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Kuriositäten aus Europa

Ihnen wird der Zutritt zum Coffeeshop verwehrt und Sie wissen nicht warum? Sie möchten wissen, wieso Sie auf einmal kein Baron mehr sind? Und wissen Sie etwa nicht wie viel Salz ins Brot gehört? Einige Rezepte und Antworten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Kuriositäten aus Europa

Das bizarre Förderungsgebaren der EU


Jedes Jahr werden mehrere Milliarden Euro an EU-Geldern nicht korrekt ausgegeben. Beispielsweise ein Konzert von Elton John in Italien, ein Hunde-Fitnesscenter in Ungarn oder ein Golfplatz in Großbritannien wurden u. a. bisher mit dem Fördertöpfen aus Brüssel finanziert.


Nun verlangt Brüssel Berichte von Mitgliedsländern, die von den jeweiligen Finanzministern unterschrieben werden müssen. Ergibt sich daraus, dass EU-Gelder fehlerhaft ausgegeben worden sind, müsse dies unbedingt zurückgefordert werden, so FDP-Europaabgeordneter Jorgo Chatzimarkakis. Ferner prangert er mangelhaftes Management der EU-Gelder in Spanien und Großbritannien an. Letztes Jahr seien dadurch in beiden Ländern – u. a. auch in Deutschland – zeitweilig Programme ausgesetzt worden. Die EU-Kommission stoppte für die gesamte EU vorübergehend Zahlungen aus regionalen Entwicklungsfonds i. H. v. mehr als zwei Mrd. Euro.


Chatzimarkakis drohte mit Aufschiebung der Entlastung für den Haushalt des Jahres 2009, sollten Forderungen der EU-Kommission nicht erfüllt werden. Steuerkommissar Algirdas Semeta hingegen, ließ durch seine Sprecherin verlauten, dass er eine Verbesserung bei der Qualität der Ausgaben sehe.


Für Griechenland, Bulgarien und Rumänien hat Chatzimarkakis bereits einen „Marshall-Plan“: Nicht mehr die nationalen Regierungen, sondern die EU selbst sollte an Ort und Stelle die Vergabe von Fördergeldern selbst in die Hand nehmen.


Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/international/geldverschwendung-das-bizarre-foerderungsgebaren-der-eu;2749613

 

38 Schweden heißen jetzt Klaus-Heidi

Aufgrund einer erfolgreichen PR-Kampagne von Lufthansa haben 38 Schweden offiziell den Vornamen „Klaus-Heidi“ angenommen. Die schwedischen Klaus-Heidis möchten an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem sie einen Flug nach Berlin und ein Jahr kostenlose Unterkunft in der Bundeshauptstadt gewinnen können.

Im Oktober startete Lufthansa in Schweden einen Wettbewerb, bei der die Teilnehmer „ein neues Leben in Berlin“ gewinnen können, wie es in der Kampagne heißt. Der Preis besteht unter anderem aus einem Flugticket nach Berlin, ein Jahr kostenloser Unterkunft in einer Wohnung in Neukölln und einem Deutschkurs. Am Wettbewerb können nur Schweden teilnehmen, die offiziell im Melderegister den Vornamen Klaus-Heidi eintragen lassen. Als die Aktion starte, gab es keinen Schweden mit diesem Namen.

Mittlerweile hat beispielsweise die 21-jährige Karolina Friberg aus Malmö ihren Namen geändert in Karolina Klaus-Heidi Friberg. Sie war sofort von der Aktion begeistert, wie sie gegenüber der schwedischen Zeitung Metro sagte: „Es ist schon ein bisschen albern, aber auch lustig. Manchmal muss man ungewöhnliche Dinge tun, damit etwas Spannendes passiert.“ Auch wenn Sie nicht gewinnt, möchte Sie den neuen Namen behalten. „Ich finde der Name klingt gut.“

Die liberale Namensgesetzgebung hat den Wettbewerb erst möglich gemacht. In Schweden kann ohne Begründung der Vorname und oftmals auch der Nachname geändert und ergänzt werden. Nach einer Bearbeitungszeit von circa vier Wochen ist die Person dann im Melderegister mit einem anderen Namen eingetragen.

Kampagne vorzeitig beendet.

Magnus Engvall, der die Kampagne bei Lufthansa betreut, war überrascht vom großen Interesse. Lufthansa hatte sich sogar auf das Szenario vorbereitet, dass eventuell niemand am Wettbwerb teilnehmen würde. Doch er glaubt, dass der attraktive Preis in Schweden gut angekommen ist.  "Außerdem gibt es viele Menschen, die Träume haben und etwas Besonderes erleben möchten", so Engvall. Die Fluggesellschaft hat die Kampagne jetzt vorzeitig beendet, weil bereits so viele Klaus-Heidis auf den Gewinn hoffen.

Im Dezember wird Lufthansa den Gewinner verkünden. Eine Jury wird beurteilen, welcher Wettbewerbsteilnehmer die beste Begründung geliefert hat, weshalb gerade er oder sie ein neues Leben in Berlin starten möchte. "Es wird sehr schwierig einen Gewinner festzulegen, aber es kann nur einer gewinnen", sagt Magnus Engvall von Lufthansa.  

Quelle: AHK Schweden, 14.11.2013

 

 

Keine Chance für den Adel

 

Wer wäre nicht gerne Baron, Fürst, Groß- oder gar Erzherzog? Wie jeder weiß, ist man dies durch Geburt. Und wer nicht gerade mit einem dieser Titel auf die Welt gekommen ist, der macht es eben per Erwachsenenadoption. Doch wer sich als Erwachsener durch Adoption einen Adelstitel erhofft, wird sich später möglicherweise schwer damit tun, diesen auch im europäischen Ausland zu führen. Wie der europäische Gerichtshof vor Kurzem entschied, kann ein Mitgliedsstaat die Anerkennung eines Adelstitels ablehnen, sofern in diesem bereits die Führung von Adelstiteln oder Standesbezeichnungen per Gesetz aufgehoben worden ist.

 

Quelle: Europabericht der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Nr.: 01/2011 vom 14.01.2011

 


Coffeeshops für Ausländer gesperrt

 

Jedem ist bewusst, dass es in den Niederlanden nicht nur Museen, Windmühlen und Wasserkanäle gibt, sondern auch sogenannte „Coffeeshops“, die ein Magnet für Cannabistouristen aus aller Welt darstellen.

Um den Drogentourismus zu bekämpfen und die dadurch verursachten Probleme einzuschränken, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg vor Kurzemeine Regelung der Stadt Maastricht bestätigt, wonach niederländische Kommunen ausländischen Besuchern den Zutritt zu Coffeeshops per Gesetz untersagen können.

Bevor die Stadt Maastricht 2005 beschloss, nur in den Niederlanden ansässigen Personen in die Coffeeshops zu lassen, zogen jährlich die 14 örtlichen Coffeeshops alleine rund 3,9 Millionen Besucher an, von denen 70 Prozent aus dem Ausland kamen.


Quelle: Europabericht der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU, Nr.: 01/2011 vom 14.01.2011
 

 

EU: Grenzüberschreitende Gewichtszunahme

 

Frust beim Shopping in Mailand. Eben in Deutschland noch die Hose in Größe 36 getragen und jetzt in Mailand will selbst mit Baucheinziehen die schicke Jeans in Größe nicht 40 passen. Wie konnte das passieren? War die Pasta am Mittag etwa zu deftig und das Eis eine Kalorienbombe? Nein. Der Grund liegt nicht an den italienischen Delikatessen, sondern an den Angaben der Konfektionsgrößen. Innerhalb der Europäischen Union sind diese unterschiedlich. So entspricht zum Beispiel die deutsche Größe „38“ in Frankreich der Größe „40“ und Italien sogar „44“.
„Schluss damit“, sagt der niederländische Europaabgeordnete Toine Manders. Er will dem Größenwirrwarr eine Ende bereiten und fordert deshalb, einheitliche Konfektionsgrößen innerhalb der EU einzuführen. Zugute käme dies nicht nur den Shoppingtouristen, sondern auch den 20 Prozent der Europäer die ihre Kleidung mittlerweile im Onlinehandel erwerben. Zusätzlich – so Manders – würde somit der Tragkomfort, durch wesentlich kleinere Etiketten, erheblich gesteigert.
Folgt nach den Einheitsgrößen auch ein EU-Einheitsdesign? Sicherlich nicht. Zum Glück!

 

Quelle: DIHK Brussels Weekly 19. – 23. April 2010
 

 

EU: Ordnung muss sein

 

Richtlinien, Verordnungen, Beauftragte. Eigentlich sollte hierdurch das Leben in der EU vereinfacht werden. Dass dies in der Realität oftmals anders ausfällt, ist deshalb umso erstaunlicher. Egal ob städtische Beauftragte für Leitern, normierte Pinkelrinnen in Kindertagesstätten oder Brandschutztüren in maroden Altbauten; sehr zum Leid der Betroffenen Personen, werden Sinn und Zweck solcher Maßnahmen, von den Verantwortlichen leider nur selten hinterfragt. Eine sorgfältigere Prüfung und Planung sowie eine individuelle Anwendung solcher Bestimmungen, würden die Arbeit aller Beteiligten erleichtern.

 

Quelle: FAZ vom 04.04.2010

 

 

Deutsche sind fast so hässlich wie Briten

 

Laut einer Umfrage sind die Briten das hässlichste Volk weltweit.

