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Deutsche Unternehmen erwarten Wiedererstarken der US-Wirtschaft

München (12.12.2012) - Trotz aller Probleme, die das Land hat - die positiven Nachrichten aus den USA reißen nicht ab.

Darauf macht Außenwirtschaftsexperte Frank Dollendorf, Leiter des Bereichs Außenwirtschaft an der IHK München, aufmerksam. "Die USA sind traditionell der wichtigste Handelspartner Bayerns. Deshalb spürt man das, was sich in Detroit oder Seattle positiv entwickelt, auch in Ingolstadt und in Rosenheim", erklärt der IHK-Fachmann. Er verweist dabei auf amtliche Zahlen.

Demnach hat die US-Wirtschaft ihr Wachstum im dritten Quartal 2012 verdoppelt. Treiber waren vor allem Exporte und der bis vor Kurzem chronisch schwache Wohnungsbau. Nach Angaben der OECD wird die US-Wirtschaft ihr Wachstumstempo noch beschleunigen - von derzeit 2 bis 2,2 Prozent auf 2,8 Prozent in 2014. Dollendorf hält vor allem die lngerfristigen Wachstumsperspektiven des Landes für gut. "Natürlich gibt es den Schuldenberg und eine noch zu hohe Arbeitslosigkeit. Aber die USA haben alle Voraussetzungen, die ein Land heute für ein dauerhaftes Wachstum braucht: günstige Energiepreise, sinkende Löhne, einen riesigen Absatzmarkt und die laufende Zuwanderung billiger oder hochqualifizierter Arbeitskräfte", sagt Dollendorf. Für ihn ist es daher kein Wunder, dass deutsche Unternehmen sich sehr viel von der weiteren Entwicklung in den USA erhoffen. Das zeigt laut Dollendorf eine im Auftrag der Amerikanischen Handelskammer erstellte Studie von Roland Berger, die in der vergangenen Woche in New York vorgestellt wurde.

Befragt wurden rund 1.900 deutsche Tochtergesellschaften in den USA. Dollendorf hlt die Ergebnisse für bemerkenswert. Demnach rechnen 95 Prozent der Firmen mit Geschftswachstum für 2013, 86 Prozent der KMU planen Neueinstellungen. Die Unternehmen gehen davon aus, dass die US-Regierung im Jahr 2013 die Konjunktur anschieben wird. Auf der Wunschliste an die Obama-Administration stehen folgende Manahmen: Steuerreform, Reduzierung des Fachkräftemangels und Erleichterungen im transatlantischen Handel. Der Abschluss eines transatlantischen Handelsabkommens wird ausdrücklich befürwortet.