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Handel mit Afrika legt kräftig zu

Berlin (20.02.2013) - Afrika steht bei der deutschen Wirtschaft so hoch im Kurs wie noch nie - 21 Prozent der international tätigen Unternehmen machen dort bereits Geschäfte. Dies geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter Exporteuren hervor.

"Innerhalb von fünf Jahren ist das eine Verdoppelung", sagte Heiko Schwiderowski, DIHK Referatsleiter Afrika und Entwicklungspolitik unter Bezugnahme auf die Erhebung "Going International" der Nachrichtenagentur Reuters . Der DIHK erwarte einen anhaltend boomenden Handel. "In den nächsten Jahren dürften unsere Exporte nach Afrika um jährlich 10 bis 15 Prozent wachsen." Zum Vergleich: Die gesamten Ausfuhren dürften im laufenden Jahr lediglich um etwa 4 Prozent zulegen.

Der DIHK sieht in vielen Ländern mittlerweile gute Geschäftschancen, beispielsweise in Ghana und Tansania. "Beide Staaten profitieren von ihrem Rohstoffreichtum, der von Öl bis Kupfer reicht", erklärte Schwiderowski. "Im Kommen sind auch Kenia, Nigeria und Angola."

Häufig könnten deutsche Unternehmen dabei über sogenannte Dreieckskooperationen Nutzen aus Chinas Rohstoffhunger ziehen, der zunehmend durch Lieferungen aus Afrika gestillt werde, so der Afrika-Experte. "Für Öl, Gas, Kupfer, Erze und andere Rohstoffe baut China Straßen, Eisenbahnlinien und Häfen und modernisiert die Energieversorgung seiner afrikanischen Partner."

Da chinesische Unternehmen jedoch selten Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards einhalten würden, vertrauten die Länder bei Bauplanung und -aufsicht häufig deutschem Ingenieurs-Know-how. "Gegenwärtig existieren allein in Angola rund ein Dutzend dieser Projekte mit deutscher Beteiligung", so Schwiderowski.

On der schwarze Kontinent nun endlich zum großen Sprung ansetzt, beleuchtet übrigens auch die neue Ausgabe des DIHK-Newsletters "International Aktuell", die Sie in der rechten Spalte zum Herunterladen finden.