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Bayerische Unternehmen spüren Chinas Schwächephase

München (26.8.2015) - Im Reich der Mitte kriselt es und bayerische Firmen bekommen dies deutlich zu spüren, ebenso wie die Lage in etlichen anderen Schwellenländern. Dies geht aus dem aktuellen Konjunkturreport der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) hervor.

Nach dem guten Start ins Jahr 2015 geriet die Konjunktur in der bayerischen M+E Industrie im zweiten Quartal ins Stocken. „Das unsichere weltwirtschaftliche Umfeld belastet die Unternehmen. Vor allem die Entwicklung in den Schwellenländern gibt Anlass zur Sorge. Brasilien steckt ebenso in der Rezession wie Russland. Jetzt zeigt sich auch, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in China spürbar und dauerhaft verlangsamt“, so bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

China ist nach den USA inzwischen der zweitgrößte Exportmarkt für die bayerische M+E Industrie. Mehr als zwölf Prozent der M+E Industrie des Freistaats flossen 2014 ins Reich der Mitte. „Umso schwerer wiegt es, dass die bayerischen M+E Ausfuhren nach China im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent sanken“, so Brossardt. Die Exporte nach Brasilien gingen um 9,4 Prozent zurück, die Ausfuhren nach Russland brachen um 45,7 Prozent ein.

Allerdings konnte diese negative Entwicklung durch kräftige Steigerungen der Exporte in die USA (+17,6 Prozent) und nach Großbritannien (+25,1 Prozent) kompensiert werden. Auch die Ausfuhren nach Frankreich (+4,6 Prozent), Italien (+8,3 Prozent) und Spanien (+11,5 Prozent) nahmen zu. Insgesamt lagen die Exporte von M+E Produkten im ersten Halbjahr 2015 um 4,0 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Die Produktionin der bayerischen M+E Industrie stagnierte im zweiten Quartal 2015. Nachdem der Output im ersten Jahresviertel 2015 um 2,4 Prozent zugenommen hatte, verzeichnete die Branche im zweiten Quartal keine Steigerung mehr. Der Beschäftigungsanstieg in der bayerischen M+E Industrie setzt sich dennoch unvermindert fort. Im April wurde erstmals seit 23 Jahren die Grenze von 800.000 Stammarbeitsplätzen übertroffen. Bis Juni stieg die Zahl weiter auf 803.000 an. Damit entstanden im Verlauf der ersten Jahreshälfte 11.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Im Durchschnitt des zweiten Jahresviertels lag das Plus bei 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

(Quelle: bayme vbm)