Was haben Wayne Rooney und Prinz Charles, Amy Winehouse und Camilla gemeinsam? Zum einen sind sie Briten, zum anderen aber zählen sie nicht unbedingt zu jener Bevölkerung, die man als attraktiv bezeichnen würde. So weit sorgt dies für keine große Verwunderung. Neu hingegen ist, dass sie anscheinend nicht die Ausnahme für ihr Land sind, sondern die Regel: Denn nach der Meinung der Nutzer von BeautifulPeople.com sind die Briten die hässlichste Nation der Welt.

Die Partnervermittlungsagentur BeautifulPeople.com arbeitet nach dem Prinzip, dass Männer und Frauen zumindest zu Beginn einer Beziehung mehr von äußerlichen Werten angezogen werden als von inneren und Geistigem. Laut dieser Agentur bekamen britische Frauen eine Akzeptanzquote von 15 Prozent und Männer von nur 12 Prozent. Eine noch schlechtere Rate bekamen russische Männer. Spitzenreiter und somit die schönsten Menschen sind nach Überzeugung der BeautifulPeople- Gruppe schwedische Männer (65 Prozent) und norwegische Frauen (76 Prozent). Ebenfalls in der Topliga befinden sich die Brasilianer beiderlei Geschlechts sowie amerikanische und russische Frauen. Deutsche Männer und Frauen rangieren in der Schönheitsliste nur ganz knapp vor den Briten.

 


EU: Bananenverordnung

 

Seit dem 16. September 1994 müssen nach der Verordnung (EG) Nr. 2257/94 Bananen in Europa mindestens 14 Zentimeter lang und 27 Millimeter dick sein. Es wurde eine Größentoleranz von 10% vereinbart. Ferner müssen die Hände beziehungsweise Handteile ein ausreichendes, gesundes Stück Krone mit normaler Färbung und ohne Pilzbefall vorweisen. Auch ist eine glatte Schnittstelle an der Krone ohne Abrissspuren oder Schaftteilen für die Bananenbewertung ausschlaggebend. Nach der „Eurobananenverordnung“ werden die Bananen anschließend in drei Kategorien eingeteilt und entsprechend klassifiziert.

Da stellt sich nur noch die Frage: Warum ist die Banane krumm?

 

© www.euroblogg.eu; www.wikipedia.de;

 

 

 

EU: Vergrößerte Norm für Präservative

 

Die europäische Regulierungswut kennt keine Grenzen. 1993 brachte die EU eine Anordnung für medizinische Vorrichtungen heraus, darunter auch das Präservativ. 1996 wurden die Größennormen für Kondome mit 16 Zentimeter in der Länge und 54 Millimeter in der Breite festgelegt. Im Jahre 1998 einigten sich das Europäische Komitee für Normung auf eine Vergrößerung der bisherigen Werte. Demnach müssen die Mindestmaße eines Präservativs von nun an 17 Zentimeter Länge und 56 Millimeter Breite betragen.

Zudem wurde die Richtlinie der Dehnbarkeit des Verhütungsmittels erhöht.

 

© www.euroblogg.eu; www.derstandard.at; www.welt.de;

 

Deutschland: Berlin erlässt Seilbahngesetz

 

Nach Bestrebungen der EU zur Harmonisierung von unionsweiten einzelstaatlichen Rechtsvorschriften musste in Berlin ein Gesetz für Seilbahnen erlassen werden.

Obwohl Berlins höchster Berg gerade 115 Meter misst, forderte die Kommission die Bundesrepublik auf dieses Gesetz zu verabschieden. Erst nach Androhung einer Strafe von bis zu 791 000 Euro durch den EU-Gerichtshof lenkte der Berliner Senat ein und übernahm die Seilbahnverordnung der Länder Bayern und Baden-Württemberg. Nach dieser „bürokratischen Lawine“ kann man den Betroffenen nur raten: Berliner, baut Seilbahnen!

 

© www.euroblogg.eu; www.spiegel.de; www.dreyer.de;

 

EU: Traktorensitz-Richtlinie

 

Die “Rechtsvorschrift über Umsturzschutzvorrichtungen für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern“ definiert nach 77/536/EWG die Sicherheitsstandards wie den Überrollbügel eines Traktors. Geregelt ist darin auch, wie ein Traktorsitz beschaffen sein muss, damit der Fahrer beim Umsturz des Traktors durch den Bügel geschützt wird. Man muss der Kommission allerdings zu Gute halten, dass die 1977 erlassene und mehrfach ergänzte Richtlinie auf eine Initiative von Bayern zurückgeht. Diese Richtlinie ist eine von mehr als 10.000 Produktnormen der EU. „Böse Zungen“ behaupten, dass diese Normen nur erlassen werden um große europäische Konzerne vor außereuropäischer Konkurrenz zu schützen. Da die Hauptabsatzgebiete asiatischer und amerikanischer Unternehmen nicht in Europa liegen, ist es für diese nicht lohnenswert ihre Produkte an die Normen der EU anzupassen. Dadurch werden „heimische Unternehmen“ auf dem europäischen Markt gestärkt.

 

© www.fluter.com; www.focus.de; www.hochrhein-zeitung.de;

www.euroblogg.eu; www.der-westen.de;

 

 

EU: Europas Äpfel werden kleiner

 

Am 31. Mai 2008 trat die Änderungsverordnung der Kommission über die Vermarktungsnorm für Äpfel in Kraft. Diese besagt, dass die Mindestgröße einheitlich für alle Sorten und Klassen auf 60 mm bzw. 90 g abgesenkt wird. Früchte kleinerer Größen sind nur zulässig, wenn ihr Brix-Wert (Maß für die lösliche Trockensubstanz in einer Flüssigkeit ) mindestens 10,5° Brix und die Größe nicht weniger als 50 mm bzw. 70 g beträgt. Dieser Wert kann mit Hilfe eines Refraktometers, der die veränderte Lichtbrechung der Trockensubstanz bemisst, errechnet werden. Durch dieses komplexe Verfahren kann der Zuckergehalt annähernd bestimmt werden und damit der ungefähre Reifegrad des Apfels. Die „Eurokraten“ bestimmten in der Verordnung auch, dass der Unterschied der Äpfel, die in Lagen gepackt sind, höchstens fünf Millimeter betragen darf. Demnach warten noch große Herausforderungen auf das EU-Gremium zum Bürokratieabbau unter Leitung von Edmund Stoiber.

 

© www.euroblogg.eu; www.ble.de; www.bmlfuw.gv.at; www. beck-online.beck.de;

 

 

 

Es ist vorbei: Seit 1. Juli 2009 ist die Gurkenkrümmungsnorm Geschichte

 

 

 

Die vor einem halben Jahr von der EU-Kommission beschlossene Aufhebung der gesetzlichen Vermarktungsnormen für 26 Obst- und Gemüsesorten ist in Kraft getreten. Seitdem haben knubbelige Karotten und krumme Gurken in den Regalen der Supermärkte wieder eine Chance.

Nach der 20 Jahre alten Verordnung zur Qualitätsnorm von Gurken (1677/88) mussten sie „gut geformt und praktisch gerade sein.“ Der maximale Krümmungsgrad betrug zehn Millimeter auf zehn Zentimeter Gurkenlänge. Was nicht der Norm entsprach wurde von den Erzeugern aussortiert und in vielen Fällen einfach weggeworfen oder zu Viehfutter verarbeitet.

 

 

Doch nicht die viel geschmähten „Brüsseler Bürokraten“ kamen auf die Idee, sondern die verarbeitenden Industrien forderten diese Verordnung aufgrund der leichteren Verarbeitung von einheitlich geformten Gemüse. Der Wegfall der Normen könnte sich für die Verbraucher positiv auswirken. Da weniger Obst und Gemüse auf dem Müll landet, gelangt mehr in den direkten Verkauf. Dies könnte zu Preissenkungen führen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel stellte eindeutig die Lebensmittelqualität in den Vordergrund und will die Verbraucher selbst entscheiden lassen, ob sie lieber genormtes oder auch nicht perfekt geformtes, aber dafür schmackhafteres Obst und Gemüse kaufen wollen. Neben der Verordnung für Traktorensitze galt die Gurkenkrümmungsnorm als eines der besten Beispiele für die europäische Regulierungswut.

 

 

 

EU: Wie die Kommission den Bäckern das Brot versalzt

 

 

Um die schwarzen Schafe in der Nahrungsmittelindustrie bloßzustellen, macht sich die Kommission an die Umsetzung der Health-Claims-Verordnung von 2006.

Bei dem Versuch die Verbraucher vor irreführender Werbung zu schützen, kümmert sich die EU nun sogar um den Salzgehalt im Brot.

Nachdem ein Aufschrei durch alle deutschen Backstuben ging, beteuerte die Sprecherin von Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou, dass „kein deutsches Brot“ verboten werden würde. Zudem seien Warnhinweise und eine „Lebensmittel-Ampel“ auch für salzhaltiges Brot nicht geplant, so die Sprecherin.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) äußerte seine Bedenken. „Unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes wird massiv in den Wettbewerb eingegriffen“ , sagte ein DIHK-Experte, da teure Untersuchungen Kleinbetrieben erhebliche Kostenprobleme verursachen könnten.

