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AHK-Weltkonjunkturbericht 2012/2013

Nürnberg (28.11.2012) - Die Ergebnisse des AHK-Weltkonjunkturberichts 2012/2013 beruhen auf den Außenhandelserwartungen aller Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegiertenbüros und Repräsentanzen in über 80 Ländern weltweit. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Welt-BIP mit realistischerer Gangart

Die Weltwirtschaft wird 2012 nur noch mit 3,3 Prozent wachsen, nach 3,9 Prozent im Vorjahr. Die Verlangsamung geht vornehmlich auf die Schuldenkrise zurück. Viele Staaten sind zu Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen und Anpassungen der Wirtschaftsstruktur gezwungen, die zumindest vorübergehend das Wachstum dämpfen. Hinzu kommen vielerorts Finanzierungsschwierigkeiten für Unternehmen.
2013 belebt sich die Weltwirtschaft wieder stärker. Der DIHK rechnet mit einem Wachstum von 3,9 Prozent – und damit kräftiger als im Schnitt der letzten 20 Jahre (3,4 Prozent). Diese Wachstumsbeschleunigung kommt vor allem aus Europa. Gerade die in der Eurozone angeschobenen Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit tragen erste Früchte.

Welthandel mit vorübergehender Schwächephase

Der Welthandel nimmt in diesem Jahr nur um vier Prozent zu (langjähriger Durchschnitt: 6 Prozent). Signifikante Wachstumsraten im Handel gibt es vornehmlich in Asien, wo die regionale Integration voran schreitet. Nicht nur die Konjunkturschwäche Europas, sondern auch der weltweit zunehmende Protektionismus hemmen jedoch das globale Handelswachstum. Mit der Konjunkturbelebung in Europa legt der Welthandel im nächsten Jahr wieder etwas stärker zu (fünf Prozent).

Deutscher Export auf Vize-Weltmeisterkurs

Das Exportwachstum Deutschlands beträgt in diesem Jahr vier Prozent. Neben dem derzeit günstigen Euro-Außenwert kommt dem deutschen Handel zugute, dass die Unternehmen sehr stark auf den Wachstumsmärkten der Welt engagiert sind. Das Exportwachstum wird freilich gebremst durch die schwache europäische Konjunktur. Insgesamt hält die deutsche Wirtschaft im Jahr 2012 aber ihren Anteil am globalen Warenaustausch von 8,1 Prozent. Im nächsten Jahr wird Deutschland seine Position sogar ausbauen: Der DIHK rechnet damit, dass die deutschen Exporte, insbesondere infolge der Belebung der europäischen Wirtschaft, mit sechs Prozent wachsen wird. Damit wird Deutschland 2013 den USA den Vize-Exportweltmeistertitel wieder abjagen.

Import durchbricht Billionengrenze

Die Billionengrenze wird 2013 auch bei den Warenimporten geknackt – nachdem sie von den Exporten bereits 2011 durchbrochen wurde. Die nicht zuletzt wegen der soliden Binnenwirtschaft und des stabilen Arbeitsmarktes robuste wirtschaftliche Lage hierzulande erweist sich als Anker für Europa.

Hier finden Sie die vollständigen Umfrageergebnisse zum AHK-Weltkonjunkturbericht 2012/2013.