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Wirtschaft hält Frankreichs Reformversuche für ungenügend

München (05.02.2013) - Für bemerkenswert hält IHK-EU-Fachmann Alexander Lau von der IHK München eine Kurzumfrage der Deutsch-Französischen Industrie und Handelskammer unter ausgewählten französischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen über die jüngsten Reformversuche der Regierung Frankreichs.

Anlass waren die am 11. Januar 2013 getroffenen Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und einigen Gewerkschaften zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Aus Sicht der deutschen Unternehmen in Frankreich reicht das bei weitem nicht aus, um den Niedergang der französischen Industrie zu stoppen. 86 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sich von den Neuregelungen keine nennenswerten Verbesserungen ihrer Wettbewerbsfähigkeit. 70 Prozent sehen Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung in ihren Unternehmen. Ebenfalls 86 Prozent werten die Arbeitsmarkt-Reform als unzureichend, um das Image des Wirtschafts- und Investitionsstandortes Frankreich spürbar zu verbessern.

„Diese Aussagen sind deswegen brisant, weil in der letzten Konjunkturumfrage der Deutsch-Französischen Industrie und Handelskammer im Sommer 2012 die Unternehmen angaben, die Reform das Arbeitsmarkts sei das wichtigste Instrument, um Frankreichs Wirtschaft wieder flott zu machen“, sagt Lau. Offensichtlich sei die Regierung in Paris dabei, mit halbherzigen Schritten die Zukunft des Landes zu verspielen.

 

IHK-Ansprechpartner: Alexander Lau, Tel. 089 5116-1614, E-Mail: alexander.lau@muenchen.ihk.de