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Bayerische Exporte trotz weltweiter Konjunkturflaute stabil

München (17.06.2013) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sieht in den neuen Außenhandelszahlen einen Beleg für die Solidität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen.

 

„Trotz anhaltender Krise im Euro-Raum und weltweiter Konjunkturschwäche blieb der Auslandsumsatz der bayerischen Wirtschaft im 1. Quartal 2013 stabil.“ Die Exporte sind laut vorläufigen Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik gegenüber dem Vorjahresquartal – genauso wie die Importe – minimal um 0,1 Prozent gestiegen.

 

Die USA und China sind nach wie vor die wichtigsten Exportländer für den Freistaat. Erfreulich ist, dass auch die Ausfuhren in die europäischen Nachbarländer insgesamt wieder zugenommen haben. So stiegen die Exporte in die EU-27 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,0 Prozent. „Wir beobachten aber auch eine deutliche Ausweitung unserer Handelsbeziehungen mit Afrika und Lateinamerika. Sowohl Importe als auch Exporte in diese Weltregionen haben im Vergleich zum Vorjahresquartal zugenommen. Dort gibt es wichtige Zukunftsmärkte, die wir weiter erschließen sollten“, so der Minister.

 

„Für die bayerische Wirtschaft sind Außenhandelsbeziehungen ein wichtiger Faktor um wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze sichern bzw. neu schaffen zu können. Ein möglichst reibungsloser weltweiter Handel ist unerlässlich, um Wohlstand und Lebensqualität in Bayern, aber auch bei seinen Handelspartnern zu steigern. Umfassende Freihandelszonen, wie beispielsweise das geplante Abkommen zwischen der EU und den USA, unterstütze ich deshalb ausdrücklich. Wir sollten alle Chancen nutzen, die transatlantischen Handelsbeziehungen zu vertiefen, ohne dabei die Beziehungen zu anderen Handelspartnern aufs Spiel zu setzen. Allen protektionistischen Bestrebungen erteile ich hingegen eine klare Absage. Mit Schutzzöllen, wie sie im Fall Chinas von der EU-Kommission erwogen werden, schneiden wir uns letztlich ins eigene Fleisch. Damit erschweren wir die weltweite Arbeitsteilung und gefährden auf lange Sicht unnötig die Exportchancen unserer bayerischen Unternehmen“, fügt Zeil hinzu.

 

Die bayerischen Ausfuhren waren im 1. Quartal 2013 nach wie vor stark durch den Export von Fahrzeugen, Maschinen und elektrotechnischen Erzeugnissen bestimmt, allerdings ist in allen diesen Branchen ein leichte Abnahme des Exportvolumens gegenüber dem Vorjahresquartal zu beobachten. Kompensiert wurden diese Rückgänge vor allem durch den großen Anstieg beim Export von chemischen Erzeugnissen (+ 28,8 Prozent). Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren Bayerns im 1. Quartal 2013 auf 41,5 Milliarden Euro. Die Einfuhren erreichten einen Wert von 36,5 Milliarden Euro.