Allerdings wird in diversen EU-Gremien weiter über Grenzwerte für bestimmte Kennzeichnungen gestritten und es könnten schon bald weitere skurrile Verordnungen folgen. Zuletzt wurde der Krümmungsgrad von Gurken von maximal zehn Millimetern je Dezimeter im November 2008 in einer mutigen Entrümpelung der Brüsseler Demokratie abgeschafft.

 

 

 

Deutschland: 7. Weltmeistertitel in der Meisterschaft der Bärte

 

Die 9. Weltmeisterschaft der Bärte wurde 2009 in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska ausgetragen. Die Weltmeisterschaft findet alle zwei Jahre statt und es nahmen mehr als 250 Männer aus 13 Ländern an dem Wettstreit um die außergewöhnlichsten Bärte teil. Die Herren qualifizieren sich in 17 Kategorien unter anderem mit Schnauz-, Kinn-, Backenbart, sowie Vollbart. Die Deutschen waren in Anchorage sehr erfolgreich und räumten bei dem Wettbewerb 11 der insgesamt 39 Preise ab und errangen 4 von 13 Weltmeistertiteln, wie die Zeitung «Anchorage Daily News» berichtete. Mit 20 Teilnehmern stellte Deutschland die größte Teilnehmergruppe außerhalb der Vereinigten Staaten. Darunter waren sechs Mitglieder des 1. Berliner Bart-Clubs, welcher 1996 gegründet wurde. Der Berliner Bartträger Karl-Heinz Hille holte sich seinen siebten Weltmeistertitel in der Kategorie «Kinn- und Backenbart kaiserlich», in der es auf überdimensionale Schnauzer mit einer Länge von mehr als vier Zentimetern ankommt. Die Jury bewertete unter anderem den «natürlichsten und den kreativsten Bartwuchs». Neben dem Zustand der Bärte gingen auch originelle Kostüme wie eine Musketier-Uniform in die Bewertung ein. Die «Welt-Bart- und Schnauzervereinigung» veranstaltete ihre erste WM 1990 in Höfen an der Enz in Baden-Württemberg. In zwei Jahren wird der Kampf um den schönsten Bart im norwegischen Trondheim ausgetragen.

 

 

 

 

Estland: Vom schmalen estnischen Blondschopf zum Sumo-Profi

 

 

 

Kaido Höövelson , genannt der „Balte“ (Japanisch: Baruto), ist einer der erfolgreichsten Sportler Estlands und hat es bis in die Profi-Liga Japans geschafft. Er ist 22 Jahre jung, 1,97m groß und bringt bereits ein „Kampfgewicht“ von 182 Kilo auf die Waage.

Sein Erfolgsrezept besteht aus dem sogenannten „chankeo nabe“ (Eintopf, welcher viel Fleisch, Gemüse und Reis enthält), viel Disziplin und gnadenlosem Training. Allerdings gehört auch reichlich Schlaf zu dem Alltag des Esten.

Nach einer harten „Ausbildung“, zu der auch das Putzen von Toiletten der älteren Sumo-Ringer gehörte, hat sich der Este mittlerweile in der japanischen Profi-Liga etabliert. Trotz seiner Bekanntheit in Estland wird Sumo dort immer noch für einen „merkwürdigen Sport für Dicke“ gehalten.

 

 

 

Lettland: Polizeihunde sprechen deutsch

 

 

Noch vor dem EU-Beitritt bekamen lettische Polizeihunde in Gütersloh Nachhilfe. Als Folge daraus werden die Tiere in Lettland nun auf Deutsch angewiesen. Nach Sven Adenauer, dem Landrat des angesprochenen Kreises Gütersloh, ist dies ein „Lapsus“, aber allemal eine gute Geschichte. Die Verflechtung dieses Landkreises mit Lettland ergibt sich aus den unzähligen Partnerschaften, Kontakten und Projekten die zwischen Privatpersonen und Firmen bestehen.

 

 

 

 

Frankreich: Strandschnecken-Weitspucken Weltmeisterschaft

 

 

In der französischen Bretagne konnte Alain Jourden seinen Strandschnecken-Weitspucken Weltmeistertitel zum fünften Mal verteidigen. Mit einer Rekordweite von 10,41 Meter überbot der Algenfischer seine 177 Konkurrenten aus sechs Ländern.

Den Juniorentitel holte sich sein 15-jähriger Sohn Thierry mit 9,58 Meter. "Mein Sohn wird mein größter Rivale", freute sich der Papa.

Besonders stark schnitten in diesem Jahr die deutschen Schneckenspucker ab. Als bester ausländischer Teilnehmer wurde der deutsche Fotograf Christopher Swarz ausgezeichnet, dessen Schnecke nach einer Flugstrecke von 6,72 Metern im Sand landete. Beste ausländische Teilnehmerin war die Deutsche Marion Zahn mit einer Spuckweite von 5,61 Metern. Insgesamt waren 178 Teilnehmer aus sechs Ländern angetreten. Die Wettkampf-Tiere werden nach Angaben der Organisatoren am Morgen der WM unter Kieseln am Strand eingesammelt und in Tang aufbewahrt. Während des Wettbewerbs wird die auf Französisch "Bigourneau" genannte Schnecke in den Mund genommen, so gedreht, dass ihr Haus aerodynamisch günstig mit der Spitze voran liegt, und schließlich mit Anlauf ausgespuckt.

Jeder Teilnehmer hat drei Versuche. Nach der harten Landung auf der 20 Meter langen und drei Meter breiten Sandpiste werden die Schnecken, die ansonsten an der Bretagne-Küste auch gern als Spezialität verspeist werden, wieder in die Freiheit entlassen.

 


Großbritannien: Whisky trinken für die Umwelt

 

 

Im schottischen Cameronbridge existiert bereits eine Whisky-Destillerie. Zusätzlich dazu wird ein Kraftwerk gebaut, in dem die Abfälle aus der Destillierung zu Biogas vergoren werden, das wiederum Erdgasautos als Treibstoff dient. Damit verwerten die Hersteller nicht nur ihre Abfallprodukte, sondern schonen auch die Umwelt, denn durch die Vergärung werden 56.000 Tonnen CO²-Emissionen eingespart. Und ihren Kunden bietet die Destillerie künftig doppelten Service: Whisky für zu Hause und Erdgas fürs Auto.

 

 

 

 

Belgien: Lagerfeld, der Lobbyist

 

 

Der Designer hat eine Bitte – und kommt erst einmal zu spät zur EU

 

Eine Stunde nach dem offiziellen Termin bei der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erscheint die Kolonne aus schwarzen Geländewagen und Limousinen von Karl Lagerfeld vor dem EU-Hauptgebäude Berlaymont. Diese fährt direkt am Empfangskomitee vorbei zum VIP-Eingang, welcher ausschließlich bedeutenden Politikern vorbehalten ist.

Der Modemacher, typisch mit schwarzer Sonnenbrille, schwarzen Handschuhen und schwarzem Anzug gekleidet, möchte mit der Kommissarin die neuen EU Wettbewerbsregeln besprechen. Lagerfelds Befürchtung ist, dass er in Zukunft nicht mehr die Händler bestimmten darf, welche unter anderem seine kostbaren Chanel- Kleider verkaufen dürfen.

Bisher müssen sich Hersteller, die einen Marktanteil von weniger als 30 Prozent haben, nicht an die EU-Regeln zu exklusiven Verkaufsvereinbarungen halten. Mit diesen Verträgen erlauben Markenhersteller nur bestimmten Händlern, ihre Produkte zu verkaufen – Internet-Händler fast immer ausgeschlossen, da die Hersteller fürchten, dass im Netz Fälschungen angeboten werden.

Obwohl Lagerfeld der Bitte der Wettbewerbskommissarin nach einer öffentlichen Äußerung nicht nachkam, stellte er klar „mit den bisherigen Regeln glücklich“ zu sein und daher „keine Änderungen“ wünsche.

Spätestens bei der Bekanntgabe der Vorschläge von Kroes im Herbst 2009 wird sich zeigen, ob der Besuch Lagerfelds gefruchtet hat.

 

 

 

 

Die Rückkehr der krummen Gurke

 

 

Die krumme Gurke, die geschwungene Banane und die schiefe Karotte kehren zurück. Die EU-Kommission hat 26 Normen für Obst und Gemüse aufgehoben. Sie will damit den Regulierungsdschungel lichten und ihr Image verbessern.

Im Juli 2009 ist es soweit, dann dürfen Auberginen, Aprikosen, Bananen, Birnen, Erbsen, Karotten, Kirschen, Knoblauch, Lauch, Spinat, Wassermelonen und Zucchini auch dann auf eine Karriere in der Auslage eines Ladens hoffen, wenn sie nicht vorbildlich gerade, rund und glatt sind. Für Schäden und Verunreinigungen gibt es weiterhin Vorschriften, die einzuhalten sind. Dagegen müssen Äpfel, Tomaten, Zitrusfrüchte und Weintrauben immer noch den Beauty-Contest bestehen, um anstandslos verkauft werden zu dürfen.

Die Entscheidung, die Regulierungen auszudünnen, stand lange auf Messers Schneide. Immerhin 16 EU-Mitgliedsstaaten wandten sich gegen die Abschaffung, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Holland und Belgien. Eingeführt wurden die Normen auf Drängen des Handels, der sein Augenmerk auf die bessere Verpackungsmöglichkeit und das bessere Aussehen von Obst und Gemüse legte. So entstand beispielsweise die Verordnung mit der Nummer 1677 aus dem Jahr 1988, nach der Gurken für die Klassen Extra und I 'gut geformt und praktisch gerade' sein müssen. In Zentimetern bedeutete dies eine maximale Krümmung von zehn Millimetern je Dezimeter. Schlappe neun Seiten umfasst die Verordnung für Birnen.

