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Arbeitslosigkeit in EU-Regionen geht zurück

Brüssel (26.05.2015) Die Europäische Kommission hat 22.04.2015 eine Pressemeldung veröffentlicht. Die gute Nachricht: "Die Erwerbslosenquoten gingen 2014 in der Mehrheit der EU-Regionen zurück." Die schlechte Nachricht: Es gibt immer noch zu große regionale Unterschiede.

Während man sich in Deutschland darüber freuen kann, dass die Erwerbslosenquote auf unter 3 Prozent gesunken ist, steht im spanischen Süden, in Andalusien, mehr als jeder dritte Erwachsene ohne Arbeit da.

Noch dramatischer ist die Diskrepanz bei jungen Menschen. In Oberbayern liegt die Jugenderwerbslosenquote bei 3,7 Prozent, in Ipeiros, einer Region im Nordwesten Griechenlands, haben 70 von 100 Jugendlichen keine Arbeit und damit keine Perspektive.

 

Hier lesen Sie den vollständigen Pressebeitrag der Europäischen Kommission:

Die Erwerbslosenquoten gingen 2014 in der Mehrheit der EU-Regionen zurück. Das geht aus den heute (Mittwoch) von der EU-Statistikbehörde Eurostat vorgestellten Daten zur regionalen Erwerbslosigkeit hervor. Die regionalen Erwerbslosenquoten unterschieden sich jedoch immer noch deutlich zwischen den EU-Regionen. Die niedrigsten Quoten verzeichneten die Regionen Praha in der Tschechischen Republik und Oberbayern in Deutschland (je 2,5 Prozent), es folgten Tübingen, Oberpfalz, Niederbayern und Unterfranken. Die Quote in diesen Regionen Deutschlands lag unter 3,0 Prozent. Am anderen Ende der Skala wiesen fünf spanische Regionen die höchsten Erwerbslosenquoten auf: Andalucía (34,8 Prozent), Canarias (32,4 Prozent), Ceuta (31,9 Prozent), Extremadura (29,8 Prozent) und Castilla-la Mancha (29,0 Prozent).

In jeder fünften Region der EU lag die Erwerbslosenquote unter 5 Prozent. Von den EU-Regionen hatten 54 eine Erwerbslosenquote von 5,0 Prozent oder weniger, dazu zählten dreiundzwanzig Regionen in Deutschland, sechzehn im Vereinigten Königreich, sechs in Österreich, jeweils drei in Belgien und Rumänien und jeweils eine in der Tschechischen Republik, Italien und Ungarn. 29 Regionen wiesen hingegen eine Quote von mindestens 20,2 Prozent auf, was dem Doppelten des EU-Wertes entspricht: dreizehn Regionen in Spanien, zwölf in Griechenland und vier in Italien.

Die durchschnittliche EU-Jugenderwerbslosenquote betrug bei den 15-24-Jährigen 21,9 Prozent. Auch bei Jugenderwerbslosenquote  gab es ausgeprägte regionale Unterschiede. Die niedrigsten Jugenderwerbslosenquoten in der EU wurden in den deutschen Regionen Oberbayern (3,7 Prozent), Stuttgart (4,7 Prozent), Karlsruhe (4,8 Prozent) und Freiburg (5,0 Prozent) registriert, die höchsten in Ipeiros (69,8 Prozent) in Griechenland und Ceuta (67,5 Prozent) in Spanien. In der Hälfte der EU-Regionen war die Jugenderwerbslosenquote mindestens doppelt so hoch wie die Gesamterwerbslosenquote.

Mehr in der ausführlichen Pressemitteilung von Eurostat .

 

(Quelle: Bayern Handwerk International)