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Peru braucht mehr Maschinen

Lima (7.7.2015) - In Peru bieten sich deutschen Maschinenherstellern gute Geschäftschancen. Landwirtschaft, Bergbau und verarbeitender Sektor melden einen hohen Technikbedarf, den sie zum Großteil im Ausland decken.

So benötigt das Agrobusiness Kühltechnik und Verpackungsmaschinen, um gestiegenen Kundenanforderungen zu genügen. Der Bergbau will mehr Anlagen zum Entsalzen und Aufbereiten von Wasser einsetzen und sucht energieeffiziente Lösungen.

Perus Landwirtschaft benötigt vor allem Maschinen für die Verbesserung der Bewässerungstechnik. Der Sektor hat auf Jahre hinaus gute Wachstumsperspektiven und steigerte 2014 seine Exporte gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel. Die Weiterverarbeitung von Agrarprodukten wiederum ist ein Schwerpunkt der peruanischen Industrie. Die Kapazität der Anlagen zur Kühlung, Frischhaltung, Verarbeitung und Verpackung der Produkte hält aber nicht mit der Entwicklung der Landwirtschaft Schritt. Benötigt sind daher Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, meist aus dem Ausland, da nur wenig im Land hergestellt wird. Die Agrarbranche investiert beispielsweise in die Prozessautomatisierung bei der Ernte sowie in Labor- und Kühltechnik. Auch Verpackungen, die biologisch abbaubar sind, werden zunehmend gefragt.

Bergbau sucht effiziente und umweltverträgliche Lösungen

Ein guter Maschinenkunde ist in Perus Industrie zudem die starke Textil- und Bekleidungsbranche, ebenso die Chemieindustrie. Allerdings könnte die Produktion von Basischemikalien, Zement und Plastik 2015 wegen der Konjunkturflaute in der Region nachlassen, nachdem die Nachfrage aus den Nachbarländern im Vorjahr die Branche noch beflügelt hatte.

Der Bergbau wird mittelfristig wieder mehr Förderausrüstung nachfragen, wenn die geplanten Minenprojekte umgesetzt werden. Bei günstigen Rahmenbedingungen könnte der Verkauf von Maschinen in den nächsten Jahren recht kräftig zulegen. Die Branche braucht in etlichen Bereichen dringend mehr Technik. Sie muss Wasser beschaffen - etwa durch die Entsalzung von Meerwasser - und Abwasser aufbereiten, mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen sowie energieeffiziente Lösungen beim Sprengen, Bohren und Mahlen einsetzen. Auch Technologien für die Prozessoptimierung und die Automatisierung im Untertagebau werden an Bedeutung gewinnen.

Cluster wirbt für deutsche Technologien und Produkte

Etwa 20 Vertreter meist marktführender deutscher Unternehmen präsentieren ihre Produkte in Peru gemeinsam. Hochleistungsturbinen und kleine Spezialwerkzeuge finden sich ebenso darunter wie Abwasserreinigungstechnologie. Die Firmen sind Mitglieder des Clusters Canasta Tecnológica Alemana, der auf Initiative der deutschen Botschaft in Lima gegründet wurde und durch die AHK Peru unterstützt wird. Zu den dort vertretenen Branchen gehören unter anderem der Bergbau, Hoch- und Tiefbau sowie die Baustoffherstellung.

Unter den Warenimportgruppen aus Deutschland gab es bei Maschinen mit vier Prozent das größte Plus gegenüber dem Vorjahr. Deutsche Firmen beliefern hauptsächlich die Sektoren Bau, Bergbau, Nahrungs- und Futtermittel, Textilien und Kunststoffe.

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(Quelle: GTAI)