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Deutsche Unternehmen setzen auf Asien

Berlin (11.03.2013) - Deutsche Unternehmen sehen die besten Geschäftschancen für 2013 in Asien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2.500 auslandsaktiven Betrieben.

Die Kurzauswertung des DIHK beleuchtet die Geschäftsperspektiven für insgesamt 60 Länder. Dabei landeten in der Einschätzung der Unternehmen Indien, Indonesien und China auf den ersten drei Rängen. Am asiatischen Raum schätzt die deutsche Wirtschaft vor allem die "hohen Wachstumsraten" und eine "wettbewerbsorientierte offene Wirtschaftspolitik", so DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Dagegen bremse der Aufbau von Handelshemmnissen beispielsweise in Argentinien und Brasilien die wirtschaftliche Entwicklung – entsprechend werden diese Länder wesentlich skeptischer beurteilt als noch 2012. Ebenfalls deutlich zurückgeschraubt haben die Unternehmen ihre Erwartungen für Europa: Nicht umsonst belegen Spanien, Portugal und Schlusslicht Griechenland die letzten drei Plätze im Länder-Ranking.

Zwar gebe es mit Blick auf die tief sitzende Wettbewerbsschwäche durch die Finanz- und Wirtschaftskrise "Hoffnungszeichen", sagte Treier dem "Handelsblatt". Kurzfristig erwarte die deutsche Wirtschaft jedoch keinen Aufschwung. Das Geschäft mit den EU-Krisenstaaten werde "äußerst zäh" bleiben und eher von Rückschlägen geprägt sein.

Sehr optimistisch zeigten sich die Unternehmen dagegen für ihre Geschäfte mit den USA. "Dort lauert allerdings derzeit auch eine der größten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft", gab Treier zu bedenken und verwies auf die ungelösten Haushaltsprobleme des Landes. Die Vereinigten Staaten seien dessen ungeachtet 2013 "ein Absatzmagnet für deutsche Produkte – und werden wieder stärker als Produktionsstandort für unsere Unternehmen wahrgenommen".

Quelle: DIHK