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Rückerstattung der rumänischen Umsatzsteuer (TVA)

Bukarest (02.04.2012) - Seit 2007 besteht für ausländische Unternehmer, die in Rumänien mit der rumänischen Umsatzsteuer (TVA) versteuerte Waren und Dienstleistungen erwerben, die Möglichkeit der direkten Rückerstattung der Vorsteuer.

Das Verfahren zur Antragstellung hat sich mit dem 1. Januar 2010 EU-weit insoweit geändert, dass sich nun das beantragende Unternehmen jeweils an das Finanzamt aus dem eigenen Lande wendet. Das jeweilige Finanzamt sendet dann den Antrag an die rumänischen Finanzbehörden weiter.

Die Auslandshandelskammer Rumänien (AHK) bietet den außerhalb Rumäniens ansässigen Unternehmen die Betreuung bei dem Rückerstattungsverfahren an. Auch wenn das Unternehmen sich ab 2010 direkt an das Finanzamt aus dem eignen Lande wenden kann, ist in vielen Fällen die Beratung hinsichtlich der rumänischen landesspezifischen Anforderungen erforderlich.

Voraussetzungen

Die Möglichkeit zur Erstattung der Mehrwertsteuer besteht für Unternehmen, die:

  • im Land ihrer Ansässigkeit bezüglich der Umsatzsteuer oder einer Steuer ähnlicher Art steuerpflichtig sind,
  • in Rumänien nicht als umsatzsteuerpflichtig registriert sind,
  • in Rumänien keine entgeltlichen Warenlieferungen, entgeltlichen Dienstleistungen, keinen Export von Waren oder innergemeinschaftlichen Warenlieferungen vollziehen. Hinsichtlich dieser Voraussetzung sind verschiedene Ausnahmen vorhanden.

Der Antrag auf Rückerstattung kann einen Zeitraum von max. ein Kalenderjahr (Januar-Dezember) umfassen.

Der Antrag muss bis zum 30.09. des dem Berichtsjahr folgenden Jahres gestellt werden, d.h. die Rechnungen aus einem Kalenderjahr müssen bei dem Finanzamt spätestens bis zum 30.09. des Folgejahres eingereicht werden.

Nach Ablauf der Antragsfrist ist eine nachträgliche Antragstellung nicht möglich.


Die MWSt. wird in folgenden Fällen nicht zurück erstattet:

  • Taxikosten;
  • Bewirtungskosten;
  • Übernachtungs-, Mietwagen-, Zug- und Flugtickets können nur bei Glaubhaftmachung, dass die Reise betrieblich veranlasst war, erstattet werden;
  • unrechtmäßig erhobene Umsatzsteuer.

Mindestbeträge

Der zur Rückerstattung beantragte MWSt.-Betrag muss folgende Mindestwerte aufweisen (es besteht kein Mindestbetrag pro Rechnung):

a) 400 € (ca. 1.690 RON) – für einen Zeitraum von 3 – 12 Monaten des laufenden Jahres;
b) 50 € (ca. 211 RON) – für das ganze vergangene Kalenderjahr oder für den restlichen Zeitraum des
vergangenen Kalenderjahres

Verfahrensweise

Das deutsche Unternehmen stellt den Antrag in elektronischer Form für die Erstattung der rumänischen Vorsteuer an das deutsche Finanzamt. Es hat ein Formular in rumänischer Sprache auszufüllen.
Es sind nur jene Rechnungen dem Antrag, in elektronischer Form, beizufügen, deren Besteuerungsbasis 1.000 € überschreitet. Handelt es sich um Kraftstoffbelege, so sind jene beizufügen, deren Besteuerungsbasis 250 € überschreitet.
Die rumänischen Finanzbehörden überweisen den Betrag in der Landeswährung RON. Das antragstellende Unternehmen hat im Antrag ein RON-Konto anzugeben.

Wichtig!

  • Rechnungen müssen den MWSt-Betrag auch in der Landeswährung RON beinhalten.
  • Die Umsatzsteuer muss separat ausgewiesen sein.
  • Proforma-Rechnungen werden zurück gewiesen.

Das rumänische Finanzamt ist berechtigt, zusätzliche Dokumente zu verlangen. Die geforderten Unterlagen sind auch in rumänischer Übersetzung abzugeben.

(Quelle: AHK Rumänien)