkeiten. In dieser Branche steht vor allem der Ausbau der Kunststofffertigung im Vordergrund, womit auch die Nachfrage nach ausländischen Basischemikalien steigen sollte. Große Chancen eröffnet ebenso die IKT-Branche, für die ein Umsatzwachstum von 7 Prozent prognostiziert wird. Hier zeichnet sich insbesondere im Softwarebereich der Bedarf an IT-Sicherheit und Cloud-Computing ab.

Interessierte bayerische Firmen werden gebeten, Ihr begründetes Teilnahmeinteresse unter www.bayern-international.de/polen2015 bis Donnerstag, den 2. April 2015 mitzuteilen. Sie werden im Anschluss zu einer Teilnahme eingeladen und erhalten weitere Informationen zur Reise. Die Anmeldefrist endet voraussichtlich am 6. Mai 2015. Aufgrund der Begrenzung der Teilnehmerzahl behält sich das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie eine Auswahl vor, bei der unter anderem der Eingang der Interessenbekundung, die Branchenzugehörigkeit sowie konkrete Anliegen berücksichtigt werden.


Die Reisekosten (Flug und Hotelübernachtung) sowie die Kosten für Ihr etwaiges individuelles Programm sind von Ihnen selbst zu tragen. Die Kosten für das gemeinsame Programm werden im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung durch den Freistaat Bayern getragen.
 

Ansprechpartner:
Marco Flasch
Bayerische Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsbeziehungen mbH
Tel.: +49 89 660566-202

Dr. Helena Sieben
Bayerisches Staatsministerium für
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Tel.: + 49 89 2162-2634
 

(Quelle: StMWi)