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Kleine Teile, große Wirkung: Die neue Musikinstrumentenbescheinigung

Nürnberg (23.07.2014) - Laut einer Resolution der CITES-Vertragsstaatenkonferenz 2013, soll Ende 2014 mit der geänderten Durchführungsverordnung (EG) 865/2006 eine EU-weite einheitliche Musikinstrumentenbescheinigung eingeführt werden.

Bekanntester Erdenbewohner, der mit dieser Resolution geschützt werden soll, ist übrigens der Afrikanische Elefant mit allen Erzeugnissen, wie dem Elfenbein, das beispielsweise in Instrumenten verbaut wird. In der Sache ist dies nichts Neues, denn die Bescheinigung vereinheitlicht nur, was es an Artenschutz schon seit 4 Jahrzehnten gibt. Trotzdem ist die Aufregung groß, denn nicht immer sind die Konsequenzen des Artenschutzabkommens einsichtig. So hat man weltbekannten Orchestern an der Grenze zur USA restriktiv die Einreise verweigert und wertvolle Instrumente beschlagnahmt, während Großwildjäger weiterhin Trophäen mit sich führen dürfen.

Nun regt sich Widerstand gegen die Bescheinigung bei den Geigenbauern, die durch die Einführung der Musikinstrumentenbescheinigung eine unverhältnismäßig hohe Belastung fürchten. In Frage gestellt wird ausdrücklich nicht der Artenschutz selbst, sondern die Form der Bescheinigung. Das CITES-Dokument ist nämlich geplant als eine personenbezogene Bescheinung für den Besitzer des Instruments. Vernünftiger, so glauben die Kritiker, sei aber eine auf das Instrument bezogene Bescheinigung.

Worum es im CITES-Dokument genau geht, was Instrumentenbauer beim Verbauen von Erzeugnissen geschützter Arten zu beachten haben und auf welche Argumente sich die Kritik stützt, lesen Sie im Merkblatt von Bayern Handwerk International.