Ob dann im Juli 2009 wirklich krumme Bananen und andere Schiefgewächse in großen Massen in den Supermarktregalen zu finden ist, bleibt fraglich. Zum einen entscheidet der Handel, was er anbietet und letztendlich der Verbraucher, der vielleicht doch am liebsten zur geraden Gurke greift.

 

 

 

Pizza Napoletana

 

 

Für den Teig braucht man 1.800 g Mehl, 1 Liter Wasser, 50 bis 55 g Meersalz und 3 g Bierhefe. Nach dem Gehen (Gären) des Hefeteiges wird es im Amtsblatt detailliert: 'Mit der Bewegung von der Mitte nach außen und dem Druck der Finger beider Hände auf die Teigkugel, die mehrfach gewendet wird, formt der Pizzabäcker eine Teigscheibe, die in der Mitte nicht dicker als 0,4 cm ist, wobei eine Toleranz von +/- 10% zulässig ist, und die am Rand nicht dicker als 1,2 cm ist, so dass auf diese Weise der 'cornicione' entsteht.' 'Ein Teigroller ist explizit untersagt. Der Belag besteht aus Tomaten, Salz, Oregano, Knoblauchzehe (bitte Entfernen der äußeren Haut nicht vergessen), evtl. auch Basilikum und Mozzarella und Olivenöl.

Auch wenn die spiralförmige Bewegung gelingt, ist den meisten Heim-Pizzas doch die Anerkennung als Pizza Napoletana verwehrt, denn entscheidend wichtig ist der Holzofen., der aus einer gemauerten Basis aus Tuffsteinen besteht. Gartemperatur: 485 C. In den Ofen expediert der versierte Pizzabäcker das Backgut auf jeden Fall mit einer Drehbewegung.

Gelingt alles, ist die Pizza Napoletana 'weich und kompakt mit einem hohen Rand, der im Inneren gut aufgegangen, besonders weich und wie ein Buch leicht zusammenklappbar ist', schwärmt das EU-Amtsblatt, das auch Tipps für den Verzehr parat hält: 'Die Pizza napoletana sollte vorzugsweise sofort, direkt nach der Entnahme aus dem Ofen, in den Räumen verzehrt werden, in denen sie hergestellt wurde.'

Die exakte Anleitung (9 Seiten) finden Sie im EU-Amtsblatt in der rechten Spalte zum Download. Guten Appetit! Die Pizza auf dem Foto genügt sicher nicht den Anforderungen an eine Pizza Napoletana.

 

 

 

Engländer sind geiziger als Schotten?

 

 

Zumindest sind die Engländer auf einem guten Weg. Glaubt man dem Klischee über die Schotten, so drehen diese jeden Penny dreimal um und sind geizig.

Die meisten Engländer schauen nun auch aufs Geld. Der Grund dafür ist, dass die weltweite Finanzkrise immer mehr zum Sparen zwingt. Das Geld reicht nicht, um den bisherigen Lebensstil zu halten. Discounter wie Aldi und Lidl sind im Aufwind. Zweistellige Umsatzwachstumsraten und eine Million mehr Kunden pro Woche verzeichnete Aldi. Damit stehen die Discounter bereits jetzt als stille Gewinner der Finanzkrise fest.

Bleiben wir bei den Supermärkten und schauen uns eines der viel vertretenen Produkte an: Tiefkühlkost. Der Spezialist für die „kalte Kost“, die Firma Iceland, hatte einen Umsatzsprung von 15 Prozent in den letzten drei Monaten. Prompt folgte die Schlagzeile „Bringt uns die Kreditkrise einen neue Eiszeit“ – Titel zu einem Artikel einer Kolumnistin der Zeitung „Guardian“. Man sieht schon, das Thema Kreditkrise wird nicht auf die leichte Schulter genommen.

In der Not wird man bekanntlich erfinderisch. Um Geld zu sparen suchen die Engländer immer häufiger Second Hand Länden auf – auch online. Sollten alle Stricke reisen, so kann man ja den Nachwuchs auch noch zum Fotoshooting schicken. Das bringt laut „Sunday Times“ 75 Pfund (ca. 95 €) pro Tag und Werbefoto.

Der Tausch Ware gegen Ware erlebt derweilen eine stille Renaissance. Sprüche wie zum Beispiel „Bitte ein Pint Bier! Hier sind drei Makrelen“ oder „Ein Kilo Kartoffeln gegen ein Bier“ gehören mittlerweile im Pub „The Pigs“, im ostenglischen Edgefield, zum Alltag im Leben einer Kellnerin oder Kellners. Na dann Prost!

 

 

 

Amtsblatt der EU: So belegt man Pizza Napoletana

Pizza-Backen ist ein Mysterium? Nicht, wenn man das EU-Amtsblatt C 40/17 vom 14.02.2008 zur Hand nimmt. Dort findet sich ein Eintragungsantrag für die Pizza Napoletana nach Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 509/2006 als garantiert traditionelle Spezialität. Wer auch immer eine Pizza Napoletana heiss und dampfend auf den Tisch bringen will, muss zumindest eines beherrschen - die spiralförmige Bewegung. Nur mit ihr kann korrekt die Tomatensauce auf den Teig, das Salz wiederum auf die Tomatensauce und zu guter Letzt das extra native Olivenöl auf die gesalzene Tomatensauce gebracht werden.

Für den Teig braucht man 1.800 g Mehl, 1 Liter Wasser, 50 bis 55 g Meersalz und 3 g Bierhefe. Nach dem Gehen (Gären) des Hefeteiges wird es im Amtsblatt detailliert: 'Mit der Bewegung von der Mitte nach außen und dem Druck der Finger beider Hände auf die Teigkugel, die mehrfach gewendet wird, formt der Pizzabäcker eine Teigscheibe, die in der Mitte nicht dicker als 0,4 cm ist, wobei eine Toleranz von +/- 10 % zulässig ist, und die am Rand nicht dicker als 1,2 cm ist, so dass auf diese Weise der 'cornicione' entsteht.' 'Ein Teigroller ist explizit untersagt. Der Belag besteht aus Tomaten, Salz, Oregano, Knoblauchzehe (bitte Entfernen der äußeren Haut nicht vergessen), evtl. auch Basilikum und Mozzarella und Olivenöl.

Auch wenn die spiralförmige Bewegung gelingt, ist den meisten Heim-Pizzas doch die Anerkennung als Pizza Napoletana verwehrt, denn entscheidend wichtig ist der Holzofen., der aus einer gemauerten Basis aus Tuffsteinen besteht. Gartemperatur: 485 Grad C. In den Ofen expediert der versierte Pizzabäcker das Backgut auf jeden Fall mit einer Drehbewegung.

Gelingt alles, ist die Pizza Napoletana 'weich und kompakt mit einem hohen Rand, der im Inneren gut aufgegangen, besonders weich und wie ein Buch leicht zusammenklappbar ist', schwärmt das EU-Amtsblatt, das auch Tipps für den Verzehr parat hält: 'Die Pizza napoletana sollte vorzugsweise sofort, direkt nach der Entnahme aus dem Ofen, in den Räumen verzehrt werden, in denen sie hergestellt wurde.'

Die exakte Anleitung (9 Seiten) finden Sie im EU-Amtsblatt in der rechten Spalte zum Download. Guten Appetit! Die Pizza auf dem Foto genügt sicher nicht den Anforderungen an eine Pizza Napoletana.

 

 

 

Examinierte Straßenmusiker in Belgien

 

 

Der Stadtrat in Brüssel verlangt seit neuestem von Straßenmusikern eine amtliche Prüfung, die sie berechtigt, ihrem Broterwerb nachzugehen. Demnach sollen die Musiker einer Experten-Jury ihr Können beweisen. Erst wenn die Unparteiischen das Gespielte für gut heißen, wird eine Erlaubnis erteilt.

Bisher hat eine Privatfirma diese Erlaubnis ausgestellt. Damit in Zukunft die Qualität der Musizierenden steigt, wird dies nun zur Chefsache erklärt und „von Amtswegen“ geregelt.

Der Stadtrat setzt sich dabei ambitionierte Ziele: Es sollen pro Monat 50 Lizenzen ausgestellt werden – das wären 20 mehr als früher!

 

 

 

Fritten-Doktoranden

 

 

In Großbritannien, dem Land der altehrwürdigen Universitäten hat man sich nunmehr dazu entschlossen, drei Privatunternehmen die Lizenz zur Diplomvergabe zu erteilen. Das Angebot reicht vom Abitur bis zur krönenden Doktorwürde. Allen voran werden nun auch die von dem amerikanischen Fast- Food Giganten Mc Donald’s vergebenen Titel von staatlicher Stelle anerkannt. Schließlich hat das Unternehmen dank seiner „Hamburger University“ im US-Staat Illinois jahrelange Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung. Der britische Staat sieht in der Neuerung vor allem einen großen Schritt im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, die der britische Premier hauptsächlich auf einen Mangel an Fähigkeiten zurückführt. Darüber hinaus reagiert man so auch auf die fehlende Praxistauglichkeit der Studenten. Und zumindest die sollte bei künftigen Fritten-Doktoranden gewährleistet sein. Vielleicht gibt es ja auch bei uns bald die Chance auf ein Weißwurst-Diplom im Hofbräuhaus.

