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Deutschland öffnet sich für ausländische Fachkräfte

Berlin (02.02.2012) - Anfang Dezember 2011 hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie ("Blaue Karte EU") der Europäischen Union beschlossen. Dieser sieht weitgehende Erleichterungen zur Fachkräftezuwanderung vor.

Demnach haben ausländische Absolventen deutscher Hochschulen künftig während der Suche nach einem dem Studienabschluss angemessenen Arbeitsplatz unbeschränkten Arbeitsmarktzugang und dürfen dann ein Jahr lang ohne Einschränkung in Deutschland arbeiten, um ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Auch wenn der DIHK sich für eine sofortige Niederlassungserlaubnis eingesetzt hat, verbessert die neue Regelung den Status quo und kann helfen, die Attraktivität Deutschlands zu steigern.

Der Gesetzesentwurf greift auch die Forderung nach einer Absenkung der Gehaltsgrenze für die Erteilung einer von Anfang an unbefristeten Niederlassungserlaubnis an hochqualifizierte Spezialisten und leitende Angestellte auf. Hier muss künftig ein Jahreseinkommen von 48.000 Euro erzielt werden statt von bislang 66.000 Euro. Die Absenkung entspricht einer DIHK-Forderung – wenngleich diese bei 40.000 Euro lag.

Auf europäischer Ebene zielt die Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union mit der "Blauen Karte EU" darauf ab, ein erleichtertes Verfahren für die Zulassung hochqualifizierter Drittstaatsangehöriger sowie attraktive Aufenthaltsbedingungen für hochqualifizierte Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. So ist insbesondere vorgesehen, die "Blaue Karte EU" für bis zu vier Jahre zu erteilen. Die Einkommensgrenze wird auf 44.000 Euro festgelegt, bei Mangelberufen (etwa bei MINT- und IKT-Fachkräften oder Ärzten) soll die Einkommensgrenze 33.000 Euro betragen. Nach zwei Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung können Inhaber einer Blauen Karte eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten.

(Quelle: Februar-Newsletter IHK Nürnberg, BMBF, DIHK)