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Die EU schreibt zum dritten Mal den Innovationspreis für Frauen aus

Brüssel (07.04.2015) Anlässlich des Weltfrauentages schreibt die Europäische Kommission zum dritten Mal den Innovationspreis für Frauen aus, um drei Frauen auszuzeichnen, die herausragende Innovationen entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Die Auszeichnung will die Wahrnehmung für den Bedarf nach mehr weiblichen Unternehmern schärfen und andere Frauen dazu inspirieren, ihrem Beispiel zu folgen.

Der Preis wird während eines Arbeitsessens mit herausragenden Frauen aus Wissenschaft, Forschung, Industrie und Medien ausgeschrieben. Gastgeber ist der Europäische Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation Carlos Moedas. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Überlegungen mit dem Ziel, die Beteiligung von Frauen in Forschung und Innovation und ihren Anteil an Spitzenpositionen in der Industrie und Wissenschaft zu erhöhen. Teilnehmer sind unter anderem Hochschulrektorinnen, ehemalige Gewinnerinnen des Innovationspreises für Frauen, Vorsitzende von EU-Initiativen zur Gleichstellung und sowohl erfahrene wie auch junge Forscherinnen.

Kommissar Moedas sagte: „Es mag in den letzten Jahren ein paar Fortschritte gegeben haben, aber in Europa bleiben weibliche Forscher und Unternehmer in der Minderheit. Ob aus wirtschaftlicher, intellektueller oder gesellschaftlicher Perspektive, wir können es uns nicht leisten weiterhin diesen riesigen Vorrat an ungenutzten Talenten zu übersehen. Der Innovationspreis für Frauen zeichnet Unternehmerinnen für ihre wertvollen Errungenschaften aus und inspiriert Männer und Frauen gleichermaßen.“

„Gleichstellung ist nicht nur ein moralisches Gebot sondern macht auch wirtschaftlich Sinn“, sagte Věra Jourová, Europäische Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung. „Vielfalt ist gut für Innovationen und Unternehmertum, weil es neue Talente und frische Ideen bringt. Der Innovationspreis für Frauen bietet weiblichen Talenten eine Bühne und kann andere Frauen ermutigen, Karrieren in Wissenschaft und Unternehmertum zu machen, wo Frauen noch immer unterrepräsentiert sind.“

Der Wettbewerb steht allen Frauen offen, die ihre Firma gegründet oder mit gegründet haben und die zu einem Zeitpunkt ihrer Karriere von EU Forschungs- und Innovationsfördermitteln profitiert haben. Teilnehmerinnen können ihre Bewerbungen bis zum 20. Oktober 2015 einreichen. Eine Jury auf höchster Ebene wird die drei Siegerinnen bewerten und auswählen, die 2016 bekannt gegeben werden.Der erste Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, der zweite mit 50.000 Euro und der dritte mit 30.000 Euro.

Gleichberechtigung ist ein Eckpfeiler der Europäischen Union und betrifft alle Gebiete der Europäischen Politik, auch Forschung und Innovation.


Obwohl es in den letzten Jahren einige Verbesserungen gegeben hat, bestehen weiterhin große Unterschiede zwischen den Karrieren von weiblichen und männlichen Wissenschaftlern und Unternehmern. 2012 waren 46 Prozent der Absolventen mit Doktortitel in der EU Frauen, aber sie stellten nur 33 Prozent der Forscher. Nur eine von zehn Universitäten in der Europäischen Union hat eine Rektorin und 20 Prozent der Forscher auf höchstem akademischem Niveau sind Frauen. Frauen stellen nur 30 Prozent aller Unternehmer in Europa.


Der Innovationspreis für Frauen wurde 2011 gestiftet, um herausragende Unternehmerinnen öffentlich auszuzeichnen, die ihre innovativen Ideen zur Marktreife geführt haben und andere Frauen dazu inspiriert haben ihrem Beispiel zu folgen. Die Gewinner der letzten beiden Verleihungen sind Saskia Biskup (Deutschland), Laura van ‘t Veer (Niederlande), Ana Maiques (Spanien), Gitte Neubauer (Deutschland), Fabienne Hermitte (Frankreich) und Ilaria Rosso (Italien).

Weitere Informationen: (auf Englisch)

EU Prize for Women Innovators: Webpage
Gleichberechtigung in Forschung und Innovation


Medien Kontakt:
Sprecher der Europäischen Kommission für Forschung, Wissenschaft und Innovation

 

(Quelle: EU Kommission Brüssel