 

 

Von fliegenden Schuhen und Linsensuppe

 

 

Die Erweiterung der Schengenzone bringt uns vielleicht noch ein Stückchen näher an unsere Nachbarn in der Tschechischen Republik. Kulturelle Nähe existiert schon seit jeher, wobei die Magie der Weihnachtszeit vielleicht noch ein bisschen magischer ist als in deutschen Gefilden. Zahlreiche Bräuche, die in „Good old Germany“ schon der Amerikanisierung zum Opfer gefallen sind, sind in Tschechien noch Gang und Gäbe. So wird der Nikolaus noch als heiliger Bischof von Myra von Engeln und Teufeln begleitet , ohne „HoHo“ und Coca-Cola. Die Tradition des Plätzchenbackens und der obligatorische Weihnachtsstriezel, ein süßer Zopf aus Hefeteig mit Mandeln und Rosinen, runden die Adventszeit ab. Bei uns längst in Vergessenheit geraten ist der Brauch an Sankt Barbara, dem 4. Dezember, Kirschzweige in eine Vase zu stellen und darauf zu hoffen, dass sie am Heiligen Abend Blüten tragen und somit eine baldige Vermählung verkünden. Ebenso zukunftsweisend für unvermählte Mädchen ist es auch in Zeiten von Internet – Partnerbörsen, am 24.12. einen Schuh über den Kopf zu werfen: zeigt er mit der Spitze zur Tür, so wird bald eine Hochzeit ins Haus stehen. Um das Glück festzuhalten ist es nunmehr nur noch wichtig, am Neujahrtag Linsen- oder Grießsuppe zu essen und Hase und Geflügel zu meiden, da sie sich ja mit besagtem Glück behände aus dem Staub machen könnten. Unbedingt zu umgehen sind auch jeglicher Streit und harte Worte am 1. Januar nach dem Motto: „Jak na novy rok, tak po cely rok“- „Wie an Neujahr, so im ganzen Jahr“. In diesem Sinne frohe Weihnachten und ein friedliches Neues Jahr !

 

 

 

Italien kommt auf den Esel

 

 

Die kommunale Müllabfuhr des sizilianischen Städtchens Castelbuono setzt das Kyotoprotokoll gewissenhaft in die Tat um und tauscht Lastwagen gegen Esel. Dass eben dieser im antiken Griechenland Starrsinn und Faulheit verkörperte stört den Bürgermeister in keinster Weise, denn öfter als seine menschlichen Kollegen streikt der Müllesel wohl auch nicht und obendrein spart die umweltfreundliche Variante der Entsorgung bares Geld.

 

 

 

Pimp my Berufsbezeichnung

 

 

Gerade haben wir gelernt, was sich hinter einem Facility Manager verbirgt und es als die tatsächlich entstaubtere Version der „Putzfrau“ verinnerlicht, da schießen neue Anglizismen wie Pilze aus dem Wald der Berufsbezeichnungen. Nicht immer ist es ersichtlich, welche Tätigkeiten sich denn hinter so ominösen Titeln wie „Education Centre Nourishment Production Assistant“ verbergen. Und irgendwann geht jeder noch so noble Motivationsgedanke hinter der künstlichen Erweiterung der Visitenkarte in puren Schwachsinn über. In diesem Sinne ließ der britische Arbeitsvermittler Jobs2view die 20 idiotischsten Berufsbezeichnungen finden. Ganz weit oben dürfte auch obig genannter „Ernährungsproduktionsassistent des Erziehungszentrums“ rangieren und feststellen, dass sich die Essensausgabe in der Schulkantine auch unter neuem Namen so viel anders nicht gestaltet.

 

 

 

Endstation Wissenschaft

 

 

An der University of Bath, einer Spitzenuniversität im Westen Englands, wird Studieren zu einer todernsten Angelegenheit. Bald schon werden die ersten Diplome eines 2-jährigen Studiengangs am Center for Death and Society vergeben. Zumindest im Bereich der individuellen Bestattungen ist ein Fachkräftemangel also vorerst auszuschließen.

 

 

 

Vermessen

 

 

Vielleicht lieben wir die italienische Mode deshalb so, weil uns das Verkaufspersonal vor dem Anprobe-Desaster Balsam auf unsere geschundenen Seelen tröpfelt: „ Ziangs zwoa Größen ab, dann paßt’s!“

Von wegen! Es passt nicht mehr. Die Deutschen sind um die Hüfte mehr geworden und somit arbeitet die Bekleidungsindustrie zu unser aller Leidwesen mit falschen Variablen. Philantrophe Forscher haben deshalb das Projekt „Size Germany“ ins Leben gerufen, das den Deutschen neu vermisst. Somit besteht zumindest Hoffnung, dass schweißtreibende Verrenkungen unter gnadenlosem Neonlicht bald der viel zu schlank geglaubten Vergangenheit angehören.

 

 

 

Dicke Männer braucht das Land?

 

 

In keinem anderen Land Europas sind die Männer so dick wie hierzulande. Dieser traurige Rekord wurde kürzlich vom Europäischen Statistikamt Eurostat bekannt gegeben. Demnach sind 48 % der deutschen Männer übergewichtig und weitere 18,8 % fettleibig. Nur die Malteser (25,1 %), Engländer (22,3 %) und Ungarn (19,7 %) haben noch mehr Fettleibige als die Deutschen. Insgesamt liegt Deutschland aber mit 66,8 % „Pfundskerlen“ auf Platz eins dieser Rangliste.

Die Franzosen, Letten und Esten scheinen deutlich mehr auf ihre Linie zu achten: Hier ist der Anteil Übergewichtiger mit jeweils ca. 30 % am geringsten. Außerdem stellte Eurostat fest, dass die europäischen Frauen generell figurbewusster sind: In allen Mitgliedstaaten lag der Anteil übergewichtiger Frauen unter dem der Männer.

Das Statistikamt hat seiner Erhebung den „Body Mass Index“ (BMI) zu Grunde gelegt. Menschen mit einem BMI von 25 bis 29,9 gelten als übergewichtig. Ab einem Wert von 30 werden sie zu den Fettleibigen gezählt. Den BMI errechnet man, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Größe in Metern teilt.

 

 

 

Man spricht deutsch II

 

 

Nachdem die vom deutschen Sprachrat gesammelten ausgewanderten Wörter nun in einem Buch veröffentlicht wurden („Ausgewanderte Wörter“, Hueber Verlag, 19,95 Euro) hier noch einige schöne Beispiele für diese deutschen Exporte:

In Polen wird cyferblatt, abgeleitet vom deutschen „Zifferblatt“, von älteren Leuten ironisch für „Gesicht“ verwendet. Die Franzosen sowie die Niederländer und Araber bezeichnen mit Manschaft die deutsche National-Elf. Der Strudel und der Wischer sind ins Hebräische ausgewandert. Der Wischer (Plural: Wischerim) steht dort für den „Scheibenwischer“ und Strudel für den sog. Klammeraffen, das @.

Die Finnen, die auch mit der Kaffepaussi, dem Gewinner der Ausschreibung, vertraut sind, greifen gelegentlich auch auf den deutschen Besservisseri zurück.

Wo die Deutschen den Anglizismus „Firewall“ verwenden, haben sich die Russen für die Brandmauer entschieden. Genau so bekannt ist auch das deutsche Buterbrod, allerdings kann sich in diesem Fall auch jeder andere Belag auf dem Brot befinden.

Schließlich hat sogar die slafmits (Schlafmütze) den langen Weg nach Russland gefunden.


„Hotel Mama“ floriert in Italien

 

 

Nesthocker sind in Italien die besten Kunden im „Hotel Mama“. Was in Deutschland kaum denkbar ist, ist in Italien ganz normal:

Mit 25 Jahren sind erst 50 % der Frauen und 30 % der Männer aus dem Elternhaus ausgezogen. In Deutschland hingegen leben bereits 70 % der Männer und 90 % der Frauen im eigenen Haushalt, ob in einer Wohngemeinschaft, mit einem Partner oder alleine. Die Italiener ziehen meist nur aus einem „triftigen“ Grund aus: wenn sie heiraten und mit ihrem Ehepartner zusammenziehen oder ein Stellenangebot in einer entfernten Gegend annehmen. Die Familie ist in Italien immer noch die vorherrschende Form des Zusammenlebens. Nach Meinung der Soziologin Dr. Alessandra Rusconi hat das Nesthocker-Dasein der Italiener aber auch mit den wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu tun. Im Gegensatz zu Deutschland ist in Italien die Förderung in der Ausbildung reine Familiensache. Es gibt dort weder Programme wie BAföG noch wird in der Ausbildung Lehrlingsgehalt gezahlt. Somit hat der spätere Auszug von zu Hause auch häufig finanzielle Ursachen. Besonders in Norditalien, wo sich gute Ausbildungsstätten, Universitäten und Jobchancen befinden, bleiben erwachsene Kinder lange im „Hotel Mama“ wohnen. Allerdings ist dies auch dann der Fall, wenn sie schon selbst verdienen. Eine typische Aussage von jungen norditalienischen Männern lautet dementsprechend: „Bei Mama ist es am besten!“.

