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Dänemark lockt mit umfangreichen Bauprojekten

München (9.1.2015) - Die dänische Bauwirtschaft ist in den kommenden Jahren für deutsche Unternehmen besonders attraktiv. Bis 2023 sind Investitionen von umgerechnet mehr als 60 Milliarden Euro geplant. Dänemark investiert dabei auch stark in den Wohnungsbau und Stadterneuerungsprojekte.

Für die Hauptstadt Kopenhagen ist eine nachhaltige Stadtentwicklung von zentraler Bedeutung. Dazu gehört beispielsweise die Revitalisierung alter Industrieflächen. So werden unter anderem alte Hafengebiete im Norden und Süden der Stadt sowie das ehemalige Gelände der Carlsberg-Brauerei in Wohngebiete umgewandelt. Einen Überblick über den Fortgang des Projekts in dänischer Sprache bietet diese Internetseite.

Aus dem alten Hafengebiet nördlich des Kopenhagener Zentrums, Nordhavn (Nordhafen), soll innerhalb der nächsten 30 bis 50 Jahre in mehreren Etappen ein vollkommen neuer Stadtteil mit Wohnraum für rund 40.000 Menschen entstehen. Neben Wohn- soll es dort auch neue Gewerbeflächen geben. Zusammen mit der erforderlichen Infrastruktur dürften sich die Projektkosten auf umgerechnet mehr als 14 Milliarde Euro summieren.

Auch am Sydhavn (Südhafen) investiert Kopenhagen in ein umfangreiches Stadterneuerungsprojekt. In den nächsten Jahren sollen dort 650.000 qm Wohn- und 400.000 qm Gewerbefläche entstehen. Experten beziffern die Kosten für den Gebäude- und erforderlichen Infrastrukturbau auf knapp 5 Milliarden Euro (weitere Informationen über das Bauprojekt bietet diese dänischsprachige Internetseite.

Darüber hinaus entstehen in Dänemark völlig neue Wohngebiete, wie Havnevigen in Kopenhagen
oder das neue Hafenwohngebiet in Aarhus. Sowohl bei diesen Projekten als auch bei der Sanierung und Revitalisierung bestehender Stadtteile legt Dänemark großen Wert auf Nachhaltigkeit. Schließlich nehmen das Königreich und insbesondere seine Hauptstadt Kopenhagen nicht nur hinsichtlich nachhaltiger Städteplanung international eine Vorreiterrolle ein, sondern auch darüber hinaus, wenn es um grüne und energieeffiziente Lösungen geht.

Die zahlreichen Projekte bringen jedoch die heimische Bauwirtschaft laut Marktbeobachtern fast an ihre
Kapazitätsgrenze. Schon deshalb biete die hohe Nachfrage auch deutschen Unternehmen interessante
Geschäftspotenziale, zumal zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben Unternehmen unterschiedlicher Größen und innerhalb eines sehr breiten Branchenspektrums gefragt sind. Weitere Informationen über die dänische Bauwirtschaft, auch über die aktuellen Straßenbahnprojekte, veröffentlicht die Deutsch-Dänische Handelskammer in ihrem kostenlosen deutschsprachigen Bau-Newsletter "Dänemark baut".

(Quellen: HWK München/GTAI)