Aktuelles > Österreich: Geldstrafe bei falscher Fahrzeuganmeldung

Hinweis:
Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Österreich: Geldstrafe bei falscher Fahrzeuganmeldung

Wien (09.10.2012) - Seit 2012 kommt es zu verstärkten Kontrollen bezüglich der Fahrzeuganmeldung. Wer sein deutsches Firmenfahrzeug zu häufig in Österreich nutzt, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

In Österreich gelten im Bezug auf die Abgaben bei der Anmeldung von Kraftfahrzeugen andere Regelungen als in Deutschland. So wird in Österreich gemäß § 1 Ziff. 3 des Normverbrauchsabgabegesetzes 1991 (NoVAG) eine Normverbrauchsabgabe (NoVA) fällig. Diese einmalige Abgabe ist abhängig vom Verbrauch (Pkw, Kombi) oder vom Hubraum (Krafträder) und wird als Prozentsatz vom Fahrzeugwert (Netto) berechnet sowie durch eine Bonus-Malus-Regelung für CO2, NOx etc. erweitert.

Demzufolge erfolgen seit Anfang des Jahres 2012 flächendeckend über ganz Österreich verstärkt Kontrollen bei Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen.

Es wird geraten, unternehmerische und rechtliche Situation in Österreich zu überprüfen, wenn ein Mitarbeiter in Österreich beschäftigt wird und dieser ein Firmenfahrzeug mit privater Nutzungsmöglichkeit fährt.

Der Beweis für keine Zulassungspflicht in Österreich ist erbracht, wenn der Außendienstmitarbeiter

  • wenigstens einmal im Jahr am deutschen Firmensitz nachweislich mit dem Fahrzeug vorfährt und
  • der als in Deutschland ansässiger Arbeitgeber als Halter des Kfz die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug hat und
  • der in Österreich ansässiger Außendienstmitarbeiter das Firmenfahrzeug maximal zu 10-12 % (bezogen auf die gefahrenen Kilometer) für private Fahrten nutzt.

Wenn dies nicht zutrifft, kann Ihnen eine Geldstrafe von mind. 150,00 EUR wegen Verstoß gegen § 82 Abs. 8 des Kraftfahrgesetzes 1967 (KFG) drohen. Ebenfalls erfolgt eine Entrichtung der NoVA.

(Quelle: AHK Österreich, Außenwirtschafts-Newsletter der IHK Niederbayern)