 

 

 

'Der Preis ist heiß'

 

 

Modisch sein, hat seinen Preis. Oder besser sein Preisschild. Zwei ungewöhnliche Trends im Sommer 2006 machen dies deutlich:

Zum einen wird es unter bestimmten Londoner Jugendlichen, den sog. 'Chavs'*, als cool angesehen wenn sie die Preisschilder an ihrer Kleidung demonstrativ heraushängen lassen. Bei der Kleidung muss es sich in diesem Fall um teure Designerklamotten handeln, denn sie wollen damit signalisieren, dass diese frisch geklaut sind.

In Berlin hingegen kauft eine österreichische Modedesignerin ihre Stoffe billig beim Discounter ein, um daraus teure Einzelstücke entstehen zu lassen. Die Designerin, die ihre Mode unter dem Label Lisa D. verkauft, lässt die Preisschilder des billigen Stoffes für die zukünftigen Kunden gut sichtbar hängen. Das Motto hier heißt: Hippness und Awareness zu unfairen Preisen. Dies soll uns, so die Künstlerin, die sich gerne bissig mit der eigenen Branche auseinandersetzt, die Doppelmoral unserer Existenz vor Augen führen.

Mode hat also ihren Preis – zumindest geschmacklich. *Chav (der; weiblich: Chavette, die):

zeichnen sich aus durch Vorliebe für billige Fälschungen, klobige Turnschuhe und auffälligen Modeschmuck, mögen HipHop, tiefer gelegte Autos, vornehmlich Ford Fiesta oder Escort, sowie die neuesten Handys und MP3-Player. Chavs sind Herdentiere. Sie lieben es, in Gruppen an Busstationen und in Parks herumzuhängen. Zusätzliche Merkmale der Chavetten: Viel Make-up, Tönungscreme, strenger Zopf und große Ohrringe.

 

 

 

'Deutsche Titelwut größer als die österreichische?'

 

 

Die Österreicher stehen in Europa bisher unangefochten an der Spitze, wenn es um die Bedeutung von Orden und Titeln geht. So begegnet man dort dem „Baurat“, „Ökonomierat“, „Medizinalrat“ und allerlei anderen Berufstiteln. Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die zahlreichen Beauftragten der Bundesregierung, könnte man meinen Deutschland wolle Österreich auf diesem Gebiet den Rang ablaufen. So wird den meisten zwar die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen oder der Datenschutzbeauftragte ein Begriff sein. Allerdings führt ein „Bundesbeauftragter für die Behandlungen von Zahlungen an die Konversionskasse“ oder ein „Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit“ wohl eher ein Schattendasein.

Bei dem Titel von Manfred Hilgen, würde sogar der Österreicher vor Neid erblassen: Er ist nämlich, in kurzen 17 Worten gefasst, der „Bundesbeauftragter für das Bergmannssiedlungsvermögen bei der Treuhandstelle für Bergmannswohnstätten im rheinisch-westfälischen Steinkohlebezirk und der Wohnungsbaugesellschaft Rhein Braunkohle“.

 

 

 

'Man spricht deutsch'

 

 

Der Deutsche Sprachrat kürte am 7. Dezember 2006 in München das interessanteste und schönste „ausgewanderte Wort“ der deutschen Sprache. Als Teil des Projekts „Macht der Sprache“ konnte man in der internationalen Ausschreibung vom 1. Juni bis 30. September dieses Jahres Vorschläge für deutsche Wörter einreichen, die im Ausland in den Sprachgebrauch übernommen oder auch weiterentwickelt wurden.

Neben den bereits bekannten deutschen Importen wie „Kindergarten“, „Sauerkraut“ und „Gemütlichkeit“, gibt es eine Vielzahl von deutschen Wörtern, die in alle Ecken der Welt ausgewandert sind: angefangen in den USA („Gesundheit“ statt „bless you“) über Kamerun („banop“ für Bahnhof) und Japan („Arbeito“ für Nebenjob). Besonders schön sind auch die im Afrikaans verwendeten Wörter „Aberjetze“(ungeduldiger Deutscher) und „kanitzeen Boot“ (für U-Boot). Das am häufigsten eingereichte Wort der Ausschreibung war „Vasistas“. Die Franzosen bezeichnen so ein Dachfenster, Oberlicht oder einen Türspion und fragen damit eigentlich was das denn sei. Insgesamt erfolgten über 6.000 Einsendungen aus über 70 Ländern, vor allem aus dem englischen und russischen Sprachraum.

Die deutschen Wörter werden teilweise übernommen, weil es in anderen Sprachen keine Entsprechung gibt. So kennen anscheinend nur die Deutschen das Gefühl der „Schadenfreude“ oder des „Fernwehs“.

Der Ausdruck „Bundesliga“ ist ein Beispiel dafür, wie ein Wort seine ursprüngliche Bedeutung verlieren kann. Damit meint der Slowene nämlich nicht die deutsche Fußballliga, sondern einen sehr missratenen Haarschnitt. Dies hat seinen Ursprung in den Frisuren von Fußballspielern wie Rudi Völler und Lothar Matthäus, die früher in der in Slowenien viel beachteten italienischen Liga spielten.

Außerdem lassen sich deutsche Wörter sehr gut koppeln. Um etwa das von Briten und Schweden übernommene deutsche „Fingerspitzengefühl“, den „Zeitgeist“ (auch als Adjektiv „zeitgeisty“) oder das durch VW-Werbungen eingeführte „Fahrvergnügen“ der Amerikaner in anderen Sprachen auszudrücken oder die genaue Bedeutung zu erklären, braucht man oft mehrere Sätze.

Als originellstes „ausgewandertes Wort“ wurde schließlich das Wort „Kaffepaussi“ ausgezeichnet (finnisch für „Pause“ oder „derzeit außer Betrieb“). Die Gewinnerin hatte das Wort bei einem Linienbus in der automatisierten Anzeige entdeckt, in der sonst das Fahrziel steht. Der Busfahrer machte Pause.

 

 

 

Pommes mit Mayo für 8,50 EUR?

 

 

... das könnte uns schon bald am Bratwurschtstandl erwarten, wenn die Wetterlage in Europa so bleibt.

Dank der Wetterlage in Europa müssen die Freunde der goldenen Kartoffelstäbchen möglicherweise schon bald tiefer in die Tasche greifen. Kartoffeln sind das einzige Agrarprodukt, das an der Amsterdamer Terminbörse Euronext gehandelt wird. Dort ist der Kurs im vergangenen Monat unaufhaltsam gestiegen. In Deutschland, Holland, Frankreich, Belgien und Großbritannien drohen bei anhaltenden subtropischen Wetterverhältnissen erhebliche Ernteausfälle. Sind Pommes bald essbares Gold? ... wenn der Regen endlich kommt - wohl kaum!

 

 

 

Zuviel Milch kostet viel Moos

 

 

Niederländische Kühe haben im vergangenen Quartal weniger Milch produziert als EU-Richtlinien vorschreiben, und das in einem Jahr ohne verheerende Tierseuchen. Dies ist das zweite Mal seit der Einführung der Milchquote 1984, dass die Niederlande diese unterschreiten; das erste Mal war im Jahre 2001 als die Maul- und Klauenseuche die Milchproduktion einschränkte. Die jetzige 0,05 %ige Unterproduktion ist nach Folkert Beekman, Schriftführer des Marktverbands für Milcherzeugnisse, ein Beweis dafür, dass die Milchproduktion ein natürlicher Prozess ist, der sich nur begrenzt steuern lässt. Schon im Vorjahr gab es wegen des schlechten Graswachstums Probleme. Dieses Jahr gefährdet der späte Frühling die Produktion.
Für gewöhnlich produzieren die Niederlande 0,5 % mehr als die erlaubten 11 Milliarden Liter Milch pro Jahr. Somit gelingt es ihnen besser als Deutschland und Italien, mit 3 % bzw. 5 % Überschuss, die Überproduktion zu beschränken. Die Überproduktion wird mit einer Buße belegt, und im vergangenen Jahr betrug diese für die Niederlande 23,1 Millionen Euro. Dieses Jahr ist mit keiner Buße zu rechnen. Aus den Zahlen des Marktverbands geht hervor, dass sich zum ersten mal mehr als die Hälfte (52 %) der Produktion in den Händen von überdurchschnittlich großen Milchviehbetrieben befindet, die zusammen 30 % der gesamten Milchhöfe darstellen.

 

 

 

Quengelige Deutsche


Nur 21 Prozent der Deutschen über 50 Jahren fühlen sich sehr fit, so das Ergebnis einer neuen Studie im Auftrag der EU-Kommission. Lediglich in Spanien und Italien halten sich noch weniger Menschen für völlig gesund. Die Nordeuropäer stehen dagegen nach eigenem Bekunden voll im Saft. In Dänemark zum Beispiel bezeichnet sich jeder zweite über 50-Järige als sehr rüstig, in Schweden sind es immerhin 41 Prozent.

Die Unterschiede wurzeln zu einem guten Teil in der Mentalität. Denn nach medizinischen Kriterien sind die älteren Deutschen genauso gut beieinander wie die Europäer im Norden. So befand die Studie nach einer Auswertung von Gesundheitsdaten – etwa zu chronischen Krankheiten, körperlicher Leistungsfähigkeit und Erinnerungsvermögen – ein Drittel der befragten Bundesbürger für kerngesund.

In Schweden und Dänemark sind 32 und 35 Prozent der Menschen über 50 Jahren wohlauf. Allerdings erzielen die Skandinavier diesen Erfolg mit weniger Geld. Beide Länder investieren rund 9 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukt in Gesundheitsleistungen – Deutschland dagegen 11 Prozent.

