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Außenwirtschaft von A bis Z: Heute A wie ATLAS

Nürnberg (6.10.2015) - Die Zollsoftware ATLAS ersetzt schriftliche Zolldokumente und erleichtert so die Zoll-Abwicklung und die Überführung importierter Waren. Das interne EDV-Verfahren der deutschen Zollverwaltung besitzt mehrere Schnittstellen.

Schneller, einfacher und weitgehend automatisiert, so könnte man ATLAS beschreiben. Das elektronische Verfahren verzichtet überwiegend auf die Vorlage von Rechnungen und Zertifikaten.   ATLAS (auch ATL@S geschrieben) steht für das automatisierte Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System. Damit können auf elektronischem Wege Zollanmeldung, Zollabfertigung, Zollsachbearbeitung und die Überführung importierter Waren in den freien Verkehr vorgenommen werden.
 
Abgesehen von der passiven Veredelung und dem Verwendungsverfahren bildet ATLAS mittlerweile alle wirtschaftlich relevanten Zollvorgänge ab. Die einzelnen Zollverfahren wurden nach und nach in die Software integriert. ATLAS bietet Schnittstellen nicht nur zu Zollverwaltungen, sondern auch für weitere Dienststellen, etwa das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Daten werden zudem den anderen EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellt.
 

Welche Lösung für welches Unternehmen?

Die Teilnahme ist grundsätzlich freiwillig, jedoch für bestimmte Vorgänge mittlerweile vorgeschrieben. Das Verfahren selbst kostet nichts, je nachdem für welche Anbindung sich ein Unternehmen entscheidet, können aber unterschiedliche Kosten anfallen.
 
Die umfangreichste Lösung, nämlich Inhouse,  bietet sich für Firmen mit zahlreichen Export- und/oder Import-Vorgängen an. Hierzu muss eine zusätzliche Software, teilweise auch Hardware, erworben werden.  Es gibt auch Lösungen, die gleich die Buchhaltung und vorgeschaltete Prozesse mit integrieren. Um an diesem Verfahren teilzunehmen, bedarf es neben der speziellen geprüften Software auch einer EORI-Nummer, dem Nachfolger der früheren Zollnummer. Zudem benötigt man eine BIN (Beteiligten-Identifikationsnummer), diese dient als elektronische Unterschrift.
 
Wer nicht eigens eine Software erwerben möchte, kann als zweite Möglichkeit auf einen Anwendungsdienstleister (ASP) im Rahmen einer Nutzungslizenz mit Online-Zugang zurückgreifen. Auch hier ist eine EORI-Nummer notwendig. Dieses Verfahren bietet sich für Unternehmen mit begrenztem Import- und/oder Exportaufkommen an.
 
Die einfachste Variante, welche auch Privatpersonen nutzen können, empfiehlt sich für Unternehmen, die nur gelegentlich Waren aus- und einführen. Hierbei handelt es sich um die Internetzollanmeldung Hier stellt der Zoll selbst eine ASP-Lösung zur Verfügung. Jedoch sind hiermit weniger Vorgänge elektronisch möglich als in den beiden anderen Verfahren.
 

>>> Voraussetzungen für die ATLAS-Teilnahme und Übersicht zu den diversen Software-Anbietern.

 >>> Informative Seite des Zolls rund um ATLAS.

>>> Unsere AuWi-Seiten zu den Themen Zoll/Recht/Steuern.

>>> Jährlich veranstaltet das Außenwirtschaftszentrum das Zollforum Bayern.

>>> Hier gelangen Sie zu unserem Export-Lexikon.