 

 

 

Don Juan käme heute aus Wien


Wer hätte das gedacht? Im europäischen Vergleich flirten nicht etwa die charmanten Franzosen oder Italiener am liebsten und ausgiebigsten - sondern die alpinen Österreicher. Glaubt man den Ergebnissen der 1. Europäischen Single-Studie eines großen Onlineanbieters, stehen die Chancen, galant den Hof gemacht zu bekommen, in Wien und Umgebung mit Abstand am besten. Die Deutschen landen in Sachen Flirtlaune immerhin auf Rang drei hinter Spanien. Diese und andere überraschende Resultate der Befragung von über 5.400 europäischen Singles im Alter von 25 bis 50 Jahren räumen gründlich auf mit gängigen Nationalitäten-Klischees.

 

 

 

Nicht nur an Silvester...


Auf einer kleinen Insel Griechenlands, Chios, werden jedes Jahr an Ostern mehr als 60.000 selbstgebaute Raketen von zwei miteinander rivalisierenden Standorten auf eine Kirche, die dem heiligen Markus und dem heiligen Erithran geweiht ist, abgeschossen.

Die Generalprobe findet bereits am Nachmittag statt. Kirchgänger am Karfreitag müssen sich beeilen, denn bereits ab 20:00 Uhr geht es los. Bereits seit 200 Jahren findet dieses Spektakel statt, obwohl man sich mittlerweile über den Hintergrund nicht mehr ganz im Klaren ist. Bilder und weitere Informationen gibt es auf dieser Internetseite: www.rocketwar.gr

 

 

 

'Ein Schäfer fängt keinen Fisch'


Malti, die Sprache der Malteser, ist der kurioseste Sonderfall aller europäischer Sprachen. Eigentlich gehört sie nicht zur europäischen, sondern zur semitischen Sprachfamilie - sie ist eine arabische Sprache, und die einzige, die sich lateinischer Buchstaben bedient.
Die Sprache 'Multi' wurde lange Zeit nur mündlich überliefert und bringt einige Spruchweisheiten hervor, die auch in der deutschen Sprache einen Sinn machen, z.B. 'Ein Schäfer fängt keinen Fisch', 'Schuster bleib bei deinen Leisten' oder 'Wer rund geboren, wird nicht viereckig sterben'.

 

 

 

EU-Domain zum Schnäppchenpreis von 300.000 EUR


Am 7. April 2006 fiel der Startschuss für die Registrierung der neuen Internet-Endung „.eu“, für die sich jeder, der einen Wohn- oder Firmensitz in der EU hat, bewerben kann.
Dazu kann man eine der 1.000 Registrierungsstellen beauftragen, bei der zuständigen Vergabestelle Eurid seinen Wunschnamen eintragen zu lassen.
Auch hier gilt wie überall, wer zuerst kommt erhält den Zuschlag.
Und der Andrang ist riesig. Bereits eine Stunde nach Beginn der Registrierungsphase waren über 300.000 aktive Web-Seiten mit der Domain „.eu“ vergeben.
Dies ruft natürlich auch findige Geschäftemacher auf den Plan mit begehrten Domain-Namen das große Geld zu verdienen.
Einer von ihnen ist der Detmolder Sozialarbeiter Bodo Schaffeld, der „www.shopping.eu“ für 6.000 EUR reservierte. Die derzeitige Verhandlungsbasis liegt bei 300.000 EUR, für weniger will der Vater von zwei Kindern die Adresse nicht verkaufen.
Erst kürzlich ging eine Adresse für 12 Mio. EUR an seinen neuen Besitzer. Ob die Internetadresse des Detmolders es auch auf so einen Betrag schafft bleibt abzuwarten, aber vielleicht macht sie ihn doch schneller zum Millionär als gedacht.

 

 

 

Nicht nur Kranke kosten Geld, sondern auch Gesunde


Eine frohe Botschaft war zum Jahresbeginn aus dem Gesundheitsministerium zu vermelden:
Der Krankenstand in Deutschland fiel im vergangenen Jahr erneut auf ein historisches Tief. Ca. 44 % der deutschen Arbeitnehmer waren 2005 nicht einen einzigen Tag krankgeschrieben. Im Schnitt ließen sich die Deutschen für rund 12,7 Tage entschuldigen.
Sie fehlen so selten wie nie zuvor wegen Krankheit am Arbeitsplatz und scheinen somit die robustesten und gesündesten Europäer zu sein.
Man möchte meinen, dass Krankenkassen und Arbeitgeber froh über solch eine Entwicklung sind, bedeutet dies doch weniger Kosten für sie. Vor allem für die Arbeitgeber, denn das führt zu einer deutlichen Entlastung durch sinkende Lohnnebenkosten, wie z.B. bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Doch das Hauptargument für die Zurückhaltung bei Krankmeldung, zeichnet eher ein düsteres Bild. Da wird vor allem von der schwierigen Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt und der Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, geredet.
Es lastet ein hoher Druck auf dem Arbeitnehmer und schon jetzt nehmen die Krankmeldungen auf Grund psychischer Störungen zu.
Aber auch der vermeintlich positive Effekt, für den niedrigere Krankenstände in Unternehmen sorgen, wird neutralisiert. Viele Betriebe bieten schon vorsorglich Präventionsprogramme an, damit ihnen die wertvolle Arbeitskraft erhalten bleibt.

 

 

 

'Nur die Liebe zählt'


Umzugstag ist Feiertag - das gilt in Europa ganz besonders: Europäer ziehen nämlich in erster Linie der Liebe wegen um, nicht wegen der Arbeit. Denn nach einer Studie der Universität Florenz war das Zusammensein mit dem Partner und der Familie für 30 Prozent der Europäer, die in einem anderen EU-Land leben, der Hauptgrund für den Umzug. Ein Jobangebot folgte mit 25 Prozent auf Platz zwei, dicht gefolgt von der Suche nach einer besseren Lebensqualität.

 

 

 

'Sonnenbrand? Nein, danke!'


Ab wann müssen Kellnerinnen nun tatsächlich Rollkragen tragen? Und Bauarbeiter T-Shirts? Was wurde aus der umstrittenen Richtlinie?
Im August 2005 wunderten sich Biergartengäste wie -bedienungen einhellig über eine EU-Richtlinie. Der 'EU-Richtlinienentwurf für Minimalstandards zum Schutz der Arbeitnehmer vor optischer Strahlung' meldeten die Medien, schreibe Leuten, die im Freien arbeiten, das Verdecken freier Hautstellen vor.
Ursprünglich wollte die Behörde auch tatsächlich die Gefahren durch Strahlung aus natürlicher Quelle, sprich Sonnenstrahlen, berücksichtigt wissen. Aber dagegen erhob sich heftiger Widerstand, auch seitens der IHK. Mittlerweile können Bauarbeiter wie Kellnerinnen beruhigt sein. Die Fassung beschränkt sich nun auf die Gefahren durch künstliche Strahlung.

 

'Warum, warum ist die Gurke krumm?'


Zu einem Synonym für die Bürokratie der Union wurde die legendäre 'Gurkenkrümmungsverordnung' - dabei gab es eine solche in Österreich schon vor dem EU-Beitritt! Vor dem EU-Beitritt Österreichs versuchten sowohl Gegner als auch Befürworter für ihre Sache Stimmung zu machen. Die Gegner stürzten sich vor allem auf die sogenannte 'Gurkenkrümmungsverordnung', die für sie die überbordende Bürokratie der Europäischen Union symbolisierte.
Die betreffende Verordnung (EWG 1677/88) regelte die Einteilung von Gurken in Qualitätsklassen - was sicherstellen soll, dass in jeden Gurkenkarton gleich viele Gurken gleicher Größe verpackt sind. Ausgehandelt wurden die Größennormen durch die Gurkenhändlern und internationale Wirtschaftsorganisationen; die EU schrieb die Ergebnisse schließlich in einer Norm fest.

Die Normierung hat praktische Gründe, denn so kann einfach und schnell die Anzahl an Gurken in einem ebenfalls genormten Karton festgestellt werden. Der Abnehmer kann sich auf die konstante Qualität der Waren verlassen und weiß, dass er für sein Geld genau die richtige Zahl an Gurken bekommt.
Die Aufregung über die 'böse EU' war allerdings in diesem Fall weit hergeholt: Für Österreich war diese Bestimmung nach dem EU-Beitritt nämlich nicht neu. Schon 1967 gab es ein österreichisches Qualitätsklassengesetz und 1968 eine entsprechende Durchführungsverordnung des Landwirtschaftsministeriums.

 

Müssen Deutschlands Brötchen zukünftig auf die Waage?

 

Seit 17. Juli 2009 sollen nach dem Willen der EU unsere Brötchen in Zukunft abgewogen werden.

 

Ähnlich wie in Italien würde der neue Lissabon-Vertrag der EU auch deutsche Bäcker zwingen, für Brötchen und Croissants keinen Stückpreis mehr zu verlangen, sondern die Ware vor dem Verkauf erst zu wiegen und dann den Preis festzulegen. Laut des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks entspreche diese Verordnung keines Falls der deutschen Verkaufstradition und würde vom Kunden auch nicht ernsthaft erwartet werden. Die Bäcker hoffen nun auf Hilfe von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU).

 

Bislang gibt es für Brötchen keine staatliche Gewichtsvorschrift, sie sollen zwischen 35 und 45 Gramm wiegen. Außerdem steht es jedem Kunden frei, den Bäcker zu wechseln, falls das Gebäck stets zu klein sei. Ob die Absicht der EU, die Regeln zur Gewichtsangabe europäisch zu harmonisieren, glücklich ist, scheint sehr fraglich.

 

                                                                                                                                                                        ©www.faz.net

 

 

Der Weihnachtsbaum aus Lettland und seine Geschichte

 

Um die geschichtlichen Wurzeln des Weihnachtsbaums zu finden, muss man weit in die Vergangenheit blicken. Die ersten historischen Aufzeichnungen über den Christbaum stammen aus dem Jahre 1510 aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Riga. Somit hat auch die wohl bekannteste Weihnachtstradition, das Dekorieren des Baumes in der besinnlichen Zeit, ihren Ursprung in Lettland. Einer lettischen Sage zufolge erinnerte einst der weltberühmte Tannenbaum die Bürger in den kalten und rauen Wintermonaten an die bevorstehende Ernte und somit an den Einbruch der warmen Frühlingsmonate. Bereits damals wurde der Lichterbaum als religiöses Symbol angesehen und für Bräuche wie das alljährliche Zusammenkommen der Familie verwendet.

 

                                                                                                                                                ©www.firstchristmastree.com

 

 

 

Schweiz: raffinierte Verstecke

 

Der Geldschmuggel von Deutschland in die Schweiz blüht. Wer mehr als 10.000 Euro in die Schweiz mitnehmen will, muss die Summe anmelden. Jedes Jahr gibt es Hunderte Deutsche, die Millionen ins Steuerparadies Schweiz schmuggeln wollen, jedoch fallen sie ins Netz des deutschen Zolls. Beim Hauptzollamt Singen, dem größten deutschen Zollamt an der Schweizer Grenze, wurden letztes Jahr 58,7 Mio. Euro Bargeld und Schecks gefunden.

Die Verstecke des Geldes sind nicht nur kurios, sondern auch einfallsreich. Das Zollamt Singen hat die seltsamste Fälle gesammelt. Es gab einige: ein Rentner versteckte gerollte Scheine im Wert von 70.000 Euro im Innern eines Spazierstocks. Eine 28-jährige Mutter hatte 100.000 Euro im Strampelhosen ihres drei Monate alten Kindes verpackt, berichtet die Schweizer Zeitung „Blick“. Auch in Autos werden allerhand Verstecke genutzt: 25.000 Euro versteckte ein Deutscher aus Waldshut unter der Schalldämm-Matte im Motorraum. Die Zollbeamten haben auch schon einmal 300.000 Euro hinter einer Innenverkleidung aufgespürt.

Geldschmuggler ließen sich von hohen Strafen von bis zu einer Million Euro nicht abschrecken!

 

©www.blick.ch/news/schweiz/artikel64698

 

 

Österreich: Bei Titeln Weltmeister

 

 

 

Während unseren Nachbarn aus Österreich auf der internationalen Fußballbühne mit Titeln geizen, lässt ihr Repertoire an Titeln im Berufsleben die ganze Welt erblassen. Diejenigen die sich hierzulande schon mit einem gewöhnlichen Professor- oder Doktortitel in der Anrede überfordert fühlen, kämen in Österreich wohl völlig ins schwimmen. Eine Auswahl von über 248 Amtstiteln bietet die Webseite des Burgtheaters in Wien den Bestellern seiner Tickets an. Dabei reicht die Palette vom Kommerzialrat über die Obersonderkindergärtnerin bis hin zum Univ.-Doz. Mmag. DDr.

Dieser schier undurchschaubare Dschungel ist für uns Deutsche immer wieder eine Herausforderung im Alltag mit den Österreichern. Hat man den Namen und Titel des Gegenübers vergessen, kann man sich mit einem freundlichen „Grüß Gott Herr Doktor“ elegant aus der Affäre ziehen. Ganz egal ob der Gesprächspartner jemals promoviert hat. Auch „Exzellenz“ ist eine willkommene Alternative bei der korrekten Anrede von Unbekannten. Unklar ist es noch, wie man die Absolventen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge anreden wird.

 

©www.kurier.at  www.spiegel.de  www.uni-protokolle.de

 

 

Frankreich: Eine Nacht lang hamstern für 99 Euro

 

 

Wie mag es wohl sein die ganze Nacht lang am Rad zu drehen, Wasser aus einem Trinkbrunnen zu schlürfen oder sein Mahl aus einem Körnerspender zu verzehren?

Der französische Innenarchitekt Frédéric Tabary bietet jetzt all denen, die dieser Erfahrung schon lange nachsehnen, die Möglichkeit, sich für eine Nacht in einen Hamster zu verwandeln.

Einen Hamsterkäfig als Vorbild, hat Tabary in einem Hotel im französischen Nantes ein komplettes Zimmer gestaltet. Hier können sich Freunde der kleinen Nager nach Herzenslust im Laufrad austoben, auf Stroh schlafen und von Cerealien ernähren. Dabei sollten die interessierten Tierliebhaber jedoch das nötige Kleingeld mitbringen. Eine Nacht im 10 Quadratmeter „großen“ Hamsterstall kostet nämlich satte 99 Euro. Ob man vom angebotenen Körnerfraß satt wird, bleibt jedoch fraglich.

 

©www.spiegel.de

 

 

Deutschland: Aus der Not eine Tugend gemacht?!

 

 

Ob es fremdsprachliche Unsicherheit, überdurchschnittliches Selbstbewusstsein oder echter Stolz war, wird man wohl nie erfahren. Eines hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle dennoch bewirkt, seit seiner Verweigerung auf Frage eines britischen Journalisten in dessen Landessprache zu antworten, ist die deutsche Sprache wieder in den Vordergrund gerückt.

Zur Recht! Denn neben Ausdrücken wie „hanebüchen“, „Humbug“ oder „Müßiggang“ - die im wahrsten Sinne des Wortes vom aussterben bedroht sind - bietet die deutsche Sprach eine Vielzahl von Begriffen, die in anderen Sprach schlichtweg nicht existieren.

Dass Franzosen und Spanier kein „Fernweh“ kennen, kann durch das dortige Landesklima entschuldigt werden. In den USA kennt man erst seit den Anschlägen auf das World Trade Center einen Begriff für Heimat. Erst mit der Einführung der „Homeland Security“ wurde er eindeutig übersetzbar.

Mit der Kampagne „Deutsch – Sprache der Ideen“, versucht Westerwelle nun die Schöpfungen der deutschen Sprache wie „Doppelhaushälfte“, „Haarriss“ oder „Streichholzschächtelchen“, der Welt schmackhaft zu machen. Sollte die Kampagne erfolgreich sein und in Zukunft alle ausländischen Korrespondenten auf Pressekonferenzen Ihre Fragen auf deutsch stellen, würde sich mit Sicherheit auch der neue deutsche EU-Kommissar für Energiefragen freuen.

 

©www.vds-ev.de dj conseil

 


Bundesregierung will SB-Sonnenbaden verbieten

 

 

Die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung – kurz UV-Schutz-Verordnung – wurde am 15. Dezember 2010 vom Kabinett beschlossen und an den Bundesrat übersandt. Sie beruht auf dem 2009 erlassenen Gesetz zum Schutz vor

nicht-ionisierender Strahlung (NISG), das ursprünglich als UGB IV einen prominenten Platz im Umweltgesetzbuch haben sollte. Dieses Gesetz ermächtigt in § 5, umfangreiche Pflichten für den Betrieb von Sonnenstudios zu erlassen. Ob der Verordnungsgeber auch verlangen kann, dass Fachpersonal ständig anwesend ist, wird von der Branche bezweifelt. Die Bundesregierung, unbeeindruckt von den Argumenten der Branche, hat die Anwesenheitspflicht in § 4 ihres Entwurfs festgeschrieben. Auf Betreiben auch des DIHK, der zum Referentenentwurf ausführlich Stellung genommen und die Interessen der Wirtschaft auch in der Anhörung vertreten hatte, wurde aber diese Pflicht zumindest etwas gelockert:

 

 

Wer nicht mehr als zwei Sonnenbänke an einem Aufstellungsort betreibt, kann unter bestimmten weiteren Voraussetzungen auf die ständige Anwesenheit von Fachpersonal verzichten. Ob die Ausnahmen den Betreibern wirklich helfen, die Sonnenbänke als Ergänzung ihres Angebots vorhalten, muss im Einzelnen geprüft werden. Jedenfalls muss Fachpersonal vorhanden sein, das jedem neuen Nutzer zu Beginn einer „Bestrahlungsserie“ das Angebot macht, den Hauttyp zu bestimmen, einen Dosierungsplan zu erstellen etc.. Der Betrieb reiner SBStudios ist damit wohl nicht mehr möglich. Auch die einzelne Sonnenbank im Schwimmbad oder im kleinen Hotel könnte damit unrentabel werden.

 

Jetzt ist der Bundesrat am Zug, der das Verfahren zunächst an die Ausschüsse verwiesen hat. Die DIHK-Stellungnahme zum Referentenentwurf ist bei Dr. Bettina Wurster vom DIHK, wurster.bettina@dihk.de, erhältlich. (Hüw, Wus)

 

© Eco-Post 2/2011, DIHK